Fußgängerverband fordert Lastenradverbot auf vielen Wegen

Mehr Platz für Fußgänger und eine Art Führerscheinprüfung für Lastenradfahrer: Ein Fachverband schlägt vor, den Raum auf Bürgersteigen umzuverteilen und Strafen zu erhöhen. Die Fahrradlobby fordert eine andere Lösung.

Ich finde das sehr traurig. Es ist offensichtlich, dass Konflikte zwischen Radlern und Fußgängern schlichtweg dem Fakt geschuldet ist, dass sich beide einen sehr kleinen Bürgersteig teilen müssen.

Und der Bürgersteig ist so klein, weil das Auto gigantische Flächen wegnimmt.

Will man Konflikte zwischen Radlern und Fußgängern reduzieren, müsste man schlichtweg dem Auto Platz wegnehmen.

Ich finde die Fußgängerverbände grundsätzlich sehr gut. Aber die schiessen sich auf die Falschen ein.

by Butzerdamen

28 Comments

  1. Wenn das dazu führen würde dass es dedizierte Radwege gibt statt immer diesen Mischkram wär ich ja dafür, aber das scheint nicht das Ziel zu sein

  2. Accomplished-Cat2849 on

    Räder gehören generell nicht auf Bürgersteige ganz egal welcher Bauart, außer der Fahrer ist unter 10?

  3. Als ob 55 oder 15€ den Unterschied machen. Entweder ist die Polizei da oder nicht. 

    Die Alternative sind breite Radwege oder Fahren auf der Straße. Kostet aber zu Lasten der Autofahrer. 

  4. Presentation_Few on

    Solange da ein radweg ist fahre ich auch da.
    Demnach dürften ja dann auch keine Kinderwagen den wegbenutzen.

    Man sollte eher eine Geschwindigkeits Begrenzung machen. Mit 25 auf dem radweg zu heizen ist einfach zu gefährlich.

    Aber auf die strasse zu den ganzen kranken Autofahrern, werde ich nicht ausweichen.

  5. Die Lösung ist, richtige Fahrradwege zu bauen. Zu bauen, nicht nur irgendwo einen zu schmalen Streifen hinmalen. Zu bauen, nicht einfach auf dem schmalen Gehweg ein Schild hinstellen. 

  6. Liegt halt tbh nur daran dass gestresste middle manager Papas auf den Gehwegen mit 25km/h langheizen und dabei Fußgänger schneiden

  7. Ich bin für ein Fahrradwegverbot für E-Bikes. Motorräder dürfen ja auch nicht auf den Fahrradweg.

  8. Ich fordere ein generelles Verbot, Wege zu Fuß zurückzulegen, wenn sie auch mit dem Verbrenner zurückgelegt werden können. Die Zukunft gehört dem Öl! Zu Fuß gehen schädigt die Wirtschaft! /s

  9. DerAuenlaender on

    Wie so oft: Wenn sich schwächere (hier: Verkehrsteilnehmer:innen) eine knappe Ressource (hier: Platz) teilen müssen, gehen sie lieber aufeinander los, anstatt von denen, die mehr haben (hier: Autos) einen größeren Anteil zu fordern. Es ist irgendwie traurig.

  10. Fuss e.V. hat 1445 Mitglieder, der ADFC 239.690, also mehr als Faktor 100, der ADAC 22 Mio.
    Selbst HPV, der Verband für Liegeräder, hat 700 Mitglieder und von dem habe ich gerade das erste Mal gelesen.

    Hab ein paar Mal Interviews mit jemandem von Fuss e.V. gesehen.
    Verwirrte, lebensfremde, alte Leute.

    Die meisten Radfahrer wären wohl froh, wenn es keine gemeinsamen Rad- und Gehwege mehr gäbe.

    Bei getrennten Radwegen und Gehwegen sehe ich gefühlt deutlich mehr Fußgänger auf Radwegen als Radfahrer auf Gehwegen.

    Lastenräder sind eine Möglichkeit, mehr Autofahrer zum Umstieg zu bewegen.
    Und die Fahrer fallen mir deutlich seltener als rücksichtslos auf als das typische E-Scooter-Klientel (das auch im 3er BMW oder AMG Probleme macht) oder Rentner auf E-Bikes oder Rentner als Fußgänger.

  11. Interessante Idee, dann fahren in Zukunft alle mit dem Lastenrad auf der Straße. 😀

  12. *lol* Die Bundesregierung kriegt’s ja nicht mal hin, eindeutig zu definieren, was ein Lastenfahrrad überhaupt IST.

    “Fahrrad zum Transport von Gütern oder Personen” … ist halt einfach JEDES Fahrrad.

  13. Entendurchfall on

    Ich kann das verstehen, keine Frage, aber es ist halt wieder mal Symptom statt Ursachenbekämpfung. Die Verkehrswelt wandelt sich und (Lasten)Fahrräder werden immer wichtiger, gerade für jüngere Generationen. Es muss endlich eine vernünftige Infrastrucktur her, in der sowohl Fußgänger, Radfahrer als auch Autofahrer sicher navigieren können ohne Angst vor Unfällen/Verletzungen haben zu müssen.

  14. Habe beruflich auch häufiger mit dem Fuss e.V. zu tun und meine Erfahrungen sind, trotz eigentlich deckungsgleicher Ziele, super frustrierend.

    Mag manchmal auch an Einzelpersonen im Verein liegen, die offenbar einen Spaß daran haben andere Institutionen öffentlich anzupissen, statt sich mit ihnen zu verbünden.

    Aber auch deren öffentliche Stellungnahmen lassen mich oft ratlos zurück. Eine Gegnerschaft zur Fahrradlobby aufzubauen, halte ich für vollkommen hirnrissig aus strategischer Sicht. Hätten sie nicht eine gemeinsame Forderung mit dem ADFC schreiben können, der die viel schlüssigere Lösung präsentiert?

    P.S. Verkehrsgerichtstag=Absolute Boomerveranstaltung der Kfz-Lobby. Nicht vom Namen blenden lassen. Würde mich nicht wundern, wenn da Kennzeichenpflicht für Fahrräder als ernsthafte Forderung diskutiert wird

  15. Den Punkt mit dem “Teilen” versteh ich nicht. Fußwege für Fußgänger. Radwege für Radfahrer. Kein Radwege, aber schon älter als 14 und ohne Begleitung: Straße. Straße zu gefährlich (sehr verständlich!): Zu Fuß gehen und den Druck/Frust dort ablassen, wo er hingehört, bei den Verkehrsplanern und Exekutive, anstatt die Schwächsten (Fußgänger) im Straßenverkehr zu gefährden.

    Eine Art Führerschein für schwere Zweiräder fände ich ne prima Sache. Wäre aber überflüssig, wenn man Fahrradfahrer auch auf die Einhaltung der StVO einnorden würde. Aber das schafft man ja schon nicht bei den Autofahrenden.

  16. Der Witz ist doch auch, dass “Lastenrad” gar nicht sicher definiert ist. Was zählt denn dazu? Nur dreirädrige Konstrukte (da wäre die Forderung ja sogar noch aus physikalischen Gründen nachvollziehbar) oder auch Longjohns und Longtails? Dann wird’s mit der Begründung halt wieder dünn – bei meinem Bullitt ist die breiteste Stelle nämlich der Lenker und ich wüsste nicht warum der auf einem anderen Rad montiert dann plötzlich weniger kritisch sein sollte.

  17. Ich würde noch weiter gehen und gemischte Geh- und Radwege, also die mit dem horizontal geteilten blauen Schild, generell abschaffen. Das sind in 90% der Fälle viel zu schmale schlecht befahrbare Alibiwegchen, damit eine Stadt stolz sagen kann, wie viele Radwege sie doch hat.

    Dann lieber auf der Straße fahren und dort das Tempo füe Autos auf 30 reduzieren.

  18. RolandDeschainOB85 on

    Cool, dann sperren wir in Konsequenz also eine Autospur, oder bauen einen Radweg, oder? ODER?

  19. Aus meiner Erfahrung mit dem pendeln in Hamburg wird mir klar: Radwege auf Fußwegen sind schlecht für Radfahrer und Fußgänger. Man kommt sich ständig in die Quere, es ist manchmal bei Kreuzungen gefährlich.

    Ich kann die Sicht der Fußgänger verstehen, denn auf den Straßen herrscht oft Krieg und sie sind das schwächste Glied.

  20. ManiacalMammoth on

    Aussagen von Fuss e.V. sind grundsätzlich zu ignorieren! Man muss nicht jedem Rentnerhobby eine Plattform geben.

  21. Ich bin für ein Lastenradverbot auf Fußwegen. Die sollen die Straße nutzen. Dafür sollten private PKW in Innenstädten verboten werden.

  22. Vladislav_the_Pale on

    Klar. Lastenräder sind das Problem.

    Das ist so nach dem Motto: der Milliardär erklärt dem Arbeiter, dass ihm das Grillen verboten werden soll, weil der Flüchtling ein iPhone besitzt.

    🥳

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