Die vierte und letzte Etappe führt Markus von Honau bis nach Ludwigshafen – eine Strecke, auf der Wasser, Natur und Geschichte in einzigartiger Weise zusammenkommen. Gleich zu Beginn erhebt sich das märchenhafte Schloss Lichtenstein über dem Albtrauf, bevor Markus mit der Schwäbischen Alb-Bahn durchs Donautal reist und die Landschaft aus einer neuen Perspektive erlebt.
Am faszinierenden Naturwunder der Donauversickerung zeigt sich: Wasser hat seinen eigenen Weg. Von Danube Guide Annemarie erfährt Markus, wie sensibel dieses Ökosystem ist und warum achtsamer Umgang mit der Natur hier mehr zählt denn je.
Die kraftvolle Aachquelle, das wieder auftauchende Wasser der Donau, wird zum Symbol dafür, wie lebendig und überraschend die Schwäbische Alb ist. Am Ende erreicht Markus den Bodensee an dem die Abenteuerreise endet.
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Besonderer Dank an:
➡️ Hotel Restaurant Forellenhof Rössle Lichtenstein-Honau | https://www.instagram.com/forellenhofroessle/
➡️ Danube Guides I Annemarie Atzrodt
➡️ Bodenseehotel Krone Ludwigshafen | https://www.instagram.com/bodenseehotelkrone/
➡️ Radhaus Winterlingen | https://www.instagram.com/radhaus.winterlingen/
➡️ Tourismus Marketing GmbH
Baden-Württemberg | https://www.instagram.com/visit.sueden/
Produktion und Umsetzung:
🎥 Black Forest Collective | https://www.youtube.com/@BlackForestCollective/videos
💚 Schwäbische Alb Tourismus e.V. | https://www.instagram.com/schwaebischealbtourismus/
🚴 land in sicht AG mein.toubiz | https://www.instagram.com/land.in.sicht/
ℹ️ Alle Informationen zum Schwäbische Alb Radweg unter: www.schwaebischealbradweg.de
Der vierte und letzte Tag unserer Pedle Pioneer Reise steht an. Auf der heutigen Etappe geht es von Honau mit dem Zug nach Emmendingen und anschließend mit dem Rad weiter nach Ludwigshafen am Bodensee. Unterwegs werden wir uns das verrückte Phänomen der Donaversicherung anschauen, eine der schönsten Quellen Deutschlands besuchen und am Ende in den Bodensee springen. Doch der heiße Tag beginnt zunächst sehr früh und kalt. Wir sehen Schloss Lichtenstein schon leicht in in der ersten Morgenämmerung. Ich habe gerade in meinen Tubantrag gelesen, dass das Schloss Lichtenstein auch Märchenschloss genannt wird, weil es als einziges als weltweit einziges Schloss auf Grundlage von dem Märchen erbaut wurde. Das heißt, zuerst gab es das Märchen und davon inspiriert wurde dann Schloss Lichtenstein gebaut. Toll. Ich bewege mich die ganze Zeit, aber hilft nichts. Die Sonne kommt. Die Sonne kommt. Was? Schöner kalter Morgen. Am Bahnhof in Engingen angekommen, überrascht uns ein schöner nostalgischer Zug der schwäbischen Altbahn. Etwas müde kann ich die wunderschöne Fahrt durch das Donautal bis nach Immendingen genießen. Nach zwei Stunden Zugfahrt durchs Donautal erreichen wir die Donauversicherung bei Imending. Dort bin ich mit Anneemarie verabredet. Sie ist seit 8 Jahren sogenannter Denjub Guide und kann mir am besten erklären, was es mit diesem Phänomen auf sich hat. Also, warum versichert die Donau hier überhaupt? Die meisten stellen sich in der Donauversicherung so vor, da ist jetzt der Fluss und dann kommt ein riesen Loch und da geht alles Wasser rein und wegwe. Dem ist nicht so. Es sind viele große und auch kleinere Löcher ähm in denen das Wasser verschwindet und das bildet dann zusammen hier ein unterirdischer Fluss, die sogenannte schwarze Donau. Wir haben unterirdisch ein riesen Gefälle und nur deswegen, weil der Kalkstein brüchig ist, durch den Vulkanismus Klüfti und Spalten erstanden sind und das gefälle nach Süden. Deswegen kann die Donau hier unterirdisch ihren Weg zum schönen Bodensee finden und durch den Bodensee mit dem Rhein in die Nordsee fließen. Und wenn Hochwasser ist, dann fließt einiges in die Nordsee und einiges mehr in schwarze Meer. Und das ist weltweit einmalig. Wo man dieses einmalige Phänomen hauten anleben kann, will mir Anne Marie direkt am Wegesrand zeigen. Halt mal die Hand in eines von diesen Löchern und dann sagst mir, was du fühlst. Boah, es kommt kommt hier schon richtig kalt raus. Ja, natürlicher Kühlschrank, aber richtig auch Zugluft. Also ja, Kühlschrank ist ein gutes Stichwort. Das sind im Endeffekt Ponoren, so sagt der Geologe, zu diesen Löchern, wo Wasser drin verschwindet, ne? Das sind Überbleibsel von der Urdonau, die sie uns da gelassen hat. Und wenn heute Hochwasser wäre, aber das kommt nie mehr bis hierher, aber die ganzen Wiesen sind überschwemmt bei Hochwasser, dann würden die immer noch als Schluckloch dienen. Dieses kal, die kalte Luft, die kommt von der von der unterirdischen Donau hat sie Verbindung und ich meine, jede Höhle hat ungefähr 8° und wenn es nach hier richtig warm ist, d kommt’s kühl runter. Ein paar Meter weiter zeigt Anne Marie dann, woran man gut erkennen kann, wo das Donauwasser in den zahlreichen Ponoren versickert. Hier muss das Loch sein unter dem Baum. Da läuft das Wasser rein und das ganze Schwemmgut, was die Donau dabei hat, lagert sie immer vor diesen Löchern ab. An dem Schwemmgut sehe ich jetzt, dass hier ein Loch war. Prinzip wie bei der Dusche daheim, da da sammeln sich die Haare auch drin. Genau. Hauptthema der Reise ist ja eigentlich Nachhaltigkeit. Mhm. Wenn du Nachhaltigkeit in zwei Sätze erklären müsstest oder deine deine Sicht auf Nachhaltigkeit, was würdest du sagen? Ich würde sagen, Leute, haltet die Gewässer sauber, weil Wasser ist Leben. Wir überleben nur mit Wasser. Wir alle, Mensch, Tier, Pflanze, alles. Und wir gehen so unachtsam mit unseren Ressourcen um, wenn ich hier Raucher sehe, die ihre Kippen dann im Wasser entsorgen. Es tut mir fast körperlich weh, denn eine einzige Kippe versäucht 2 Kubikmeter an Wasser. Nikotin ist ein Nervengift und die Kleinschläbewesen, die ganz am Anfang unserer Nahrungskette stehen, die können nicht überleben. Und was frisst denn unser Fisch, den wir dann wieder gerne in die Pfanne legen? Ich sag einfach, geht doch einfach achtsam mit der Natur um. Hier sind mal wieder so richtig schöne Glockenblumen, wenn man die genau anschaut, wie hübsch und wie schön die sind. Und die meisten Leute laufen acht achtlos dran vorbei, weil sie diese botanischen Gärten im Kopf haben, wo alles richtig präsentiert wird. Dann sieht man halt die kleinen Schönheiten nicht mehr. Und die Natur ist nun mal nicht sortiert, die ist chaosartig verteilt. Aber wenn man sie genau anschaut, ist sie wunderschön und sie gibt einem so viel. Siehst du, hier endet endet die Dona im Moment. In der Literatur liest man immer an 150 Tagen im Jahr hat die Donau kein Wasser hier an unserer Stelle. Aber meiner Ansicht nach an mindestens 200 Tagen inzwischen und hier haben wir dann kein Wasser mehr und das Wasser, was hier verschwindet, das kannst du dann 12 km Luftlinie von hier im Achtopf wieder hochkommen. Das was man vorhin gesehen habe. Da drückt es dann wieder aus dem Gestein nach oben. Das was hier versichert, das kommt wieder hoch an der Achquelle. Die Achquelle ist übrigens die größte Quelle Deutschlands. Keine schüttet mehr wie die Achquelle. Zur Donauversicherung kehrt unbedingt die Achquelle. Man muss beides gesehen haben, um das zu verinnerlichen. Also dann fahren wir auch noch vorbei. Unbedingt. Geht hin. Gesagt, getan. Mit dem Rad geht es die ungefähr 18 km lange Strecke weiter Richtung Bodensee. Nach knapp einer Stunde sind wir bereits an der Achquelle angekommen. Hier sieht man es echt wunderschön, wie es Wasser hochkmt. Gerade eben paar Kilometer weiter hinter haben wir gesehen, wie es abhaut. Und hier kommt jetzt wieder hoch. Man sieht überall die kleine Strudel. Es blubbert das Wasser ist auch ganz klar. Also, man kann wirklich fast bis runter gucken. Man sieht die Fische, die Schwäne schwimmen rum. Man merkt richtig, wie hier Leben drin ist. Also richtig tolles Naturphänomen, was man hier live erleben kann. Das habe ich so jetzt auch noch nie irgendwas gesehen. Jetzt haben wir noch 19 km auf der Uhr und folgende Ach ist am Bodensee. Die letzten 20 km wurden dann zum Glück nicht mehr ganz so hügelig. Nach 4 Tagen und insgesamt 250 km haben wir unser Ziel erreicht. Ludlingshafen. Damit steht meinem Sprung in den Bodensee jetzt nichts mehr im Weg. So, vier Etappen sind rum. Wir haben wirklich überall interessante Leute kennengelernt. Wir haben gesehen, wie wichtig Nachhaltigkeit den Menschen ist. Wir haben gesehen, dass man mit Leidenschaft wirklich viel erreichen kann, auch wenn es manchmal Rad ist. Und dasselbe gilt für unsere Etappen. War nicht immer leicht, aber es hat Spaß gemacht. Wir haben ganz viel gesehen, wir haben viel Natur erlebt und jetzt hier am Bodensee geht’s dem Ende zu und jetzt fühle ich mich ab.