Die UCI Gravel Weltmeisterschaft 2025 in Limburg: 180 Kilometer, über 600 Fahrer in meiner Altersklasse und ein großes Ziel – die Top 100.

In diesem Video nehme ich euch mit auf mein bisher längstes und härtestes Rennen. Nach monatelangem Training, einer knallharten Qualifikation und akribischer Materialvorbereitung stand ich im Nationaltrikot am Start. Doch bei einer WM läuft selten etwas nach Plan. Das ist Gravel-Racing am absoluten Limit. Schnallt euch an, es wird brutal!

Werde Mitglied des Kanals und sichere dir viele Vorteile und Bonus-Content:
https://gcn.eu/JoinGCNaufDeutsch

Du hast eine Frage?

Du hast eine Frage zum Video, oder dir brennt schon länger eine allgemeine Frage zum Thema Radsport auf der Seele? Dann kommentiere einfach unter dem Video mit dem #fraggcn . Wir werden uns dann in unserer monatlichen Serie “Frag GCN”, hier auf YouTube, so vielen Fragen wie möglich widmen.

Timestamps
00:00 – Intro: Das größte Rennen des Jahres
01:32 – Der Weg zur WM: Die Qualifikation
02:15 – Die Vorbereitung & Renntaktik
05:19 – Der Start: Das pure Chaos beginnt
07:27 – Die Strecke & Bedingungen im Detail
08:42 – Mein Bike-Setup für die WM
11:53 – Der härteste Moment des Rennens
13:26 – Der Moment, als ich fast aufgab
14:20 – Der Kampf zurück & die letzten Kilometer
15:30 – Im Ziel: Mein Fazit

Interessante Links

Werde Teil des offiziellen GCNxStrava-Clubs
🔗 https://gcn.eu/stravaclub .

Lust auf mehr Videos?

▶️ Memberships 👉 https://gcn.eu/JYTM
📹 Eines unserer Lieblingsvideos 👉 https://gcn.eu/Lieblingsvideos
📹 Eines unserer Highlights vom Außendreh 👉 https://gcn.eu/Highlights
📹 Unsere wöchentliche Show 👉 https://gcn.eu/GCNaufDeutschShow

Musik
🎵Lizenziert bei Epidemic Sound 🎵

#gcn #gcnaufdeutsch #rennrad #fahrrad #gravel #gravelwm #gravelracing

© Velo Collection (TDW) / Getty Images
© Sirotti / https://www.sirotti.it/

Wer wir sind
Willkommen bei GCN auf Deutsch – von den Köpfen hinter Global Cycling Network (GCN). Wir bringen jede Woche neue Radsportvideos auf Deutsch. Wir machen euch schneller und besser auf dem Rad! – egal ob Rennrad, Cross-Rad oder Gravel-bike. Unser Presenter Team aus Ex-Radprofis hilft gerne weiter! Jeden Dienstag bringen wir in der GCN auf Deutsch Show aktuelle News aus dem Radsport. Seid ein Teil von YouTubes größter und bester Radsport-Channel Gruppe, jetzt auch auf Deutsch!

GCN auf Deutsch ist ein Kanal von Play Sports Network Limited, einem Unternehmen, das im Handelsregister von England und Wales eingetragen ist.

Folgt uns!
📱 Facebook: https://gcn.eu/gcnaufdeutsch-facebook
📱 Instagram: https://gcn.eu/Instagram-GCNDeu
📱 Twitter: https://gcn.eu/gcnaufdeutsch-twitter
📱 TikTok: https://gcn.eu/gcnaufdeutsch-tiktok

Mehr von GCN
GMBN: https://gmbn.eu/YouTube
GMBN Tech: https://gmbn.tech/YouTube
EMBN: https://embn.me/YouTube
GCN: https://gcn.eu/YouTube
GCN Tech: https://gcntech.co/YouTube
GTN: https://gtn.io/YouTube
GCN en Español: https://gcn.eu/EspanolYouTube
GCN Italia: https://gcn.eu/ItaliaYouTube
GCN en Francais: https://gcn.eu/FrancaisYouTube
GCN Training: https://gcn.eu/TrainingYouTube
GCN Racing: https://gcn.eu/RacingYouTube

Danke an unsere Sponsoren:
Canyon: https://gcn.eu/canyon-de
CamelBak: https://gcn.eu/CamelbakDe
Continental: https://gcn.eu/continental
Hunt Wheels: https://gcn.eu/hunt
MyVelo: https://gcn.eu/myvelo
Old Man Mountain: https://gcn.eu/OldManMountain
Park Tool: https://gcn.eu/ParktoolDE
Selle Italia: https://gcn.eu/SelleItaliaDE
Sidi: https://gcn.eu/SidiShoes
Silca: https://gcn.eu/SilcaEUGCN
Van Rysel: https://gcn.eu/VanRyselDE
Wahoo: https://gcn.eu/wahoo-de
Zwift: https://gcn.eu/Zwift-de

Hier sind wir Gravel Weltmeisterschaften 2025 und ich bin dabei. 180 km quer durch Limburg. Es wird brutal. Das sportliche Highlight des Jahres, das längste Rennen, dass ich jemals gefahren bin im Gravel. Viel Training, eine richtig harte Qualifikation, alles, damit ich hier sein kann und fit am Start stehe. Ich gegen die besten 600 Gravel Fahrer der Welt. Heute nehme ich euch mit auf meine Reise zur Gravel WM und hoffentlich zu einem erfolgreichen Rennen im Nationaltrikot. Eine RadWM ist immer ein wahnsinniges Erlebnis. Allein hier am Start stehen zu dürfen ist schon eine Auszeichnung. Ich selbst durfte auf der Straße schon zahlreiche Weltmeisterschaften fahren. Die erste war 2014 in Ponferada in Spanien. Dazwischen war ich noch in Richmond, Innsbruck, Bergen, Herrogate, überall am Start. Alles Erinnerungen, die ich niemals vergessen werde. Im Gravel stand ich vor zwei Jahren bei der Elite noch am Start. Jetzt bin ich zurück in Limburg in der Altersklasse. Aber egal bei welcher WM, erstmal hierherzukommen ist schon ein erste Härtetest und zeichne natürlich jeden Sportler aus, der das schafft. Nun bin ich einer von über 600 Fahrern, die es geschafft haben. Ganz ehrlich, ich kann es mir noch nicht ganz vorstellen, wie so viele Fahrer auf den Feldwegen um die Positionen kämpfen werden, aber wir werden es sehen. Man misst sich auch nicht alle Tage mit dem besten Athleten der Sportart. Das bringt eine Menge Respekt mit sich gegenüber sich selbst, aber vor allem auch gegenüber der bevorstehenden Herausforderung. stellt sich natürlich noch die Frage, wie man überhaupt zu Gravel WM kommt. Man muss sich dafür qualifizieren bei einem Qualifikationsrennen und da unter die besten 25% seiner Altersklasse fahren. Wer hier öfters zuschaut, hat sicherlich mein Qualiennen gesehen in der Schweiz. Da habe ich mit Ach und Krach noch den letzten WM Platz bekommen zum Starten hier. Seitdem habe ich natürlich auch ordentlich trainiert. Bin noch ein Vorbereitungsrennen gefahren in Girona. Die Form ist, denke ich, okay, aber die große Frage bleibt, ob es reicht. gegen die 600 besten Gravelfahrer der Welt anzutreten. Die Vorbereitung ist alles vor allem bei einem 180 km langen Rennen. Normalerweise trainiere ich momentan 2 bis 3 Stunden maximal pro Trainingseinheit. Jetzt rechne ich mit um die 6 Stunden Rennzeit. Das ist schon noch mal eine andere Hausnummer. Dazu habe ich jetzt in den letzten Wochen einige Grundlageneinheiten draußen absolviert, aber auch ein paar intensive Sachen auf der Rolle und vor allem noch einen RAM Test gefahren. Das habe ich gemacht, um zu überprüfen, wie es um meine Form und Fitness steht und mit dem FTP-Test war ich eigentlich echt zufrieden. 348 Watt Schwelle hat mir Swift hier berechnet. Das Ganze nehme ich natürlich nur als Orientierungshilfe, wie es um meine Leistung steht und wie ich mir das Rennen einteilen muss, denn meine Taktik ist ja nicht allzu oft in den roten Bereich reinzufahren und da ist es auf jeden Fall ein guter Anhaltpunkt. Meine Taktik ist ganz klar. Ich will mir vor allem die Kräfte gut einteilen und nicht allzu oft in den roten Bereich reinzufahren, denn 6 Stunden, das muss man auch erstmal durchziehen können. Wovor ich aber am meisten Respekt habe, ist vor allem der Start, denn mit über 600 Fahrern auf die Feldwege zu fahren mit vielen Kurven, das wird absolutes Chaos und jeder will hier um die Position kämpfen. Da muss man auch mit dem einen oder anderen Sturz rechnen. Deshalb vor allem am Start eine gute Position finden und sich aus den Stürzen raushalten. Die Strecke an sich ist relativ lang, 180 km habe ich schon erwähnt. Der Gravel ist nicht allzu grob. Also technisch wird’s nicht. Dafür hat man sehr schnelle Kurven und vor allem in der großen Gruppe wird der Zionicaeffekt natürlich extrem. Also man muss viele Antritte setzen und das zieht natürlich über die Dauer die Körner. Deshalb probiere ich mir das Rennen gut einzuteilen, eine gute Gruppe zu finden und dann bis zum Ende durchzuziehen. Und dann darf man natürlich das Essen nicht vergessen. Die Taktik ist hier ganz klar. Essen, essen, essen. Ich probiere pro Stunde 100 g Kohlenhydrate zu mir zu nehmen. Ich glaube, so viel habe ich echt noch nie in dem Rennen gegessen. Vor drei Wochen bin ich noch das Gravel Rennen in Girona gefahren. Dort waren es nur 100 km. 284 Watt Normalized Power hatte ich da auf dem Tacho und das hat mir wirklich alles abverlangt. Jetzt ist die Strecke fast doppelt so lang. Also, es wird wirklich extrem lang und dementsprechend muss ich mir die Kräfte gut einteilen. Taktik ist auf jeden Fall klar. Mein Ziel ist es hier unter die Top 100 zu kommen. Mal schauen, ob ich das schaff. Ich glaube aber, ich bin bereit. Also Nummer 12 31, auf die müsst ihr heute aufpassen. Letzte Vorbereitung noch mal Nutellaabrot. Anderthalb Stunden bis zum Start. Ich muss mich auch gleich losmchen, damit ich noch eine gute Position im Startblock Startblock erreich. Jetzt bin ich auch eine Stunde vor Stadt da, aber ich stehe relativ weit hinten. Ich würde sagen, Position 500 von 620, also müssen wir das Feld heute von hinten aufräumen. Gravel Weltmeisterschaft 2025 über 600 Fahrer am Start in meiner Altersklasse, also alles am Limit. Ich stand ganz hinten, Platz 580, vor mir ein Mehr aus Fahern aus aller Welt. Ich wusste sofort, das wird wild. Ich habe gleich zu Beginn einen riesen Fehler begangen und deshalb war mein Rennen eigentlich vorbei, bevor es überhaupt losging. Startschuss und nichts geht. Erst nach fast einer Minute komme auch ich ins Rollen, dann Vollgas vom ersten Meter und nach 100 m liegt der erste Fahrer schon am Boden. Wo bin ich hier gelandet? Man muss sich vorstellen, 600 Leute fahren da los. Ähm, alles noch auf Asphalt. In den ersten Kurven hat schon gekracht. Allein bis ich hinten auf Position 550 losgefahren bin, waren die ersten schon eine Minute unterwegs, glaube ich. Jeder kämpft um Position, jeder Zentimeter zählt. Die erste Asphaltpassage, Vollgas und noch mehr Stürze. Nach 5 km der erste Gravel Abschnitt. 2 m breit. Alle wollen vorne rein und dann bricht das Chaos aus. Ich folge meinen Vordermann und plötzlich biegen alle rechts ab. Ab quer über den Acker. Wahnsinn, was ich hier mache. Schotterweg 2 m breit. 600 Leute kommen da an. Ich glaube, sowas habe ich meiner ganzen Rennkarriere noch nie gesehen. Leute sind rechts, links, durchs Feld und ja, irgendwie fährt man den anderen einfach hinterher. Die ersten 50 km reines Überleben. Ständig bremsen, wieder antreten, Position halten. Anstiege, Stau, abfahrten, kein Platz zum Überholen. 600 Fahrer auf einem schmalen Feldweg, nonstop Positionskampf, nonstop Vollgas. Erste halbe Stunde vorbei. Komplett komplettes Chaos. Viel zu weit hinten. Weiter Vollgas. Ab. Jetzt müssen wir hier dran bleiben. Das ist die vierte Edition der Gravel Weltmeisterschaft. Die ersten beiden waren in Italien, letztes Jahr in Belgien und nun sind wir in den Niederlanden. Die Limburg Region kennt ihr sicherlich, denn hier findet jährlich das Amstel Gold Race statt. Genau wie das Rennen gibt es hier viele kurze Anstiege, die wie der Großteil der Strecke auf Gravel sind. Mein Rennen beträgt 181 km, genau wie bei den Elite Männern. Von Anfang an gibt es eine 5,5 km lange Asphaltpassage inklusive des Ad Ste Anstiegs, der auch im Amsel Goldklassiker gefahren wird. Diese Passage soll das Feld etwas ausdünnen, bevor wir den ersten Gravel Abschnitt erreichen. Sobald wir auf dem Gravel sind, absolvieren wir insgesamt 3,5 Runden auf einer welligen 50 km Strecke mit Schotter, Asphalt, Sand und Dreck. Nach rund 160 km geht es Richtung Süden zum Ziel in Maastricht, wo wir den härtesten Anstieg des Tages den Bronzdalweg erklimmen. Obwohl er nur 1 km ist, hat er eine durchschnittliche Steigung von 7,2 %. Also machbar, aber knackig. Von dort sind es noch 14 km bis ins Ziel nach Maastricht. Hier ist es mein optimales Setup für die Gravel WM. Und hier erstmal ein großes Dankeschön an unsere Sponsoren, die uns möglich machen, solche Events zu fahren. Und wenn ihr wollt, dass wir in Zukunft mehrere Rennen und Events fahren, dann jetzt auf jeden Fall mal Kanal abonnieren, Daumen nach oben und kommentieren, ob das eine schöne Rennmaschine ist. Wie schon das ganze Jahr fahre ich natürlich auf dem Canyon Grail ausgestattet mit einer Shimano GR 2 x 11. Also, ich habe vorne Zweifachkettenblatt mit 4831 und hinten 1134 Kassette. Perfekte Übersetzung, um hier im Flachen richtig hinzudrücken, aber auch die kurzen steilen Anstiege ohne Probleme zu meistern. An den Laufrädern habe ich in der letzten Zeit auch ordentlich getüftelt. Da habe ich mich letztenendes für die Hand Eero Gravel Limitless Laufräder entschieden. 40 mm hoch, wir haben vorne und hinten eine Innenmallweite von 26 bzw. 27 mm und das ist natürlich perfekt mit dem Reifen. Auch hier habe ich noch mal ein Update gemacht zum letzten Rennen und zwar den Continental Terra Speed in 45 mm Reifenbreite. Auf der Felge kommt er auch ungefähr auf 45 46 mm. Passt also perfekt. Ich fahre 1,7 bzw. 1,8 bar hinten und der Reifen zeichnet sich aus, dass er so kleine Noppen hat. Wir haben hier einen ziemlich smoothen Gravel, also nicht allzu grob, aber vor allem schnelle Kurven und da braucht man natürlich auch ein bisschen Grip in den Kurven, aber genauso gut muss es auf der geraden rollen und ich glaube, da bin ich hiermit perfekt ausgestattet und für die Kette bzw. Also mein Antrieb habe ich mir was ganz besonderes überlegt. Dazu aber mal kurz in die Werkstatt. nicht, dass meine Konkurrenz hier mitbekommt, was ich gemacht habe. Und damit mein Antrieb auf den staubigen 180 km auch perfekt funktioniert, habe ich mich noch mal mit dem Silker Chef besprochen und er hat mir eine Geheimwaffe empfohlen, den Silka Speedchip noch hinzuzufügen in mein Heißwachs. Natürlich wird die Kette mit Heißwachs gebadet und der Speedschip soll noch mal 0,5% effizienter sein. Also, ich hole wirklich jedes Watt raus. Bei 400 Watt sind es schon 2 Watt Unterschied. Ganz so viel werde ich nicht treten, aber trotzdem Speedchip muss mit rein. Ich überlasse hier nichts dem Zufall. Ich hoffe also, dass ich mich nicht verwachst habe. Natürlich habe ich vorne am Cockpit noch mein Wahu Element 3 mit dem vor allem um mich navigieren zu können. Ich habe mir die Strecke zwar angeschaut, aber ist dann doch relativ lang, um jede Kurve sich zu merken. Hat mal alles im Blick auf der Map, aber allen voren auch um die Leistungen ein bisschen zu messen bzw. um zu schauen, dass ich nicht zu oft in roten Bereich reinfahre. Ansonsten habe ich noch die Insta Halterung dran, damit ich euch auch mit ins Rennen nehmen kann. Da kommt vorne noch die X5 dran und natürlich, ihr seht’s, ich habe nicht das normale GCN Kit an, sondern das Nationtrikot mit dem Adler auf der Brust. Gibt natürlich noch mal extra Motivation. CD Iagle 10 Schuhe MTB Gravel Schuhe, falls ich mal laufen muss. Ich glaube es morgen nicht, aber hier bin ich perfekt aufgehoben und ihr seht auch hier ein bisschen trübes Wetter, deshalb diesmal mit transparentem Glas, damit ich auch volle Durchsicht habe und wie immer der rote Helm, damit ihr mich gut im Rennen erkennen könnt. Jetzt aber zurück ins Rennen. Wenn ich das Rennen in drei Worten beschreiben müsste, dann würde ich sagen chaotisch, schnell und lang. Der härteste Moment des Rennens waren eigentlich die ersten dre Stunden, weil man 3 Stunden lang Vollgas gefahren ist. Meine Taktik war ja eigentlich nicht so oft den roten Bereich zu gehen. Das war aber unmöglich, weil man nach jeder Kurve antreten musste, wie es wäre da das Ziel. Dementsprechend muss ich die schnell verwerfen. 270 Watt im Schnitt, 320 Normalized Power. 3 Stunden bin ich voll am Limit. Ich sehe endlich die Spitze des Feldes, merke aber gleichzeitig, jetzt ist der Tank so langsam leer und dann noch die erste Verpflegung verpasst. Kein Getränke, keine Energie, ein Teufelskreislauf. Da habe ich einfach zu viel Kraft vergeudet, irgendwie Position gut zu machen und nach vorne zu fahren, die man vielleicht nicht gebraucht hätte, wenn man bereits weiter vorne gestartet wä. Es ist brutal. Beide sind fertig. Ich bin durch. 100 km. Jetzt kommt der Mann mit dem Hammer. Erstmal ein paar Gruppen sacken lassen, durchnaufen und dann das Ding dann nach Hause fahren. Nach 110 km teilt sich das Feld langsam. Ich musste reißen lassen. Mir ging es richtig schlecht. Also der Gedanken mal kurz kam schon mal kurz aus, ob ich aussteige oder nicht. Vor allem, wo ich dann nach 120 km oder so so halb im Hungerarst hing, habe ich mir gedacht, boah, was mache ich hier gerade eigentlich? Ah, gerade geht gar nichts mehr. Voll im Rückwärtsgang. Die letzte halbe Stunde richtig Bauchschmerzen gehabt, konnte nichts mehr essen. Er war jetzt so bisschen erholt. Jetzt hoffe ich mal, dass ich noch eine gute Gruppe find. War ein kurzer Gedanke, aber der war schnell wieder weg. Zum Glub konnte ich bei Alex noch neue Flaschen aufnehmen. Primere für mich. Ich habe noch nie mitten im Rennen angehalten, um mich zu verpflegen. Langsam konnte ich mich aber wieder fangen. Vorne das Rennen zu erreichen, war eh vorbei. Also fand ich eine gute Gruppe und versuchte etwas Energie zurückzugwinnen und plötzlich wird mir klar, das hier ist die Weltmeisterschaft. Ich muss den Moment genießen. Die letzten Kilometer mit vielen Fans am Streckenrand. Die Stimmung war wirklich Wahnsinn. Aber ein komisches Gefühl 180 km Rennen zu fahren und nie richtig ins Renngeschehen eingreifen. 180 ist einfach, das ist einfach zu lang. Dann noch mal eine schöne Gruppe gefunden und die letzten 30 km habe ich die Stimmung genossen an der Strecke. Noch ein bisschen die zweite Luft bekommen, noch ein Gel genommen und dann war es eigentlich ganz cool bisschen Ziel zu fahren. Einfach nur tot. Kurz vom Krampfansatz 3 km noch. Jetzt schön mit der Gruppe hier. nach Hause fahren. Das war’s. 180. Bin im Ziel. Tot, aber geschafft. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Die letzten 60 km war einfach nur noch überleben. Hat sich nicht so gut angefühlt, aber ich habe es ins Ziel gepackt. Das ist das Wichtigste. Hat noch Spaß gemacht. die letzten 10 km, aber zwischendurch war es wirklich nur noch leiden, leiden, leiden, leiden. Klar, das Ergebnis ist jetzt nebensächlich war, es war eine Weltmeisterschaft, ich war dabei, ich habe das Rennen gefinisht, war dann irgendwie auf Position 230 oder so von 600. Ich glaube, ist immer noch solide. Ähm, mit der Leistung an sich bin ich zufrieden. Also, wenn mich jetzt jemand fragt, was der wichtigste Tipp ist für das Rennen, einen Campingstuhl, ein gutes Frühstück und ein Kaffee am Start und einfach früh dort sein, 2 d Stunden davor. Ich komme müde, aber glücklich ins Ziel. Kein Sturz, alles durchgezogen. Grabel WM 2025, chaotisch, intensiv, aber trotzdem unvergesslich. Vielleicht ist das der neue Gravel High. Ich noch mal fahren würde. Okay, die Startposition würde ich anders machen, aber ansonsten vielleicht ein bisschen lockerer bleiben am Anfang, ob ich da jetzt 100 Positionen gut gemacht habe oder nicht. Am Ende war es natürlich ein bisschen entzerrter. Vielleicht hätte man da noch mehr Positionen einfacher gut machen können, aber ja, wenn man halt nicht dran bleibt und es reißt schon am Anfang, dann muss man auch erstmal die Rückstände wieder auffahren. Von dem von dem her war nicht viel zu machen. Ja, man muss vorne fahren bei so einem Rennen. happ to happ to

23 Comments

  1. Eigentlich hätte der Laurin als Kameramann mitfahren können und zwischendurch immer einen Sprint machen sollen, um Dich zwischendrin von vorne aufzunehmen – speziell den Zieleinlauf.
    Hatte der da keine Lust drauf?

    >>Die besten 600 …<<
    Das ja nicht so ganz. Es gibt ja welche, die lieber DM auf Sieg als WM auf Platz 20 fahren!

  2. Wie man als Veranstalter auf den Gedanken kommt "ja, diese Streckenführung eignet sich hervorragend für 600 Starter", wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben…

  3. Der Gewinner hatte einen Platten ziemlich am Anfang oder? Das macht seine Leistung nochmals besser. Respekt an alle die sich da erfolgreich durchgewühlt haben. Mit Erfolgreich meine ich in einem Stück finishen.

  4. Respekt für diese Leistung, die Platzierung ist doch vollkommen in Ordnung. Danke fürs Mitnehmen mit dem Video. Verpflegungspunkt verpasst ist natürlich ärgerlich bei solchen Events, bei denen man kontinuierlich Carbs nachschieben muss.

Leave A Reply