Chaos auf der Berliner #Elsenbrücke. Täglich stehen hier zwischen Treptow und Friedrichshain unzählige Autofahrende im Stau, die vom neuen #A100-Autobahnabschnitt kommen. Um den Verkehr zu entlasten, will Verkehrssenatorin Ute Bonde den Radstreifen Richtung Treptow streichen und den Radstreifen Richtung Friedrichshain zum Zwei-Richtungs-Weg machen. Neue Markierungen müssen her. Dafür wird erneut gesperrt. Das sorgt für Ärger, nicht nur bei Autofahrern. Radfahrende kritisieren das schlecht geplante Bauprojekt.

Dieses Video ist ein Bericht aus der rbb24 ABENDSCHAU #rbbabendschau
Die ganze Sendung läuft jeden Abend um 19:30 Uhr im rbb Fernsehen.
Nachschauen könnt ihr unter www.rbb-online.de/abendschau
__________________
Bericht: Julia Kubowicz
Kamera: Jürgen Jahn
Schnitt: Matthias Sareika

Voll und langsam. Katastrophal. Wirklich Katastrophe. Heute geht es noch, aber einige Tage, drei 
Stunden an der Brücke und da kommt nix weiter. Bis jetzt schlecht, muss besser werden. Das Verkehrschaos rund um die A100 ist 
längst Thema über die Stadtgrenzen hinaus. Sogar der US-Sender CNN fährt in einem ungewöhnlichen Cabrio-Video 
die Strecke ab und attestiert: die gute alte deutsche Effizienz: Fehlanzeige. Über 20.000 Likes hat der Clip auf Instagram. Verkehrssenatorin Ute Bonde will den 
Verkehr nun mit einer neuen Idee entlasten. Der Radstreifen in Richtung Friedrichshain 
soll zum Zwei-Richtungs-Weg werden, der bisherige Radstreifen 
Richtung Treptow wegfallen. Dadurch können in Zukunft Autos auf zwei Spuren 
nach Friedrichshain fahren statt nur auf einer. Durch die Verdoppelung der Fahrstreifen ist dann jedenfalls eine deutliche 
Verbesserung zu erwarten. Die Maßnahmen sollen in Abstimmung mit allen 
Beteiligten schnellstmöglich umgesetzt werden. Dafür müssten Fahrbahnen allerdings erst 
mal gesperrt werden für neue Markierungen. Nächste Woche soll der Zeitplan dafür stehen. Bei denjenigen, die mit dem Rad 
unterwegs sind und sich dann alle zusammen auf dieser Spur tummeln 
würden, kommt das heute nicht gut an. Gerade beim Lastenrad bist du 
dann aufgeschmissen, glaube ich. Ich beobachte das ja täglich. 
Es ist eine Katastrophe. Kann ich mir nicht vorstellen, 
dass das die Lösung bringt. Und für uns Fahrradfahrer ist 
das dann auch eine Einschränkung. So sieht das auch der ADFC. Schon jetzt haben wir auf einer 
Fußgängerbrücke hier, die für den Radverkehr freigegeben ist, massive Probleme, weil Radfahrende dahin ausweichen. Und mit dieser 
Verkehrsführung werden noch mehr dahin ausweichen. Das heißt, wir werden die Konflikte zwischen dem 
Rad- und dem Fußverkehr auf Ansage verschärfen. Spätestens die neue Elsenbrücke 
könnte die Probleme lösen. Doch die ist frühestens Ende 2028 fertig.

43 Comments

  1. Die sogenannte Verkehrssenatorin hat nicht etwa Verkehrswesen oder eine andere, angrenzende Wissenschaftliche Ausbildung absolviert, sondern ist, und jetzt haltet euch fest, Juristin. Wer hätte das gedacht, dass diese Person von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und wir sind die leidtragenden. Und dann wundern, dass alles den Bach runter geht. Überall sonst werden die bestmöglichen Kandidaten für einen Job eingestellt, warum ist das in der Politik nicht der Fall? Ernst gemeinte Frage.

  2. Verstehe das Problem nicht. Man kann auch schnell einen kleinen Auftrag an die Chinesen vergeben, damit die eine Behelfsbrücke bauen für Fahrradfahrer. Ich denke sie wäre in zwei Wochen fertig😅

  3. Die Ampelschaltungen in diesem Bereich müssten auch auf den Verkehr angepasst werden. Am besten wäre es wenn die Ampelschaltungen dynamisch reagieren auf den momentanen Verkehrsfluss. Dafür muss man aber Geld in die Hand nehmen.

  4. Der Autofahrer der wo meint er steht manchmal 3 Stunden an der Brücke und nix geht mehr. Das kann nicht möglich sein. "Man kann es ja auch dramatisieren" Wenn es in Wirklichkeit ist, dann kann den Autofahrenden Leuten nicht helfen. Wenn dann alle am Autobahn Ende fahren und dann im Stau stehen! Man kann ja eine oder zwei Ausfahrten vorher von der Autobahn runter. Das ist besser.

  5. Den 2 Radweg Spuren über die Brücke eine wegnehmen dass der Autoverkehr besser leuft ist nicht zulässig. Der schmale Radweg soll in zwei Richtungs Radweg werden.
    Der Radweg hat dann wohl gerade mal 1,50 Meter breite. Für jeden Fahrrad fahrenden 75 cm.
    Da kann man sich ein schwenker von 5 cm erlauben. Die Vehrkehrssenatorin soll besser am Bahnhof Bockwürste verkaufen. Wenn das auch so klappt ist die Frau am ersten Tag Abends pleite!

  6. Also ich glaub nicht das dadurch weniger Leute Rad fahren.

    Das ist eine volle Autospur da können doch auf einer Strecke von 185 m mal die Radfahrer hintereinander fahren.

    Die Spur ist 3,50 m breit und eine Radweg hat in Deutschland eine Mindestbreite von 1,60 m.

    Das hätte man meines Erachtens nach schon vor der Eröffnung der A100 machen können. Tricky ist nur wie man die Radfahrer auf die andere Spur bekommt.

    Wenn jetzt jeder Radfahrer 2-3 min länger braucht ist das im Verhältnis auch ok find ich.

    Es geht ja nicht darum dass die Leute mit dem Auto besser 5 min zu Arbeit pendeln. Wichtig ist, dass Leute die jeden Tag in der Stadt radfahren mal alle paar Wochen schnell aus der Stadt raus und wieder rein kommen können.

  7. Warum fragst man nicht den Autofahrer, warum sie nicht mit ÖPNV kommen? Warum sollen alle in der Stadt leiden, damites Pendel aus pampe bequem geht?
    Einfach Maut für A100 einführen

  8. Ich fahre jeden Tag da zweimal lang. Manchmal mit dem Rad, manchmal mit dem Auto. (geht manchmal nicht anders mit Kiddies im Gepäck). Mit Rad geht es inzwischen schneller, weil der Auto-Stau so unerträglich geworden ist. Das größte Problem meiner Meinung nach sind die vielen vielen Baustellen auf den Straßen rings um die Elsenbrücke, die verhindern, dass der Verkehr abfließen kann. Markgrafendamm, Persiusstr. Hauptstr. An der Mole, Elsenstr. usw. Ständig tauchen neue Baustellen auf, die auch wieder einspurige Nadelöhre sind oder Straßenführungen komplett sperren. Man hat den Eindruck, da findet Null Abstimmung zwischen den (grünen) Bezirksverantwortlichen und dem Senat statt. Wo ist die ganzheitliche Planung über die Elsenbrücke und die A100 hinaus? Fehlanzeige.

  9. Einfach für Fahrradfahrer komplett sperren. Ein Autobahnzubringer ist für Leute, die zur Arbeit müssen, nicht für solche, die ihre Hobbys ausleben wollen.

  10. NOCH NE SPUR! NOCH NE SPUR! NOCH NE SPUR! NOCH NE SPUR! NOCH NE SPUR! NOCH NE SPUR! NOCH NE SPUR! NOCH NE SPUR! NOCH NE SPUR! NOCH NE SPUR!

  11. Die Verteilung der Verkehrsflächen sollte sich logischerweise ideologiefrei danach richten, wie sie von welcher Vekehrsart genutzt werden. Eine Ausnahme ist für öffentliche Verkehrsmittel gerechtfertigt. Vor diesem Hintergrund ist die Maßnahme der Verkehrssenatorin zielführend, auch wenn sie nur einen weiteren Flicken der Berliner Verkehrspolitik darstellt.

  12. Der Stau und die erhöhten Kosten kommen doch nur durch die jahrelangen Proteste GEGEN die A100 und den Brückenausbau zusammen.

    Die ganzen 100ten Millionen extra und die Staus jetzt sollte man diesen Leuten in Rechnung stellen. Bei allen Großprojekten ist es das gleiche. Gegenprotest bringt gar nichts und verzögert das Unvermeidbare nur. Die Kosten tragen dann wir alle.

  13. Ich will jetzt hier mal einen Kommentar von anderer Seite geben und nicht direkt von mir geben, ob das gut oder schlecht ist. Ich bin gerade in den USA und fahre hier viel mit dem Fahrrad, und Fahrrad Infrastruktur existiert hier kaum. Das ist mittlerweile so lästig, dass ich mich nach 4 1/2 Monaten darauf freue, bald wieder in Deutschland zu sein. Egal welche Infrastruktur dort, macht es mit dem Fahrrad einfach 100 mal mehr Spaß.

    Allerdings zähle ich auch zu der Sorte, die sich nie unsicher fühlt und in jeder Situation klar kommt, egal wie diese Brücke in Berlin nun aussieht, fahre ich lieber dort, als in den USA, wo man auf riesigen Straßen und vielen Spuren zwischen großen Autos klar kommen muss. Dazu kommt, dass das Straßennetz hier stinkend öde ist. Alles nur als ein Gitter angeordnet, hier ist fahren echt einfach nur eine Notwendigkeit, in Deutschland kann man dabei noch viel mehr Freude haben

  14. Mal ganz EHRLICH! Wie ignorant und egoistisch muss man eigentlich als Radfahrender sein, um nicht einfach mal mehr Rücksicht an diesem Nadelöhr zu haben und den besseren Verkehrsfluss zu ermöglichen.
    Alternativ könnten Radfahrende auch einfach mal von Ihrem "HOHEM" Radfahrross absteigen und die knapp 100m im eingeengten Bereich, wo auch die Fußgänger laufen müssen, GEHEN.

  15. Wenn es in Folge auf dem Radweg eng/voll wird, dann müssen die Radfahrer halt auch mal langsam machen, Rücksicht aufeinander nehmen, ggf. kurz anhalten oder kurz absteigen und schieben.
    Es geht ja nur um ein ganz kurzes Stück Strecke, nur auf der Brücke.
    Da verliert man als Radfahrer vielleicht eine halbe oder eine Minute, das ist doch gar nichts.

    Ich bin selbst Auto- und Radfahrer und egal welches der beiden ich nutze, ich bin in dem Moment ein Verkehrsteilnehmer. Und als solcher muss ich auf jeden anderen Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen. Direkt und indirekt.
    Eine Brücke ist sehr oft ein Nadelöhr und alle Verkehrsteilnehmer müssen sich den begrenzten Raum hier so teilen, sodass jeder mit möglichst wenig Verzögerungen diese Engstelle passieren kann.

Leave A Reply