Welche deutsche Radmarke verdient eigentlich am meisten Geld mit unserem geliebten Hobby? Welche Firma hat das beste Image – und kann man so eine Markenwahrnehmung eigentlich beeinflussen?
Im heutigen Video versuchen wir, diese Fragen für die bekanntesten deutschen (Renn-)Radmarken – also Canyon, Cube und Rose – zu beantworten. Dafür schauen wir uns die Firmenhistorie der Unternehmen an, versuchen herauszufinden, wie die Marken Geld verdienen und welcher Hersteller davon am meisten scheffelt.
Klingt ein bisschen trocken? Ist es nicht. Euer pseudointellektueller des Vertrauens hat natürlich auch ein paar Knaller-Gags ins Video eingebaut. Wirtschaft und Witz fangen schließlich mit demselben Buchstaben an.
📖 Kapitel 📖
0:00 Intro
0:46 Geschichte Rose
1:56 Geschichte Canyon
3:03 Geschichte Cube
3:59 Geschäftsmodell Rose
8:13 Geschäftsmodell Canyon
12:32 Geschäftsmodell Cube
15:45 Markenimage Intro
16:37 Markenimage Rose
18:02 Markenimage Canyon
20:29 Markenimage Cube
22:02 Intro Markenumfrage
22:29 Markenumfrage Rose
24:36 Markenumfrage Canyon
26:11 Markenumfrage Cube
27:40 Outro
Vielen Dank an unsere Kanalpartner:
💃 Spare 10% auf @ryzon-apparel Bekleidung 💃
Unseren Affiliate Code findet ihr über den Link
Richie's & Tobi's Favoriten
🎥 @insta360 🎥
https://www.insta360.com/sal/x5?utm_term=INR1SAA
Unser Affiliate-Code: INR1SAA
⛑️🔒 @ABUSgroup ⛑️🔒
Unsere Helme und Fahrradschlösser
https://bit.ly/RTFxAbus
🎺 Musik – Lizenziert bei Epidemic Sound 🎺
❤️ Lasst ein Abo da ❤️
Cube, Canyon und Rose. Wer in Europa mittlerweile aber auch weltweit nach einem neuen Fahrrad sucht, kommt an diesen drei deutschen Herstellern nicht vorbei. Drei deutsche Marken mit drei unterschiedlichen Geschäftsansätzen, die gemeinsam jedes Jahr weit mehr als 2 Milliarden Euro umsetzen. In diesem Video möchte ich gemeinsam mit euch in die Filmengeschichte der Unternehmen eintauchen und mir anschauen, was deren Geschäftsmodelle eigentlich ausmacht und wie viel Geld sie verdienen. Außerdem will ich wissen, warum Rosa eigentlich so viele Influencer sponsort, Canyon aktuell ziemlich in der Krise steckt und wie Cube es eigentlich schafft, am Ende doch immer ein bisschen günstiger zu sein als die Konkurrenz. Wir beginnen das Video mit einem kleinen historischen Abriss und starten mit dem einzigen echten Traditionsunternehmen. Rose gibt es nämlich bereits seit 1907. Da wurde es von Heinrich Rose in Bochold NRW gegründet. 1932 dann gab Heinrich Rose das Geschäft an seinen Sohn weiter, der im Sommer Fahrräder verkaufte und im Winter tatsächlich Nähmaschinen. So richtig los ging es mit der Firma aber erst 1982. Da erschien nämlich der erste Rosakatalog, in welchem Kunden deutschlandweit diverse Produkte rund um das Fahrrad erwerben konnten, ohne dafür in den Radladen gehen zu müssen. Direktvertrieb ohne Internet quasi damals eine echte Innovation. Das Internet ist für uns alle Neuland. Fahrräder, auf denen wirklich Rose drauf steht, gibt es erst seit 2011. Bis zu diesem Zeitpunkt vertrieb Rose Rennräder des kanadischen Herstellers Red Bull. Bis 2020 war Rosa außerdem dafür bekannt, auf Kundenwunsch individuell zusammengestellte Räder auszuliefern. Erst vor 5 Jahren nahm Rose dann die Serienproduktion auf und leitete damit eine ziemlich erfolgreiche neue Era der Filmengeschichte ein. Die Firma Canyon gibt es erst seit 2002, doch auch die Wurzeln des Koblenzerherstellers reichen weiter zurück. In den 1980er Jahren begleitete der Vater der beiden Canyonründer Roman und Frank Arnold seine Jungs auf diversen Radrennen. Immer mit dabei der blaue Anhänger mit der Aufschrift Radsport Arnold. Aus diesem heraus verkaufte der Vater diverse Fahrradteile an die Konkurrenten seiner Jungs. Als der Vater der Brüder 1985 starb, gründeten die beiden Jungs in Koplens einen Radladen mit dem Namen Radsport Arnold. Doch dabei blieb es nicht. Die Brüder wollten nicht nur Fahrräder verkaufen, sondern auch selber welche herstellen. 1996 präsentierten die Arnolds das erste Mountainbike mit dem heutigen Markennamen Canyon. In den Folgejahren verstand Kenyon schneller als alle anderen Rathersteller, dass das Aufkommen des Internets auch den Fahrradhandel für immer verändern würde. Bereits 3 Jahre nach der Jahrtausendwende setzte Canyon voll auf den Direktvertrieb via Internet und leitete damit den globalen Siegeszug der Marke ein, der bis vor wenigen Jahren unaufhaltsam schien. Etwa zurelben Zeit wie Kenyon entstand 1993 im Bayerischen Waldashof die größte deutsche Radmarke Cube. Markus Pner begann anfang der 90er Jahre mit einem Studienkollegen in einer Ecke der Stuhlfabrik seines Vaters modifizierte Räder eines bayerischen Mitbewerbers zu verkaufen. Was als Studienjob begann, wurde bereits 1992 zu einer ernsthaften Unternehmung. Pönner nahm damals mit einem Studienkollegen einen Kredit von 40.000 1000 Mark auf, um 160 Fahrradrahmen aus Asien zu kaufen. Diese vertrieb er zunächst unter dem Namen Slickrock, dann Move und 1993 wurde die heute bekannte Marke Cube ins Leben gerufen. Im Gegensatz zu Rose und Canyon setzte Pner von Anfang an auf die Stärken des Handels und das erweist sich für Cube bis heute als goldrichtige Entscheidung, denn wie wir gleich herausfinden sollen, ist Cube die größte deutsche Radmarke. Im nächsten Schritt möchte ich mir anschauen, wie lukrativ das Geschäft mit den Fahrradern eigentlich ist und wie erfolgreich unsere drei deutschen Vorzeigemarken damit sind. Beginnen wir mit der kleinsten Marke. Lange Zeit ist Rose ein durchaus erfolgreiches mittelständiges Unternehmen. In den 2010er Jahren erziählt man in Bochold Umsätze von um die 60 Millionen Euro. Das Unternehmen verkauft seit 2011 erstmals Fahrräder mit dem Markennamen Rose und verdient außerdem Geld über den Roseekatalog, der noch in Printform erhältlich ist, aber auch schon über das Internet einzusehen ist. Der Umsatz steigt auch in den Folgejahren. Allerdings wächst das Unternehmen nur langsam und deshalb möchte man vor allem im Bereich des Online die Lücke zu Konkurrenten wie Canyon schließen. Aufholen tut Rosa dann spätestens seit 2019. Und zwar so richtig. Der Familienkonzern, der bis heute übrigens keine externen Investoren ins Unternehmen gelassen hat, trifft zu Beginn des Fahrradbooms genau die richtigen Entscheidungen und möchte, dass Google für Fahrräder werden. Neben der erwachsenden Onlinepräsenz bringt Rosa außerdem zur richtigen Zeit das richtige Fahrrad auf den Markt. Das Rose Backroad. Graveln liegt 2019 voll im Trend und mit dem Backroad liefert Rosa ein Fahrrad, das in den nächsten Jahren maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beitragen soll. Und auf den ersten Blick ist die Gravel Szene vor allem eins ganz schön locker. 2019 macht Rose bereits 102 Millionen Euro Umsatz und im Folgejahr sollen es noch einmal 25% mehr werden und dann kommt die Pandemie. Sie rollen und rollen und rollen. Fahrräder sind beliebt wie nie, egal ob Alltagsrad, Mountainbike oder E-Bike. Die Radsportbranche boomt und überall explodieren die Umsätze. Alle Radhersteller wittern das ganz große Geschäft und versuchen sich angetrieben von externen Investoren die Lager voll zu machen. Nicht so die Firma Rose. In einem Interview mit dem Handelsblatt gibt Rose Geschäftsführer Thomas Heckrad Rose an, dass man vorsichtiger gewesen sei als alle anderen als der Markt nach oben schoss. Vor allem auch, weil Rose eben keine externen Investoren im Nacken saßen. Natürlich wuchs während der Pandemie auch der Umsatz bei Rose, aber eben gesund. Und während in der Fahrradbranche die Umsätze in den letzten Jahren um rund 10 % gefallen sind, erwartet man beim Traditionshersteller für das Geschäftsjahr 202526 einen Umsatz von ca. 230 Millionen Euro. Das ist übrigens eine Verdopplung innerhalb von 5 Jahren. Natürlich ist der intelligente Einkauf nicht der einzige Grund für Roses Erfolgsgeschichte. Einen weiteren sehe ich vor allem im Imagewechsel von Rose. Denn Rose hat’s geschafft von einem alten Traditionsunternehmen eine der Marken für die neue Generation an Coolkids zu werden, die Radfahen seit einigen Jahren für sich entdeckt hat. ist auch so eine so eine neodische Geschichte irgendwie. Ein Beispiel ist der Rlaunch des Rose XL. Seit 2022 gibt’s die Räder nämlich jetzt in knalligen Farben, die ein das ehemals eingestaubte Image relativ schnell vergessen lassen. Um ihre Räder der neuen Zielgruppe zu präsentieren, setzt Rose außerdem schon früh auf Influencer. Und anders als die Konkurrenz sieht man dabei vor allem auch in jungen Frauen eine immer wichtiger werdende Zielgruppe. Rose hat auf jeden Fall einiges richtig gemacht. Das Unternehmen wächst, ist modern und verkauft 2025 ca. 70.000 Fahrräder. Und auch die Digitalisierungsstrategie ist offensichtlich voll aufgegangen, denn 75% des Umsatzes werden online gemacht. Und damit sind wir auch schon beim letzten spannenden Abschnitt zu Rose angekommen. Denn was man häufig vergisst, ist, dass Rose neben dem Radverkauf auch noch einen richtigen Online Marktplatz hat. Als Überbleibsel des Rosekatalogs kann man bei Rose nämlich immer noch Zubehör von diversen Marken kaufen. Das mit dem Google für Fahrräder hat vielleicht nicht so ganz geklappt, aber dieser Online Marktplatz ist neben den mittlerweile 16 Rose Stores, die Roses Präsenz in den Innenstädten stärken sollen, ein echtes Asset für die Bauchholder. Zusammengefasst kann man sagen, bei Rose läuft’s. Wie ist den gerade so die Laune in Koplens bei Canyon? Gibt ein paar Leute, die einfach bisschen verbittert sind, die jetzt gerade nicht feiern waren. Schade für sie. Okay, also bevor wir zur aktuellen Lage kommen, die gerade wirklich nicht so gut ist, lasst uns mal ein bisschen früher anfangen. Wir haben gerade eben schon gelernt, von Beginn an setzt Kany auf den Direktvertrieb im Internet und ja, das Internet hat sich ganz gut entwickelt. Ich bin drin. Genauso wie die Umsätze der Kopflenzer. Bereits 2013 verdient das Unternehmen im Jahr mehr als 100 Millionen Euro und kann die Umsätze in den Folgejahren um jeweils 25% steigern. 2021 ist man so bei einem Jahresumsatz von über 400 Millionen Euro angekommen und beschäftigt 900 Mitarbeiter. Von Beginn an war Canyon durch seinen Verzicht auf den stationären Handel relativ günstig. Dafür muss man aber natürlich die Kunden auf anderem Wege auf seine Website locken, um die Menschen überhaupt auf die Marke aufmerksam zu machen. Und hier kommt Canyons zweiter großer Erfolgstreiber ins Spiel, der Profisport. Denn schon früh hatte Gründer Roman Arnold, der selber Rennfahrer, war erkannt, dass man mit dem Engagement im Profisport nicht nur die Markenbekanntheit steigern kann, sondern dass man die Expertise der Rennfahrer auch dazu nutzen kann, um bessere und neue Fahrräder zu entwickeln. Ab 2007 sponsort Canyon das Profiteam Unibet mit dem Canyon Ultimate und kann mit diesem Fahrrad 2009 gemeinsam mit Cadle Evans und Silands Lotto sogar Weltmeister werden. Mit der Veröffentlichung des Canyon AODs 2009 legte man dann endgültig das Image als billiger Direktversender ab. Das AD ist bis heute eins der schnellsten Räder in der Worldtour und insbesondere Matthieu Funderpool trägt bis heute maßgeblich dazu bei, dass Canyon vor allem auch als Performance Marke wahrgenommen wird. Ich würde sagen, eine einfach mal machen Koalition. Anders als bei Rose blieb Kenyon allerdings kein reines Familienunternehmen. Schon 2016 öffnete Roman Arnold das Unternehmen erstmals für Investoren. Um die Expansion nach Amerika zu finanzieren, gab es zum ersten Mal eine Minderheitsbeteiligung durch ein Private Equity Unternehmen aus San Francisco in Amerika drüber. Der Klatsche Nachbar Applaus. Doch damit nicht genug. 2020 veräußert Roman Arnold die Mehrheit seiner Anteile an die belgische Investment Holding GBL und 2021 dann tritt Roman Arnold sogar als CEO von Canyon zurück und man heuert den ehemaligen Nike Manager Niicholas Ross Wellis an. Unterdem wächst Canyon weiterhin kräftig und kann die Umsätze auf 800 Millionen Euro steigern und beschäftigt heute 1600 Mitarbeiter. Und trotzdem krieselt es jetzt bei Kenyon. Obwohl der Umsatz weiterhin bei ca. 800 Millionen Euro rangiert, schrieb das Unternehmen bereits 2023 14 Millionen Euro Verluste. 2024 waren es dann schon 38 Millionen Euro. Läuft nicht bei Canyon. So wenig, dass seit dem 1. September 2025 Roman Arnold, also der Gründer, zurück als CO an der Spitze des Unternehmens ist. Offiziell dankt man Nicolas de Ross Wellalla zwar, aber seine Fokussierung auf die neuen potenziellen Umsatzfelder, E-Bikes, Urban und Connectivity sind Teil des Problems und verdienen viel weniger Geld als gedacht. Umsatztreiber sind vor allem weiterhin die Gravel Bikes und Rennräder. Doch das ist nicht der alleinige Grund für Cany Krise. Schuld ist auch das, was Canyon mit als Marke ausmacht, das direkte Vertriebsmodell. Denn die Direktversender leiden bei geringerer Nachfrage stärker als Firmen mit Händlerstrukturen. Die Lagerkosten sind hoch und die überschüssigen Räder können nicht einfach über die Händler abverkauft werden. Daher werden Rabattaktionen fällig, die dann wiederum das Premium Image der Marken ankratzen. Außerdem kosten internationale Reklamationen, natürlich auch die Nationalen einfach sehr viel Geld. Vielleicht ist das mit ein Grund dafür, warum Kenyan jetzt doch plötzlich läden, wie z.B. Spiel in München eröffnet. Wir dürfen sehr gespannt sein, ob das unter Roman Arnold als neuer CEO weiter fortgeführt wird. Eine Marke, die beides kann, also Freizeiträder und Performance Bikes, schauen wir uns mit Cube als letztes an. Auch Cube fängt als Fahrradmarke mit Sportfokus an. Am Anfang stehen dabei vor allem Mountainbikes im Zentrum. Doch anders als Canyon und Rose beginnt man bei Cube bereits früh einen Fokus auch auf Citybikes oder z.B. Kinderfahrer zu setzen. Grund für die Allround Orientierung ist vor allem der Vertrieb über den Fachhandel. In einem Interview mit dem Branchenmagazin Velobis berichtet Markus Pürner, dass Fahrradhändler Anfang der 2000er Jahre aufhörten, verschiedene Marken in ihren Geschäften zu sammeln und stattdessen lieber ein Vollsortiment von einem Hersteller haben wollen. Mit diesem Orandsatz, der sich bei Cube durch ein riesiges Händlernetzwerk ausdrückt, sind die Bayern von Anfang an ziemlich erfolgreich. Schon im Geschäftsjahr 2016-2017 erwirtschaftet die bis heute inhaber geführte Pending Systems GmbH und Kokag, also Cube, bereits 400 Millionen Euro. Aber damit nicht genug. Durch die wachsende Fahrradbegeisterung in Deutschland, sowohl im Freizeit als auch im Sportbereich. und die Tatsache, dass Cube eben beide Bereiche abdeckt, kann die Pending Systems GmbH, die an der Spitze des Cube 5 Netzwerks steht, bereits 2020 über 1 Milliarde Euro umsetzen. 2022 23 sind es dann 1,63 Milliarden Euro. Jo, ich glaube, es wird klar, was den Jahresumsatz angeht, ist Cube mehr als doppelt so groß wie Rose und Canyon. Deutlich wird der Erfolg von Cube auch bei dieser Markenumfrage vom Vergleichsportal Check 24. In dieser schlägt Cube, Canyon und Rose bei der Wahl zur beliebtesten Fahrradmarke in Deutschland 2024 deutlich. Doch während die Konkurrenz aus Bochold und Kopens bei der Wahl zur beliebtesten E-Bike Marke dann gänzlich aus den Top 10 verschwunden sind, bleibt Cube unangefochtener Spitzenreiter. Besonders beliebt ist die Marke mit Sicherheit auch wegen ihrer günstigen Preise. Weil das Unternehmen in über 60 Ländern jährlich über eine Million Fahrräder verkaufen soll, können Sie natürlich bei den Produzenten in Asien enorme Stückzahlen abnehmen und diese günstigen Einkaufspreise dann an ihre Endkunden weitergeben. Doch das ist meiner Meinung nach nicht der einzige Grund. Auch das relativ schlanke Marketing des Unternehmens dürfte ordentlich Kosten sparen. Klar, seit 2015 sponsort man z.B. Spiel das World Team Oney und auch sonst gibt’s einige gesponserte Athleten, aber wenn man mal seinen Social Media Account aufmacht, sieht man schon, dass Cube deutlich weniger wirbt als die Konkurrenz. Auch hier profitieren sie natürlich von ihrem großen Händlernetz, dass die Marke immer wieder ins Bewusstsein der Kunden ruft mit ein Grund dafür, dass Pner dem Fachhandel weiter treu bleiben will und hinterfragt, ob einem Rad vom Versender wirklich immer günstiger sein wird als ein Exemplar vom Fachhändler. Er sagt, wir sind dabei, Strukturen zu schaffen mit unseren Partnern im Handel, die am Ende genauso wettbewerbsfähig sind wie ein Direktversand oder vielleicht sogar wettbewerbsfähiger. Dass Markus Pner mit dieser Aussage aus dem Jahr 2018 Gold richtig liegt, das haben wir gerade eben bei Kany gelernt. Bei meinen Recherchen zu diesem Video ist mir aufgefallen, dass der Erfolg unserer Vorzeigeunternehmen extrem eng an ihr jeweiliges Markenimage geknüpft ist und das Canyon, Rose und Cube natürlich alles daran setzen, das jeweilige Erfolgsimage auch ja beizubehalten. ob ihnen das gelingt, das wollte ich herausfinden und habe deswegen gemeinsam mit euch eine kleine Umfrage durchgeführt, in der ich das von den Firmen Angestrebte Image mit dem von euch Ratsportlern wahrgenommenen Image abgeglichen habe. An der Umfrage haben fast 8000 Rennrad bzw. Radsportler teilgenommen und ich würde sagen, da kann man in der Statistik auf jeden Fall von einer repräsentativen Stichprobe sprechen. So, bevor wir uns die genauer angucken, checken wir erstmal aus. Okay, welches Image wollen Rose, Canyon und Cube denn eigentlich haben? Rose hat in den letzten Jahren einen echten Image Wechsel vollzogen. Von der eingestaubten Traditionsmarke ist man zur coolen Lifestyle Marke geworden, die aber auch den Performance Aspekt nicht aus den Augen verlieren will. Von siniastischen Werbespots über eine sexy Website bis hin zu großen Sportinfluencern wie z.B. Julia Alina Schuler oder Helge Togo. Rose will offensichtlich cool sein. Weil man aber natürlich auch die normalen Kunden nicht verlieren will, versucht man sich als Performance Marke auch einen seriösen Anstrich zu geben und dafür bezahlt man seriöse Ex-profis wie z.B. Marcel Kittel. Noch ganz dehnbar und jung und agil voller Kraft. Gut. Oder eben Andre Greipel. Vor kurzem hat man außerdem bekannt gegeben als Ratsponsor beim niederländischen Pro Continental Team Unibet Rose Rockets einzusteigen. Das Team, das von YouTuber Bass Dieter geführt wird, vereint das Image der performanceierten Lifestyle Marke perfekt. In Sachenpreise bewegt man sich bei Rose im gehobenen, aber nicht im Luxuspreissegment. Das teuerste Rad bei Rose ist das XL 06. Für das kann man bis zu 7500 € ausgeben. Das günstigste Blend kostet 1300 €. Ich weiß, ist Schweine viel Geld, aber im gesamten Marktvergleich bewegt man sich damit in der gehobenen Mittelklasse und dieses Image will Rosa auch haben. Lange Zeit wäre der Abschnitt zu Canyons Marken Image ziemlich kurz gewesen. Während der ersten Regentschaft von CEO Roman Arnold stand das Unternehmen ganz klar für ein starkes Preisleistungsverhältnis und aufgrund des starken Engagements im Profisport war Canyon eine Performance Brand. Kanyon stand mit dem Markenclaim Pure Cycling. Langerzeit für Radfahren ohne Kompromisse und unnötiges Schnickschnack mit ein Grund dafür, warum Kenyan sich dem Thema E-Bikes z.B. lange Zeit verweigerte und erst 2018 ein erstes E-Mountainbike auf den Markt warf. Doch damit ist heute Schluss, denn Canyon, die wollen heute deutlich mehr sein als eine reine Sportmarke. Genau wie Rose hat man erkannt, dass nicht alle Rennradfahrer sich für Profisport interessieren und dass insbesondere junge Menschen sich auch sehr gut über Influencer für eine Marke begeistern lassen. Und deswegen sponsort man z.B. Kaip Pflaume oder GCN und auch wir haben schon für einige Videos mit Canyon zusammengearbeitet. Das passende Design für die Lifestyle Sparte hatte man aufgrund der relativ cleanen Optik der Canyon Fahrräder von Anfang an. Viel spannender als diesen relativ logischen Schritt, insbesondere junge Menschen auch über Influencer anzusprechen, finde ich die mit Nicolas de Ross Wellis seit 2021 eingeschlagene Internationalisierungsstrategie und eben den Schritt, sich auch stärker auf Bben, E-Bikes und Connectivity konzentrieren zu wollen. Das Ergebnis ist eine ziemlich breite Palette an Stadträdern mit und ohne E-Antrieb. Für Kenyon ein absoluter Wachstumsmarkt, den man sich natürlich sehr sehr gerne erschließen möchte, der aber nicht mehr so ganz mit diesem Pure Cycling Image von Roman Arnold zusammenpasst. Von diesem Claim, der ehemals der Markenclaim von Canyon war, findet man übrigens auf der Website gar nichts mehr. Ich bin sehr gespannt, ob Roman Arnold den zurückhaben möchte. Preislich bewegt sich Canyon genau wie Rose im mittleren gehobenen Preissegment. Das günstigste Rad kostet mit 999 € ein bisschen weniger als bei Rose. Für das teuerste Rad muss man mit 105000 € ein bisschen mehr auf den Tisch liegen. Dazwischen bietet Canyon eine riesige Palette an verschiedenen Rädern an, in der sich auch immer noch echte Preisleistungsbikes finden lassen. Allerdings muss man sagen, dass die Marke insgesamt auf jeden Fall teurer geworden ist. Ich weiß, diese Unterstellungen, zurückunterstellungen sind ein journalistischer Trick. Cube ist in jedem Fall die Firma, die am wenigsten Brmborium betreibt, um ihre Produkte zu bewerben. So ein bisschen wie Schraubenwirt, die einfach damit werben, dass ihre Produkte gut sind. Die Firma gibt sich bodenständig und überzeugt auch im Rennradsegment, vor allem mit ihren Preisen. Jetzt könnte man natürlich denken, das macht Cube, weil sie so unfassbar nett sind und wollen, dass sich alle Menschen ein Fahrrad leisten können. Aber auch hier steckt natürlich ein gezieltes Vorgehen dahinter, um sich auf dem Markt zu positionieren. Wenn viele Menschen ein Cube Fahrrad kaufen, weil Cubes günstiger sind, dann kann Cube wiederum neue Räder in höheren Mengen für weniger Geld kaufen. Dass Cube eben vor allem über dieses Preisleistungsimage überzeugen will, sieht man, wie eben bereits beschrieben, auch daran, dass Sie keine Influencer bezahlen, um Werbung für Ihre Produkte zu machen. Tatsächlich hatten wir mal ein Meeting mit Cube, indem sie uns genau das bestätigt haben, nämlich, dass sie grundsätzlich keine Influencer monetär unterstützen. Ein ziemlich einzigartiger Ansatz, der natürlich Geld spart und Cube offensichtlich sogar bewusst aus diesem Lifestyle Segment raushält. Wobei, wenn ich mir so die Farpalette für 2026 anschaue, dann glaube ich, dass Cube auch verstanden hat, dass sich im Lifestyle Segment ordentlich Geld verdienen lässt. Dass die Räder trotz ihrer relativ geringen Kosten ordentlich schnell fahren können, das will das Unternehmen trotzdem zeigen und gibt dafür auch ordentlich Geld aus. Cube sponsort, wie bereits eben angesprochen, verschiedene Profisportler und zeigt, dass schnell nicht immer teuer sein muss. Kommen wir zu den Ergebnissen meiner Umfrage. Noch mal vielen Dank, dass fast 8000 von euch die Zeit dafür gefunden haben. Die Umfrage war ziemlich einfach gestaltet. Also, es wurde gefragt, wie man denn das Image der jeweiligen Radmarken bewertet und dann gab es verschiedene Antwortmöglichkeiten, also Performance Marke, Qualitätsmarke, Preisleistungsmarke und so weiter und so fort. Beginnen wir wieder mit Rose, der ältesten Marke, die sich mittlerweile aber weniger als Traditionsmarke begreift, sondern eher auf einen Mix aus Lifestyle und Performance setzt. Wir sehen auf den ersten Blick, was den Lifestyle Faktor angeht. Geht das Marketing der Firma voll auf. 70% der Befragten geben an, dass Rose vor allem als Influencermarke wahrnehmen. Das klingt jetzt für viele vielleicht erstmal weniger gut, so nach der Motto scheiß Influencer Marke, aber man darf natürlich nicht vergessen, dass Influencer nicht ohne Grund bezahlt werden. Menschen, die nicht aus dem alten Radsport kommen, die sehen vielleicht so ein Video von der Paula Ensweiler und denken sich: “Cool, die fährt ein Rose, ich will auch ein Rose.” An dieser Stelle möchte ich auch einmal ganz kurz anmerken, dass die Umfrage natürlich mit meinen Instagram Followern durchgeführt worden ist. Das bedeutet, sie sind zum einen sehr rennradaffin und zum anderen sind sie eben auf Instagram. Ich denke, wenn ich eine Straßenumfrage durchgeführt hätte, dann wäre das Verhältnis zu der Influencermarke vielleicht nicht ganz so hoch ausgefallen. Aber trotzdem muss Rose meiner Meinung nach so ein bisschen aufpassen, nicht zu einseitig wahrgenommen zu werden, denn als Performance Marke und ich glaube, das will Rose schon so ein bisschen sein, sehen Sie nur 5% der Befragten. Wie gesagt, also Rose baut ja schon schnelle Räder. Ich glaube, da möchte man in Zukunft was machen und ich kann mir vorstellen, dass man deswegen auch diesen Schritt gegangen ist und jetzt eben das Team Unibet sponsorn möchte. Krass finde ich, dass Rose kaum noch als Traditionsmarke wahrgenommen wird. Klar, so richtig wird das auch nicht mehr kommuniziert, aber irgendwie scheint Ihnen ja schon wichtig zu sein, dass es seit 1907 gibt und vor allem, dass sie eben Familien geeführt sind. Das kann so einer Marke ja auch einen Qualitätssiegel verleihen, aber wenn man mal hinguckt, nur ein Fünftel der Befragten sehen Rose noch als Qualitätsmarke. Immerhin haben bei Rose aber viele Menschen das Gefühl, dass sie für ihr Geld auch was bekommen. 30% der Befragten nehmen Rose als Preisleistungsmarke war. Das klingt jetzt erstmal viel, aber die Konkurrenz schneidet deutlich besser ab. Wir erinnern uns, Canyons Aufstieg ist unmittelbar an das starke Engagement im Profisport geknüpft. Canyon sieht sich selbst als absolute Performance Marke und gleichzeitig versucht man mittlerweile aber natürlich auch die in großen Anführungszeichen Cool Kids von sich zu überzeugen und setzt auf Influencer. Sehr spannend finde ich, dass zumindest in meiner Umfrage dieses Image als Influencermarke das Image der Performance Marke überholt hat. Klar, das Image als Performance Marke ist immer noch stark ausgeprägt, aber ich glaube, für eine Marke wie Canyon ist dieses Ergebnis schon so ein bisschen alarmierend, auch wenn ich hier noch mal zu bedenken geben mag, dass die Umfrage auf der Straße sicherlich ein bisschen anders ausgefallen wäre. Und man kann auch das natürlich wieder positiv sehen, denn jetzt kann man an beide Zielgruppe Räder verkaufen. Ich kann mir aber trotzdem gut vorstellen, dass das mitittengrund dafür sein könnte, dass Roman Arnold zurück auf seinen Posten ist. Der dritthöchste Graf dann der dürfte Canyon wiederum freuen, denn 35% nehmen Canyon als Preisleistungsmarke wahr. Weniger glücklich wird man aber darüber sein, dass der Graf überteuerte Marke deutlich höher ist als bei den Mitbewerbern. Ist auch so ein bisschen paradox, weil einerseits Preisleistungsmarke, andererseits überteuerte Marke. Vielleicht befindet sich da aber gerade auch so ein bisschen was im Umbruch. Noch ein letzter Satz, guckt euch das mal an. Sehr interessant. Canyon, die ja die jüngste unserer drei Marken sind, ähm die werden am häufigsten als Traditionsmarke gevotet. Da sieht man, Kommunikation macht dann doch etwas aus. Addrose absoluter Spitzenreiter beim Thema Preisleistung ist Cube. Ihr seht den Grafen über 76% der Befragten sehen Cube als absolute Preisleistungsmarke. Damit geht der Plan von Cube relativ wenig Geld ins Marketing zu stopfen und dafür einfach die Preise für sich sprechen zu lassen voll auf. Das Preisleistung nicht von allen als etwas cooles angesehen wird, sieht man am zweithöchsten Grafen. 22% der Menschen finden, dass Cube eine uncoole Marke ist. Ich kann das grundsätzlich verstehen. Ich finde die Marke jetzt auch nicht wirklich cool, aber ich glaube, Cube juckt das so überhaupt nicht, denn für die Mehrheit der Menschen auch im Rennradsegment ist der Preis doch deutlich ausschlaggebender als der Coolness Faktor. Gleichzeitig finde ich es aber faszinierend zu sehen, dass der dritthöchste Balken bei Cube Billigmarke ist. Das ist vielleicht faktisch richtig, weil die Räder eben so günstig sind, aber der Begriff Billigmarke suggeriert ja schon eine geringere Qualität und man sieht, dass dieser Graf auch nicht wirklich ausgeprägt ist bei Cube. Das zeigt einfach, dass wir Menschen offensichtlich automatisch denken, nur weil etwas günstig ist, kann es nicht qualitativ hochwertig sein. Ich persönlich glaube, dass Cube Rennräder nicht weniger qualitativ sind als Räder von Rose oder Canyon, auch wenn das Top Cubeem Modell vielleicht nicht ganz so aerodynamisch ist wie das Canyon Aerod, wobei für drei Etappensiege bei der Tou France 2024 hat’s offensichtlich trotzdem gereicht. Und damit sind wir am Ende eines etwas anderen Videos auf diesem Kanal angekommen. Mir hat’s wirklich Spaß gemacht. Ich hoffe euch auch und ähm ja, ich wollte euch für dieses Video noch mal bitten, flutet mir mal die Kommentarspalte mit euren Meinungen, vor allem zum Markenimage, zu der Umfrage und ja auch zu den Ableitungen, die ich daraus gemacht habe, denn meine Weisheit, die ist jetzt nicht hier irgendwie in Stein gemeißelt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele von euch sehr viel konstruktives zu diesem Thema beizutragen haben. Wenn ihr Bock habt, dass wir uns weitere Firmen in der Radsportbranche mal ein bisschen genauer anschauen, dann schreibt mir das gerne in die Kommentare. Ich hätte Bock drauf und dann sehen wir uns bei den nächsten Videos wieder. Macht’s gut. Ciao, ciao, tsch.
30 Comments
Welche Firmen sollen wir uns als nächstes anschauen?
Also ich finde Cube deutlich hochwertiger als Canyon 🙂
Wir sind in der Familie mittlerweile bei 4x Cube. Kinder MTB, E-Bike, Gravelbike und Damenrad. Mit allen top zufrieden. Nur die Schutzbleche und meine Tasche von Acid sind nicht so geil. Die Räder aber umso besser❤
Schaue auch gerade nach einem Rennrad… auf Cube war ich noch gar nicht gekommen, echt sehr interessante Preise.
Allerdings steht Canyon im Vergleich auch nicht schlecht da. Das Endurace CF7 AXS, also Carbon und elektronische Schaltung, kostet zwar 200€ mehr als das vergleichbare Cube Attain, bringt aber dafür noch ein Powermeter mit und das ist fürs Geld doch wieder sehr attraktiv.
Sind die Influencer so teuer? Also so Paula Enzweiler…wird die damit reich oder kriegt nur das Rad billiger?
Okay, Canyon bei GCN auf Deutsch könnte schon was kosten…
Excellent video!
Cube profitiert SEHR stark davon, entsetzlich billige Rahmenteile zu verwenden. Und davon, dass sehr viel Kundschaft einfach absolut keine Ahnung von AfterSalesSupport hat. Internal Headset Cable routing ist da noch ein geringes Übel, leider. Kurzum: Bei Cube kaufst du ein Paket mit Anbauteilen die zufälligerweise in einen fürs erste nutzbaren Rahmen kommen. After/PostSalesSupport ist mangelhaft.
Die Kategorie "Influencer-Marke" verstehe ich ehrlicherweise nicht so ganz, sind das Räder nur für das online zur Schau stellen?
Ich kaufe (mittlerweile) das, wo ich das „Beste“ für mein Geld bekomme.
3000€ mehr zu bezahlen für ein Rad, das bei einer Geschwindigkeit, die ich kaum erreiche, 15Watt spart, macht keinen Sinn für mich im Hobby-Bereich.
Und selbst bei den drei genannten Marken schaue ich, wo ich „was“ für mein Geld bekomme.
Mal nebenbei: die 10,5k € bei Canyon stimmen so aber nicht…glaube die Farbe des Rades kostet bei Bedarf schon so viel Aufpreis wie bei einem PKW…dann gehts weiter über diverse Menüs, da bist auch schnell bei 14-15k € und fährst dann „nur“ ein Canyon 😉
Wo Stevens?
Für mich wirkt das Image dieser Marken eher poserhaft als cool.
Cube ist der Volkswagen unter den Fahrrädern… leistbar!
Rose war richtig klasse – ich habe hier wirklich viel bestellt.
Bis sie alles auf "Online" umgestellt haben.
Ich bin vielleicht etwas alt (60Jahre) , habe es aber immer sehr geschätzt, den Rose-Katalog zu durchflöhen, bei einem Kaffee,
Textmarker setzen, wiederfinden, ….
Geht irgendwie bestimmt auch alles online, ich mag es aber nicht mehr und bin raus!
Gruss
Das Rose ein Traditions- und Familiengeführtes Unternehmen ist wusste ich bis dato auch nicht. Das wird sichtlich sehr wenig kommuniziert
Absolutes Brett das Video. Hammer.
Mein Traum als RENTNER ( mit Radreiseerfahrungen in Kalifornien ! ) ist mal wieder ein klassisches, bezahlbares Mountainbike ( Leichtgewicht !!! ) zu besitzen, (KEIN Pedelec bitte ! ) mit dem ich sowohl gut auf Landstraßen reisen als auch auf WALDWEGEN fahren kann….ich will NICHT schnell fahren, sondern als alter Sack mit noch ganz guter Fitness gut "KLETTERN" können…..HABT IHR DA EMPFEHLUNGEN ???
Canyon hat mich irgendwie nie angesprochen. Cube haben wir einige MTB in der familie und alle sind zufrieden. Rose wollte ich immer mal kaufen, weil sie in der nähe waren und custom builds gemacht haben. Seit der Konfigurator verschwunden ist, ist auch mein Interesse weg.
Je nachdem, ob ich nochmal ein Jobrad bekomme oder barzahlen muss, wird es entweder ein Cube RR oder etwas richtig edles a la Pinarello X7 oder ähnlich.
Alle machen tolle Räder, es gibt quasi keine schlechten mehr. ABER, und das ist nur ein Bauchgefühl, null rational und subjektiv. Für mich kommen die Rennräder aus Italien. Ich habe ein Bianchi und Pinarello, beides echtes made in Italy. Ich steh auf so etwas.
Influencer per se als negativ zu sehen finde ich falsch solange sie eknwr Marke treu bleiben und nicht ständig wechseln. Thommy Gotschalk war auch Haribo Influencer, und Boris für AOL. Damals nannte man Sie Testemonials. Werbeformate ändern sich halt. Was ich bei Rose schade finde ist das man seit 6 Jahren nichts mehr individuell anpassen kann sondern auch nur noch aus dem Regal kaufen kann wie bei Canyon. Beim Xlite mal eben Lenker tauschen 400€ und der alte liegt neu Ebay weil ihn keiner will. Das ging früher besser. Darauf sollte man sich zurück besinnen.
Umsatz und Gewinn sind unterschiedliche Dinge. Man kann auch mit mehr Umsatz auch mehr Negativgewinn, also Verlust machen. BWL, 1. Semester, 1. Vorlesung
Ich bin zwar Radsportler aber gebe mich nicht viel mit Neuheiten und Marktentwicklung ab.
Habe mir letztes Jahr ein Cube Hyde Urban-Dingsbums als Alltagsrad gekauft, weil ich die Marke immernoch für etwas stylischer als den Rest ansehe… vor 10 Jahren waren sie das auf jeden Fall, verlieren das aber inzwischen. Wie dem auch sei: die Montagequalität war abscheulich! 😩 Der Hydraulikschlauch der Vorderbremse war viel zu lang und hat am Rahmen geschliffen, so das ich einen lackschaden nach EINEM Tag hatte. 😟 Dazu war das Hinterrad viel zu weich eingespeicht, musste mir selber Laufräder zentrieren beibringen um das Problem zu beheben. 🤷♀ Naja, jetzt kann ich immerhin Laufräder zentrieren…
Lange Rede, kurzer Sinn: vielleicht kommt von der schlechten Montagequalität das Billigmarken-Voting? 🤔
Ich vermag null die Qualität der drei Marken zu beurteilen, da ich nie solche Räder besaß. ABER: Alle drei haben für mich das Billigheimer Image das sich Leute kaufen, die halt kein Geld haben. Das liegt an zwei Dingen: Erstens, die Räder sieht man wirklich überall, und zweitens, weil es diese Räder im Internet online zu kaufen gibt wie wenn man sich Schuhe von Zalando holt. Beides finde ich uncool, was aber null mit der Qualität zu tun hat. Ein Rennrad verkauft sich in bestimmten Kreisen nun auch mal über das Image. Mamils, ich auch ich einer bin, kaufen keine Rose, Canyon und Cube Räder. Die wollen ein Cervelo, Bianchi und wenn das Geld richtig locker sitzt, dann lässt man sich ein Pinarello der Colnago bauen und lackieren. Ob das gut oder besser ist? Natürlich nicht.
Und als jemand, der gerne viel Geld für Rennräder ausgibt, man muss es trotzdem NUR in den Beinen haben, nicht im Geldbeutel. Deshalb bewundere ich alle, die superschnell den Berg rauf fahren, mich überholen und freue mich für sie, wurscht was für ein Rad sie fahren.
Ihr seid einfach ein cooler Kanal, ich wechsle immer mehr von GCN zu euch.
Red Bull aka Rose
Rose ist das Onlyfans der Influenca!
Hallo…
Ich habe ein Focus Paralane und bin sehr zufrieden.
Preis / Leistung stimmt auch.
Focus ist halt nicht so bekannt wie die drei top Marken.
Ich habe mir Anfang diesen Jahres ein Cube Gravel Bike geholt, was ausschließlich am Preis lag. Ich hätte mir gerne ein Canyon oder Rose geholt, da ich die Marken kannte und mit Qualität verbinde – obwohl ich komplett neu im Rad Business bin. Auf der Suche nach einem guten Deal bin ich aber einfach nicht an Cube (die ich bis dahin noch nicht mal kannte) vorbeigekommen und so, fahre ich seit Ende April stolz und voll zufrieden mit meinem Cube Nuroad Pro durch die Gegend. Und wie gesagt, der relativ günstige Preis macht mich umso zufriedener.
Danke für das interessante Video zu dme Thema 🙂
Hi ihr! Gutes Video! Mich würde mal mega ein Video zu den großen Rennrad Traditionsmarken speziell mit Blick auf Produktionsbedingungen interessieren. Also sprich: Was heißt ethisch und nachhaltig produzieren bei Rennräder? Produziert irgendwer eigentlich nicht in asiatischen Billig-Fabriken? Und so weiter und so fort… interessiert mich total!
Canyon Ultimate CFR Di2 ist mein Favorit 😍
Im Jahr 2024 habe ich beschlossen, mir ein neues Rennrad zuzulegen. Ich habe mir ein halbes Jahr zeit genommen, viel im Internet recherchiert, viele Läden aufgesucht, da ich in der Zeit viel in Deutschland unterwegs war und wenn die Möglichkeit gab, habe ich mir die Rennräder direkt vor Ort angeschaut, natürlich auch die Preisangebote miteinander verglichen. Zum Schluss bin bei CUBE gelandet, der aus meiner Sicht eine sehr gute Qualität zu einem fairen Preis anbietet. Ende November 2024 das Rad bestellt und Ende des Februar 2025 habe ich mein Rennrad erhalten.
Das Modell ist Agree 62 pro mit Ultegra di2 Carbon Rahmen, Carbon Felgen, Lenker und Sattelstutze ebenfalls Carbon für 3300 Euro. Es fährt sich super und in Mattschwarz ist das Rennrad ein richtiger Hingucker. Ich bin mit meiner Entscheidung für CUBE sehr zu frieden und kann CUBE weiter empfehlen. ich hätte bei Rose oder Canyon für so ein Rennrad mit den Komponenten mit Sicherheit 1000 Euro mehr bezahlt.
Sehr sympathisch, dass Cube auf diese ganzen Influencern verzichtet. Ein n Kaufgrund mehr. 👍💪🏼