Viele deutsche Innenstädte wirken wie Orte, die man lieber meidet. Woran liegt das? Fehlt es an politischem Willen, am Geld? Oder müssen wir selbst etwas für unsere Innenstädte tun?
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#Stadt #Wohnen #Deutschland
Ja, gucken wir noch mal hinter den Bauzaun hier. Oh, hübschsehen. Das ist also das berühmte Loch. Ja, das war jetzt mal das Herz der Stadt. Da stand ein dreigeschossiges rundes Kaufhaus. Dann wurde das Haus erst vorsaglich mal abgerissen und seitdem haben wir jetzt hier dieses Loch und im August haben wir zehn jähriges Jubiläum. 10 Jahre Loch. Ja, also wenn ich mich jetzt verabreden würde und sagen würde, wir treffen uns am Loch, dann weiß jeder, wo was gemeint ist. Und ich meine, man muss ja sagen, das hier ist nicht irgendein Ort, sondern es ist mitten in der Stadt. Das ist ja eigentlich immer noch das Herz der das Herz der Stadt. Mitten in der Stadt. [Musik] Wie finden Sie denn die Innenstadt von Ludwigshafen? Wie gefällt die Ihnen? Ich ken sie schon. War nicht drüber. Scheiße. Könnte man mehr auf jeden Fall machen draus. Also nicht so gut. Nee, warum nicht? Weil es ist halt so viel dreckig. Ich erlebe das gerade ziemlich häufig in Deutschlandsstädten. Da ist ziemlich viel Lehrstand statt Lebensgefühl. Irgendwie sieht’s überall gleich aus. Einigermaßen trist und sehr öde. Was ist bloß mit unseren Innenstädten los? Wo sind sie geblieben? Sind das Fehler der Politik oder fehlt es am Geld? Und jetzt kippen die Städte reiweise fahren in Breitaf und auf die Mauer, weil es nicht meckelt. Wie läuft es anderswo? Was können wir uns abschauen in anderen Ländern? Was machen die besser? Wir haben hier sehr wohlhabende Menschen und sie nutzen ihr Vermögen nicht nur, um noch reicher zu werden, sondern auch um die Stadt lebenswerter zu machen. [Musik] Oder liegt es am Ende an uns selbst? Wir wollen ja selber für unsere Kinder und für uns eine schöne Stadt haben einfach. [Musik] Ludwigshafen am Rhein. Eine von 83 deutschen Großstädten, eine mit jeder Menge Problem. Die Industriestadt mit 175 000 Einwohnern hat schon bessere Zeiten gesehen und wird einen speziellen Titel nicht mehr los. Ludwigshafen, die hässlichste Stadt Deutschlands. [Musik] Helmut van der Buchholz ist selbst Architekt und macht aus der Not eine Tugend. Seine Ugly City Tours zeigen interessierten Einwohnern und Touristen die hässlichen Seiten seiner Heimat. [Musik] Ja, war mal alles voller Geschäfte. Vorbei. Also, hier war mal die Deutsche Bank drin. Aha. Und dann gab’s hier so eine Umlaufpassage noch, wo dann so ein Musikinstrumenten geschickt und so so kleine Sachen drin waren. Aber das ist was, was ich seitdem nicht mehr hält. Seitdem das meint, seit es die Reingalerie gibt, ein Shoppingcenter direkt am Rheinufer. Seitdem, so sagen sie hier, leidet die restliche Innenstadt noch mehr. [Musik] Einlad ist hier wirklich wenig. Selbst Orte, die Spaß machen sollten, trauern vor sich hin, schaukeln im Beton. Na ja, es ist wird wahrscheinlich als Spielplatz verkauft, weil für manche Neubauten gibt’s dann eben Auflagen, dass irgendwo Kinderspielplätze entstehen müssen und dann wird das hier als 20 m² Spielplatz dann eben durchgehen. Muss man das eigentlich so machen? Ich meine, ich verstehe, dass das eine Baustelle ist und ich verstehe auch, dass es lange dauert mit der Baustelle, aber muss sie so unfassbar hässlich abgesperrt werden? Das ist halt schon eine Frage, finde ich. Vielleicht dient es der Sicherheit, vielleicht ist es aber auch einfach nur so eine Vermüllung. Es werden nicht die letzten sein, die wir in dieser Stadt sehen. Selbst wo nicht mehr gebaut wird, bleiben die rotweißen Absperrungen einfach stehen wie Wahrzeichen dieser Stadt. Gingerzone. [Musik] So, das richtige Shoppingerlebnis ist es nicht mehr. Hier steht auch sehr viel leer. Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen viele deutsche Städte in Trümmern. In Ludwigshafen waren danach etwa 80% der Innenstadt vernichtet. Genauso sah es in Kemnitz, Rostock oder Kiel aus. In Kassel, Köln und Forzheim zerstörten die Luftangriffe praktisch die gesamte Innenstadt. Nur wenige Großstädte wie Oldenburg, Regensburg oder Erfurt blieben weitgehend verschont und sind heute für ihre historischen Altstädte bekannt. Beim Wiederaufbau ging es dann nicht darum, schön zu bauen, sondern schnell und zweckmäßig. ist die Stadt der Autofahrer. Das sagen sie ja alle, auch die, die gar kein Auto haben. Untenstraße, oben Straße, hier noch mal Straße. Also, wer Straßen liebt, wer Autobahnen liebt, der ist hier richtig. Marode Hochstraßen, bröckelnder Beton, Baumängel. Aktuell ist die City von Ludwigshafen eine einzige Baustelle. Nicht mal ein richtiges Rathaus gibt es noch. Das bisherige wird gerade abgerissen mit samt dem Einkaufszentrum darunter. Halloen Sie wasen. Hallo. Vielen Dank. Hallo. Wollen wir gleich reingen? Tut mir leid. Kein Problem. Hallo. Das ist der first D. Der first geht’s gut hier, oder? Ja doch. Ja, wir haben normalerweise jetzt reißen sie hier wirklich richtig in großem Stil auch ab. Das heißt, es wurden in der Vergangenheit auch echt Fehler gemacht aus heutiger Sicht. Ludwigshafen ist eine Stadt, die ist für Autos gebaut. Da hat man den Autoverkehr, den Weg zur Industrie, zur Wirtschaft, die Reinquerungen im Blick gehabt, dass da alles funktioniert. Berufspendler, Wirtschaftspendelverkehre, da war sicher der Fehler, dass man ausgeblendet hat, dass Gleichklang zwischen den verschiedenen äh Verkehrsäh wegen erfolgen. Muss. Wir müssen Innenstadt neu denkt. Wir haben sehr viel Stein und Beton auch hier, aber alles mal Zeitgeist. Ich glaube, heute wird man sagen, das war eine Sünde. Damals fanden das alle ganz toll. Die Fußgängerzone war, als ich hier Kind war, ganz was Tolles. Mhm. Und jetzt und heute sagt jeder: “Oh Gott, da muss was geschehen. Da muss was geschehen. Das haben Sie sich auch hier gedacht. Wir sind ganz im Norden von Spanien. Sehr hügelige Stadt, aber immer wenn man denkt, jetzt geht’s wieder Berg auf, gibt’s eine Rolltreppe. Santander, 170.000 Einwohner, Hauptstadt der Region Kantabrien und Hauptstadt der Rolltreppen. Das hier hilft jetzt nicht so viel, denn die Rolltreppe ist gerade mal kaputt. Normalerweise aber geht es dank der rollenden Gehwege plötzlich ganz einfach. Runter in die Innenstadt und wieder hoch in die Wohnviertel. Könnt das den ganzen Tag machen. Das ist sehr großartig. Jeder vierte hier ist älter als 65. Santandere ist eine Stadt der Älteren. Auch die sollen ohne eigenes Auto zurechtkmen. Santander hat in den letzten 30 Jahren ein Zehntel seiner Bevölkerung verloren. Die Probleme aus Ludwigshafen kennen Sie auch hier. Das Image der Industrie und Werftenstadt. Alles andere als positiv. Aber das ändert sich gerade und Stadtplaner Antonio Bethania hat daran seinen Anteil. Wie ist denn die Qualität des Lebens aktuell in Santander? Ich glaube, sie ist hoch. Obwohl die Stadt sehr hügelig ist, kann man sich gut zu Fuß fort bewegen. Ein Auto braucht man dafür eigentlich nicht. Die Stadt hat erkannt, wie wichtig es ist, auch Ältere am Stadtleben zu beteiligen. Um ihnen den Alltag zu erleichtern, wurden in den letzten Jahren an vielen Stellen Rolltreppen installiert, die helfen, die teils steilen Anstiege zu überwinden. Wenn Sie sich jetzt diese Straße angucken, was würden Sie sagen ist gut und was funktioniert nicht hier? Die Straße ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Umgestaltung im städtischen Raum. Als ich klein war, war diese Straße eine normale Autostraße, zweispurig, mit Parkplätzen auf beiden Seiten und schmalen Gehwegen. Heute zeigt sich hier ein lebendiger Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität für seine Anwohner. Deshalb gibt es hier, trotz der Krise im Einzelhandel, eine lebendige Mischung aus lokalen Geschäften. Das ist das Zentrum. Viele kleine Geschäfte, Familien geführt oft seit Jahrzehnten, lauter Läden, die es so nur hier gibt. Hier ist das Rathaus, da ist die zentrale Markthalle. Bisschen wie im Mittelalter, aber so muss es sein. Kein Gourmetempel, sondern ein Ort für alle. Hier ist das noch Familieneinkauf statt Luxhopping. Unfassbar. Der Reichtum des Meeres in einer Halle. Es gibt hier so viel Fisch und Schalentiere und Krustentiere und Muscheln. Bei der Hälfte habe ich keine Ahnung, wie man das ist. Ah, das hier Perbes ist die lokale Spezialität hier. Es sieht ein bisschen aus wie Dinosaurierfüße und ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe keine keine Ahnung, wie man das isst. Ich versu noch mal. Oh, jetzt jetzt jetzt jetzt jetzt jetzt. Ich muss sagen, ich habe schon appetitlicher aussehende Sachen gegessen, aber schmeckt bisschen wie eine Mischung aus Hähnchen und Ozean. Die Lage am Meer hilft natürlich. Trotzdem ist Santander keine Schönheit. Das historische Herz ist bei einem Großbrand vor über 80 Jahren kaputt gegangen. Aber wo mal ein Parkplatz war und eine dreispurige Schnellstraße, haben Sie jetzt ein neues Wahrzeichen. Entworfen von Stararchitekt Renzo Piano, wie ein UFO schwebend über der Bucht. Ein Haus für die Kunst und doch viel mehr als ein Museum. [Musik] Das Thent Botin soll ein Geschenk sein an seine Stadt, sagt dessen Leiterin. Sie stammen ja aus Santander. Wie sehr hat sich denn ihre Stadt in den letzten Jahren verändert? Die Stadt hat sich sehr verändert. Besonders dieser Teil hier, das Stadtzentrum. Denn mit dem Bau des Zentrotin wurde nicht einfach nur ein Kunstzentrum errichtet. Es bedeutete eine komplette Wiederbelebung des Stadtzentrums. Das Zentrroutin verbindet das Meer und die Stadt. Gleichzeitig umgibt es den öffentlichen Raum drumherum mit Kunst und Kultur. Wir haben eine soziale Mission. Es geht darum, Kreativität zu fördern. die Art von Kreativität, die den Menschen hilft, ihre alltäglichen Probleme zu lösen. Und um diese Kreativität zu entwickeln, brauche ich Besucher, die regelmäßig wiederkommen. Die lokale Bevölkerung. Es geht ihn also nicht in erster Linie darum, möglichst viele von außerhalb anzuziehen, sondern vor allem um die Stadt, um die Menschen, die hier leben, oder? Ganz genau, das ist absolut richtig. Und wie schaffen Sie das? Z.B. indem wir alle Ausstellungen für Einheimische kostenlos machen. Es gibt eine spezielle Karte für Menschen, die in Kantrien geboren sind oder hier leben. Sie zahlen einmalig 4 € und bekommen diese Karte für ihr ganzes Leben. Damit können sie so oft kommen, wie Sie wollen. Junge Menschen kommen einfach her, um zu skaten, viele Leute kommen einfach wegen des Gebäudes. Man kann hier einfach rumlaufen, die Aussicht genießen. macht also ihr Leben ein Stück besser. Das Geld dafür kommt von der Familie, die dem Kulturzentrum seinen Namen gab. Die Botins gehören zu den reichsten Familien Spaniens. Ihre Banco Santander ist die größte Bank des Landes. Die Botins haben Santander einen Leuchtturm der besonderen Art geschenkt, aber das Flir dieser Stadt hat noch andere Gründe. Das gemäßigte Klima hier zieht jetzt immer mehr Menschen aus dem Süden Spaniens an, wo es ständig heißer wird und nicht nur von dort. Die Malerin Egenia Piak ist vor 3 Jahren aus Düsseldorf hierher gezogen zusammen mit ihrem Mann und zwei Kindern. Ist es Santa eine Stadt, in der man sehr schnell aufgenommen wird und sehr schnell willkommen geheißen wird? Äh ja, die Menschen, die hier leben, sagen, dass sie ziemlich kalt sind und geschlossen. Ähm, ich habe anderes, womit ich m vergleichen kann. Ich habe Deutschland. Ja. Und es ist viel viel einfacher hier ein Freund zu finden, der von hier von Santander ist. Wo woran liegt das? Warum ist es hier offener? Was glauben Sie? Das ist einfach, dass die Menschen hier glücklich sind und wenn Sie ja jemanden sehen, der wie ich aussieht, der dann fragen sie ähm ernst erstens fragen sie kaum, wo sie wo ich herkomme. Aber wenn sie mal gefragt haben, dann fragen sie: “Ja, bist du glücklich hier?” Das ist die zweite Frage, die Sie stellen. Aber das ist schön, oder? Wunderschöne Frage. In Deutschland war sie Kundenberaterin bei einem Finanzdienstleister, hatte viel Geld und wenig Zeit. Jetzt ist alles anders. [Musik] Du musst gro so machen. So ne. So. Genau. Ja. in dieser Gegend sind ja sehr sehr ähm ich finde es so viel wichtiger ähm hier zu leben für mich als ähm so ein guter sicherer Job mhm den ich in Deutschland hatte, dass ich das einfach ja, ich würde das jederzeit wieder aufgeben. Das heißt, die Lebensqualität ist sehr ja wichtig für jeden ja eigentlich, aber die ist hier sehr hoch, würden Sie sagen. Ja, die ist sehr hoch. Ähm, erstens, weil es so viele Sachen gibt, äh, die man kostenlos machen kann, also muss man nicht viel verdienen für. Mhm. Ähm, und zweitens äh hier findet äh das Leben auf der Straße statt äh und in den Cafes draußen an den Terrassen. Äh Kaffees sind so billig, dass man jeden Tag gehen kann und auch wenn du Hunger hast, gibt’s Tortier für weiß ich nicht, Tortier mit Kaffee für 4,50 € und da bist du satt. Satt. Ja, und glücklich. Genau. Also, ich finde nicht, dass ich irgendwie gerade arm bin, dadurch dass ich weiß ich nicht die Hälfte meines Einkommens verloren habe. Santander kann man noch bezahlen. Die Restaurants und Bars hier machen ihre Preise für die, die täglich kommen. Für die Bewohner der Stadt, nicht für Touristen. Und dann pünktlich mit Sonnenuntergang. sieht auf den Straßen in der Innenstadt plötzlich so aus. Und das ist das, was man von den Menschen hier in Sant die ganze Zeit hört. Die sagen uns Leute, das könnt ihr in Deutschland doch auch. Geht einfach raus auf die Straße und erobert euch eure Stadt zurück. [Musik] Die Stadt zurückerobern mit einem besonderen Projekt In Halbron investiert der reichste Deutsche. Der Gründer der Supermarkette Lidl gibt hier Hunderte Millionen aus für Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Projekte liegen allerdings außerhalb des Zentrums. Die Innenstadt profitiert nur langsam. [Musik] Gewisse Läden wären vielleicht auch nicht schlecht, würde man sich wünschen. Vielleicht ein paar mehr Freizeitaktivitäten. In der Stadt gibt’s wenig auch für junge Leute, also sehr viele Restaurants, paar schöne, aber auch viele Dönerlehen auch z.B. Das ist Halbronz Stadtzentrum. Ins Auge fallen die 1 € Läden, die Barbershops, Shishas, Nagelstudios. Dazu bietet allein die Innenstadt mehr als 20 Dönerleden. [Musik] Schöner Stadt, alles okay, alles gut, aber meine Meinung, guck mal, jede Ecke in Bershop und Dönnerlad, das geht nicht. We muss was anderes machen, andere B machen, beispiel Pischladen aufmachen. Im letzten Wahlkampf um den Gemeinderat kam sogar mal die Forderung auf Obergrenze für Dönerleden und Barbershops. Damit hat Halbron bundesweit Schlagzeilen gemacht. Zu viele finde ich tatsächlich nie so schlecht, weil er schmeckt echt wirklich überall anders in oder bei jedem Döner schmeckt anders. Welche Welche waren der beste, wo wir waren? persönlicher Favorit war Bamam oder Haus des Döners. Wenn man durch die Innenstadt läuft, da sieht man schon viele Dönerläden und das kann, also es ist ein bisschen ja nicht komisch, aber man will ja auch mal was anderes sehen als nur Dönerleden. Die einen lieben es, für die anderen ist das Zeichen einer unguten Entwicklung. Diskutiert wird das Thema überall in Deutschland. Reutlingen, selbes Bundesland, aber mit Torbogenromantik. Auch hier ist der Zustand der Innenstadt Streitthema und Oberbürgermeister Thomas Keck kann das verstehen. [Musik] Und hier beginnt hier beginnt eine Zone, die äh uns allen natürlich schon Sorge macht. Hier haben wir eine Massierung von Ladenlehrständen. Das ist eigentlich ein unser Hauptproblem. Der Einzelhandel ist nicht zuletzt durch den äh expandierenden Onlinehandel schwer unter Druck. Äh ich sage immer auch der letzte Pensionär, letzte Rentner hat in Corona gelernt äh online zu bestellen. Das kommt nicht zurück. [Musik] Hier ist ein großer Elektrohändler, der außerhalb der Stadt äh ähm sein Hauptgeschäft hat und der sagt, ich kann hier, ich verkaufe hier in der Innenstadt keine Waschmaschine und kein Kühlschrank. Äh das verkaufe ich draußen und wegen Glühbirnen und so Zeug äh das trägt sich hier nicht. Ja, das da war früher ein Juwelier drin, jetzt ist ein großes Nagelstudio drin. Wenn die Alternative zum Nagelstudio der Leerstand ist, dann nehme ich natürlich das Nagelstudio. Aber insgesamt müss man muss man natürlich aufpassen, dass so kein, ich sag’s neudeutsch downgradigen stattfindet, dass es so eine Abwärtsspirale äh ist, was die Qualität anbelangt. Viele Wohnungen über den Geschäften stehen leer, weil Eigentümer und Investoren, so sagt der Bürgermeister, nur auf die Ladenmieten ausseien. Die Hochschule haben sie in Reutlingen draußen auf die grüne Wiese gesetzt. Ihre Studenten fehlen der Innenstadt und jetzt hat auch das wichtigste Kaufhaus aufgegeben. Das ist Bräinger gewesen und Bräuner hat äh zum Ende des letzten Jahres in Reutlingen zugemacht. ähm war notused über die offizielle Begründung, die hieß die negative Aufenthaltsqualität der Reutinger Innenstadt habe das nicht anders mehr äh möglich gemacht. Wenn in der 1A Lage einer Stadt äh ein prominentes äh prominenter Einzelhändler, ein prominentes Begleitungshaus zumacht, dann ist es natürlich äh für die Stadtgesellschaft ein Schlag. Das war’s auch für uns. Negative Aufenthaltsqualität. Allein ist Reutlingen mit diesem Problem nicht. Im Gegenteil, in den letzten 10 Jahren hat sich der Umsatz im Onlinehandel mehr als verdoppelt, auf nun geschätzt 88,8 Milliarden Euro. Im selben Zeitraum hat Deutschland etwa 70.000 Läden verloren. Gut, 306000 Geschäfte im Einzelhandel sind noch übrig. [Musik] Und selbst wo neues entstehen soll, sind nicht alle mit dabei. Das ist natürlich jetzt besonders apart, dass das Scheißhaus vor dieser Tafel steht. Ich weiß nicht, welcher Idiot es dahingestellt hat. Schaut dir das mal an, Sabine. Kann man so doof sein? Kann man so blöd sein? Da fällt mir nichts mehr ein. Hey, direkt vors vors Schild über Sanier Jungsgebiet. zum Kotzen oder die Toilette ließe sich wegräumen, doch es gibt andere Hürden. Der Bürgermeister würde gerne den Marktplatz umbauen, schöneres Pflaster, mehr grün. Die Pläne liegen in der Schublade, aber es fehlt das Geld. [Musik] Es kommt hier eine jahrzehntelange Politik zeitigt hier folgen, nämlich das Bund und Länder ausgabenrächtige Aufgaben nach unten durchreichen an die Kommunen ohne adäquaten finanziellen Ausgleich. Und jetzt kippen die Städte reihweise, fahren in Breiterf, weil es nicht meckelt. Im Moment äh wie 90% der Städte und Gemeinden in Badenwürtenberg, wir können alle keinen ausgeglichen Haushalt vorlegen. Und Reutling ist hier in einer ganz besonderen Brudulie. Wir haben eigentlich eine Finanzkrise seit 2019 einen schweren Gewerbesteuereinbruch gehabt. Danach kam Corona, jetzt aber ist die Grenze erreicht. Vieles, was über Pflichtgaben hinausgeht, können sich Städte schlicht nicht mehr leisten. Denn anders als Bund und Länder haben sie nur wenig Spielraum bei den Steuern und dürfen nur in Ausnahmefällen Kredite aufnehmen. In den letzten Jahren hat sich die Gesamtverschuldung aller deutschen Kommunen auf mittlerweile 169 Milliarden Euro erhöht. [Musik] Das trifft besonders Industriestädte wie Ludwigshafen, wo die Gutverdiener im Umland leben und ihre Einkommensteuer dort zahlen, wo es häufig auf Wohl und Wehe eines Großbetriebs ankommt, an dem die Finanzen der ganzen Stadt hängen. Ludwigshafens Oberbürgermeisterin jedenfalls schlägt Alarm. Sie fordert Solidarität mit den Städten, die es schwer haben. Endlich sind viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt der Meinung, dass wir Hausaufgaben zu machen haben, die wir ja auch begonnen haben, aber dass wir bei Weiten nicht die hässlichste Stadt sind. Und das Urteil, was die hässigeste Stadt ist, mag ich mir gar nicht erlauben. Aber die schönste Stadt sind Sie jetzt auch nicht. Ja, aber dafür wird hier das Geld verdient, was in schönen Städten ausgegeben wird. sind die Industriestadt. Deutschland hat lange, lange von unseren Einnahmen hier gelebt. Ähm jetzt bräuchten wir was zurück. Leider kriegen wir nichts zurück. Das Geld fließt über die Einkommenssteuer in den Speckgürtel. Es sollte ein bisschen was da bleiben, weil wir liefern die Infrastruktur, dass Industrie und Wirtschaft hier arbeiten kann. Meine Ludwigshafen ging es ja mal gut, also es gab ja eine Zeit, da war war hier wirklich BSF und es funktionierte sehr gut. Wann ist es denn gekappt? Was ist denn da passiert? Es gab Entscheidungen in der letzten Zeit, die die BSF die nächsten Jahre, Jahrzehnte zu Investitionen zwingt, schnell CO2 neutral zu werden, die natürlich bei den Steuern runtergehen. Alle Investitionen werden ja abgezogen und da bleibt immer viel Steuer über und das bisschen was überbleibt, wird ja auch an viele verteilt. Äh, das heißt, wenn solche Gesetze beschlossen werden auf europäischer, auf Bundes, auf Landesebene, muss auch immer mitg gedacht werden, dass die Konsequenz hier vor Ort getragen wird. Verzweifeln Sie manchmal dann daran, dass das Geld fehlt? Wir hier sparen uns jetzt kaputt und deswegen habe ich für mich ja auch die Konsequenzen äh gezogen, aus der SPD auszutreten und äh auch nicht mehr anzutreten. Will ein Zeichen setzen für meine Stadt, aber für viele Städte in Deutschland, die am Rande dessen sind, was man noch einsparen kann und dann jetzt geht’s zu Lasten der Lebensqualität und dann sind wir zurecht irgendwann mal die hästeste Stadt Deutschlands. Muss sowas wirklich das Ende sein? Wir fahren dorthin, wo sie sich auskennen mit Ups und Downs. Da ist es. Omaha Nebraska, Werbespruch: The Good Life. Willkommen in Omaha. Eine Stadt von der viele vermutlich noch nie was gehört haben, die aber eine ganze Menge an Überraschungen wirgt. Die Stadt im mittleren Westen der USA hat das geschafft, von dem Ludwigshafen träumt. Omaha neu erfunden und ist jetzt Geheimtipp für alle, die Lebensqualität in Städten suchen. Wie geht sowas und was lässt sich davon abgucken? Vor 100 Jahren war hier das Tor zum wilden Westen der USA. Eisenbahnknotenpunkt, Zentrum der Fleischindustrie, Arbeitsplatz für zichtausende in den Schlachthöfen. Im Viertel um den alten Markt lässt sich die Zeit damals noch erahnen. [Musik] Mhm. Pufell. Das ist ja hier die Stadt, in der es mal mehr Kühl und Rinder gab als Einwohner. Vorbei. [Musik] Aber als die Eisenbahn unwichtig wurde und Kühllaster übernahmen, waren Omahas Schlachthöfe am Ende. Die Innenstadt leer und gefährlich. Bis Anfang der 80er Stadtplaner Marty Schockert kam mit einem Plan: Wohnungen in alten Lagerhallen, wo Menschen wohnen, öffnen auch wieder Geschäfte. Die Eigentümer des Viertels haben eine clevere Strategie entwickelt, um Geschäfte bei der Betriebsgründung zu unterstützen. Statt Miete zu verlangen, bekommen sie von den Geschäften lediglich einen kleinen Teil des Umsatzes. Wenn du keinen Umsatz machst, musst du auch keine Miete zahlen. Man braucht also einen, der nicht zu 100% auf Profit aus ist, so viel Geld machen will wie irgendmöglich, sondern der eine Vision hat, wie man etwas aufbauen kann, das Bestand hat oder z.B. Homers, das ist ein Plattenladen, der war eines der ersten Geschäfte hier. Ein Plattenladen. Homers gibt es seit über 50 Jahren und Geschäfte wie dieses haben Zukunft. gerade weil sie bieten, was das Shopping im Internet nicht kann. Der mit B Socken. Es riecht hier nach Nostalgik, nach alten Zeiten, sagt der Inhaber und das stimmt. Und das war nur der Anfang. Alte Industriegebiete wurden abgerissen. Ganz neue Stadtteile sind entstanden. Omahas Fläche ist über ein Drittel gewachsen. Das Sorgenkind von Einst jetzt auf der Liste von Amerikas Städten, in die man ziehen sollte und dort ganz oben. [Musik] Und wer bezahlt für all das? Nun, das ist eine interessante Frage. Das meiste davon wird privat finanziert. Wir haben also wirklich Glück. Manchmal bezeichne ich Omaha als eine wohlwollende Oligarchie. Wir haben sehr wohlhabende Menschen hier und anstatt Ihr Geld nur dazu zu nutzen, noch mehr Geld zu verdienen, das tun sie zwar auch, verwenden Sie Ihr Vermögen auch, um die Stadt toller zu machen. Was ist denn das? Geiles. [Musik] Quer durchs Stadtzentrum ziehen sich jetzt drei Parks, alle neu für 325 Millionen Dollar. Gerade mal 15% davon kam von der Stadt. Der Großteil ist privates Geld und das soll vor allem eins schaffen, Lust zu bleiben. [Musik] Hier oben führt eine Straße lang. Das ist hier im Grunde genommen eine schnöde Unterführung. Kann man hässlich machen. Kann man auch so machen. [Musik] Jeden Abend ist hier was los. Opernaufführungen, Zauberer, ein Flötenkonzert. Die Parkverwaltung misst genau, was bei den Besuchern ankommt. Kulturmanagerin Kelly Bellow lebt hier und liebt es. Sie kommt jedes Wochenende in den Park. Und wer aus Deutschland zu Besuch ist, entdeckt an jeder Ecke eine Überraschung, die zu Hause undenkbar wäre. [Musik] Lass uns ein Feuer machen. Feuer einem öffentlichen Park? Ja, das darf man hier in Omaha, das ist ein Vorteil. Oh mein Gott. Habt ihr sowas nicht in Deutschland? Nee, sowas haben wir nicht. Ja, fantastisch. Früher war es hier nicht so gut. Es war nur ein Hügel mit einem kleinen Teich in der Mitte. Viele wütende Gänse, kaum Menschen. Aber sie haben die Innenstadt komplett umgestaltet innerhalb von ein paar Jahren. Und für Sie ist es ein mehr an Lebensqualität, oder? Es ist ein riesiger Vorteil hier zu leben. Also wissen Sie, ich komme ursprünglich aus Kalifornien. Ich bin jetzt seit 14 Jahren in Omaha. Ich kann es kaum glauben, aber wir hatten einmal die Möglichkeit nach Kalifornien zurückzuziehen. Doch wir haben uns gesagt, diese Lebensqualität, die wir hier haben, werden wir dort sicher nicht wiederfinden. Es gibt hier bessere Bands, besseres Essen, mehr Aktivitäten und ich kann es mir leisten, ein eigenes Haus zu besitzen. Und ich habe einen richtig tollen Job. So einen Lebensstil würde ich in Kalifornien nicht haben. Und wem haben Sie das zu verdanken? Wenn man sich die Geschichte von Omaha anschaut, dann sieht man, dass die Stadt von Menschen aufgebaut wurde, die hier viel Geld verdient und es dann wieder in die Stadt investiert haben. Dieses Motto: Das Geld wurde in Omaha gemacht und es wird in Omaha bleiben. Das hat sich seit Generationen wiederholt. Es sind mit Heimatgefühl, Leute wie der Milliardär Warren Buffett, die ihre Geburtsstadt nicht vergessen haben. oder er hier. Jay Nodle hat mit Immobilien ein Vermögen gemacht und selbst Geld gespendet für den Park und für eine Brücke am mächtigen Missouri Fluss, die auf halber Strecke plötzlich endet. [Musik] Also das ist im Grunde einfach nur zum Spaß, oder? Weil es Spaß macht und weil es eine großartige Attraktion wird. Und wir gerne sagen, es ist einfach cool. [Musik] Klingt gut, aber natürlich, wir sind in den USA. Am Ende wollen sie auch Geld verdienen. [Musik] Also setzt ihr im Grunde auf Leute, die viel Geld haben, die viel Geld verdient haben und sich dann entscheiden, etwas davon zurückzugeben. Ist das das Geheimnis? Du hast setzt aufgesagt. Ich würde nicht sagen, dass wir auf sie setzen. Ich würde sagen, wir arbeiten wie verrückt daran, sie zu inspirieren, einen Ort zu schaffen, an dem zukünftige Generationen Freude haben werden. Weißt du, es gibt dieses alte Sprichwort. Ein steigender Wasserstand hebt alle Boote und wenn die Zivilgesellschaft es hinkriegt, ein Umfeld zu schaffen, das für junge Menschen und die Arbeitskräfte attraktiv ist und wenn dann die Immobilien und Bauwirtschaft hinzukommt und Wohnraum schafft, dann folgen auch die Arbeitgeber. Was schön ist, schafft auch Umsatz, sagt der Millionär. Lebensqualität und Rendite können Hand in Hand gehen. Omaha beweisen. Die Metropole der Präerie lebt den Aufbruch so sehr, dass es ansteckt. Und irgendwie wirken die Budgetsorgen deutscher Stadtkämmer hier plötzlich wie aus einer alten Welt. Schön. Das ist echt krass von hier oben das zu sehen. Alles alles, alles was wir hier sehen ist komplett neu und man muss natürlich auch sagen, es ist sehr sehr amerikanisch hier eine Gesellschaft, die mal eben alles abreißt und komplett neu baut und das innerhalb von 30 Jahren. Eine Stadt radikal umkrempeln, das gibt es auch in Deutschland. Mohenim, 45 000 Einwohner zwischen Düsseldorf und Köln, baut gerade ein Kulturzentrum für 5000 Menschen, die neue Reinpromenade und Europas größte Tornhalle. In Planung ein Jachthafen mit Kanalverbindung zum Reim. Das Geld kommt nicht von reichen Gönnern, sondern von der Stadt selbst. Und genau deshalb gibt es Widerstand. Vielen Dank, dass ihr heute auf den Rathausplatz zur Demo und zur anschließenden Kundgebung gekommen seid. Ich eröffne hiermit die Demo. Es dürfen keine Hunde mitgeführt werden. Wir wollen hier keine Marina. Wir wollen hier keine Marina. Wir wollen hier keine Marina. Moheim hat sich rausgeputzt, aber um welchen Preis? Hunderte Millionen an Investitionen in einer kleinen Stadt hat sich Moheim übernommen. Im Zentrum der Kritik Bürgermeister Daniel Zimmermann, der regiert seit 16 Jahren, zuletzt mit absoluter Mehrheit. Sein Ziel die verödete Innenstadt wieder mit Leben füllen. Das ist ein Einkaufszentrum, das aus den 80er Jahren stammt, das wir 2018 jetzt komplett gekauft haben und umgebaut haben mit zeitgemäßen Flächen für den Einzelhandel, für Gastronomie. Hier vorne hatten wir dann komplett eingeschossiges Fachmarktzcenter, das war von 2011. Ähm das haben wir auch gekauft, jetzt aufgestoppt mit einem Modehaus, mit einem Kino und vorne noch mit einem Hotel in den Obergeschossen ausgestattet. Wir haben jetzt Vollvermietung in den Innenstadtflächen, sowohl im Erdgeschoss als an den Obergeschossen und damit rentiert sich am Ende auch diese Immobilieninvestition. Also sie sagen quasi, die Stadt ist ein besserer Unternehmer als alle Unternehmer. In diesem Fall ja, weil wir wirklich auch ein ganzheitliches Interesse haben in den Einkaufszentren Eigentümer, der sieht nur sein eigenes Objekt. Natürlich versuchen die das so gut wie möglich zu regeln, aber als Stadt können wir eben auch Verantwortung für die gesamte Innenstadt übernehmen. Und wenn es wirtschaftlich in die Hose geht, da hängt die Stadt aber richtig in der Quelle, dann hätten wir ein Problem. Ja, Scheitern gehört hier nicht zum Plan. Um an Kredite für den Umbau der Innenstadt zu kommen, hat der Bürgermeister die Gewerbesteuer drastisch gesenkt. So haben hunderte Unternehmen ihren Sitz nach Moheim verlegt. Jedes für sich zahlt zwar weniger Steuern, insgesamt aber vergoldet das die Stadtkasse. Danke. [Musik] Vor der Senkung nahm die Stadt mit der Gewerbesteuer noch 16 Millionen Euro ein. 3 Jahre später waren es auf einmal 263 Millionen. [Musik] Das Geld fließt nicht nur in Großprojekte, auch die Busse sind hier kostenlos und die Kitas. Und weil die Einnahmen sprudelten, hatte der Bürgermeister irgendwann noch eine Idee. Manche sehen hier einen Kreisverkehr. Was sehen Sie? Ein Gar. Also sprich eine heiße Quelle, die auch ausbricht immer mal wieder. Jetzt könnte man sagen, sie hätten doch einfach nur ein Kreisverkehr bauen können. Warum haben sie ein Gazier gebaut? Kreisverkehr wäre langweilig gewesen ohne Gasier und tatsächlich ist das jetzt die letzten Jahre auch am Besucher Magnet geworden und immer mal wieder bricht der künstliche Geisier sogar aus. Eine 12 m Fontäne, die dann den Verkehr stoppt. Irgendwie absurd das Ganze und gleichzeitig eine Attraktion. Jetzt gibt’s Leute bei Ihnen in der Stadt, die sagen, okay, das mit den Schulen, das mit den Kitas, das finden wir gut, aber mit solchen Dingen, daran merkt man, der Bürgermeister ist komplett größenwahnsinnig geworden. Was sagen Sie dazu? Gut, damit identifiziere ich mich jetzt nicht so, ob das Gegenteil von Größenwein ist dann vielleicht Provinzialität. Nein, ich glaube, dass es sehr kleingeistig ist, weil das ja auch letztendlich dann eine Gesellschaft bedeutet, in der Kunst und Kultur gar nicht stattfinden dürfen oder wo die vielleicht als Zerstörendes oder was unnötzliches betrachtet werden. Und der Geisier ist längst nicht das einzige neue Kunstobjekt in der Stadt. Kunst ist ja erstmal ein menschliches Grundbedürfnis. Ähm und ich glaube, es gibt ganz viele Städte, die das überhaupt nicht äh befriedigen und irgendwo dann auch Städte vielleicht auch leer und auch austauschbar sind. Die Kunst macht die Innenstadt besonders und wenn einem die Kunst nicht gefällt, ja, dann gibt’s da drüben noch ein anderes Kunstwerk, das einem vielleicht gefällt oder da ein drittes. Da wird doch für jeden was dabei sein. Aber lässt sich das auch bezahlen? Bei der für Mohenheim so wichtigen Gewerbesteuer will die neue Bundesregierung einen Mindestsatz einführen, denn längst läuft ein Unterbietungswettbewerb. Andere Städte haben auch gesenkt. Mohnim hat mittlerweile die höchste Pro Kopfverschuldung Deutschlands. Die Stadt sieht die Notbremse und erhöht die Grundsteuer. Der Bürgermeister investiert so viel Geld in Kunst und wir haben jetzt Schulden ohne Ende in der Stadt. Dafür haben wir jetzt die dreifache Grundsteuer. Wir haben im Vorhin Jahr knapp 500 € bezahlt für ein Dreifilienhaus und jetzt haben wir 1600. Ja. Und das betrifft ja jeden Bürger in der Stadt. Jetzt haben wir allerdings auch ähm für diesen Film unfassbar hässliche Städte gesehen, die sich freuen würden, wenn sie so eine schöne Fußgängerzone hätten. Mhm. Ja. Und na ja, wollen Sie lieber in der wahnsinnig hässlichen Stadt? Na, na, sagen Sie mal, das ist doch nun jetzt wirklich kein Vergleich, ne? Da. Aber deswegen muss es ja nicht übertrieben werden. Okay. Ja, ich habe gerade eben auf der Demo gehört, dass wir die Schulden abbezahlen bis 70. Ja, da sind ja meine Urenkel noch zugange. Borner hat nie viel Geld gehabt. Den 20.000 Einwodern südlich von Leipzig bleibt nur eins, um ihre Stadt zu retten. Selbst anpacken. Seit vier Jahren hat Borna seine Kleinstadtladies. Genau, das ist der Bücherrausch, die kleine Schwester von Bücher Tauschrausch. Früher war die Stadt schläfrig und grau. Jetzt wartet an jeder Ecke eine Überraschung. Wenn die Kleinstadt Ladies ihre Aktionen starten. Wir kommen aus einer Situation, in der wirklich überhaupt gar kein Geld für Events hatten und da haben wir uns überlegt, was könnte man denn machen, wo man jetzt nicht wahnsinnig viel Geld reingeben muss, also dass es nicht maßgeblich um den Konsum geht, sondern wirklich um dieses Komm in die Innenstadt und erlebe hier was. Auch die Aktion zum Frühlingsfest heute ist ihre Idee. Die vier Ladies stecken viel eigene Zeit da rein, aber sie bekommen auch Förderung von Bund und Land. Das Programm heißt zukunftsfähige Innenstädte. Denn sonst leidet auch Borna unter viel Lehrerstand. Ja, könnte man auf jeden Fall ganz viel. Die Kleinstadt Ladies wollen Leute mit Geschäftsideen und Vermieter zusammenbringen und Lücken im Stadtbild füllen für neue Treffpunkte. [Musik] [Musik] Also, es war wirklich sehr eingeschlafen alles. Also, bis aufs Stadtfest gab es gar nichts und jetzt durch die ganzen kleinen Veranstaltungen, wie die Kleinstadtladies ins Leben rufen. Ja, also es kommt wieder Leben in die Stadt. Erstmal ich danke die kleinen Ladies, dass die wirklich viele machen. Die haben uns auch unterstützen wirklich. Äh, die haben uns auch paar äh paar Leute hier geschickt. Für das Netzwerk ist natürlich glatt, dass der eine mit den anderen zusammenarbeitet und nicht ins Gespräch bringt. Daavon leben wir glaube ich alle und die Mundpropaganda oder was wir so alles machen, das ist das beste Werbung, die man sich vorstellen kann, ne? ganz schnell gemerkt, dass uns das schon Spaß macht oder gefällt oder schon so eine Sache ist, die uns auch am Herzen liegt, also, weil wir ja selber auch inner leben und das auch erlebbar machen wollen. Also, wir wollen ja selber für unsere Kinder und für uns eine schöne Stadt haben einfach. [Musik] Hier kommt das Lebensgefühl fast schon automatisch. Freiburg, die Schöne im Breisgau, ein Postkartenid. Es gibt jetzt so ein Sprichwort, das heißt Freiburg macht langsam, langsam abhängig. Im äußersten Südwesten von Deutschland viel südliches Flir. Um ehrlich zu sein, das war damals der Hauptgrund, warum ich hier studiert habe. Oben habe ich mal gewohnt. Uni statt Industrie. Natürlich macht das vieles leichter und trotzdem fällt auf, hier ist kaum jemand zu finden, der meckert. Wohnen Sie hier in Freiburg? Und was finden Sie in Freiburg so toll? Alles ist der Flir und die schöne Geschäfte und die kleine Gäle und die Altstadt. Die Altstadt, die Altstadt und das Münster und der Markt alles ganz toll. Die kleinen Gästchen zum Einkaufen. Die Leute sind gut drauf, sympathisch. Ist immer was los. Was ist das Geheimnis der Stadt? Was würden Sie sagen? Das Besondere die lange rote. Lange R. Was macht die lange rote aus? 40% Rind, 60% Schwein. Ja. Und Gewürzt auch dazu? Ja. Heute ist ein kleines Wahrzeichen von Freiburg. Also in jedem Touristenführer steht die lange Route drin. Begeisterung mit jedem biss. Freiburg ist stolz selbst auf die alten Abwasserkanäle, die jetzt als Bächle einer Attraktion sind. Und darauf, dass kaum ein Auto stört in der Innenstadt. Freiburg fährt Fahrrad. Ist [Musik] in Freiburg eine gute Fahrradstadt? Eine gute? Ja, wir haben sehr viel Fahrräder und es ist aber natürlich noch Luftl oben. Wir gehen dann hier rechtsungen um. Anders als ich strampelt Andreas Dilger hier nicht zum Spaß. Er hat seine Reben vor den Toren der Stadt. Badischer Wein in Bioqualität geliefert mit dem Fahrrad. Hallo, ich habe für euch Nachschub. Super. Zwei Kisten vom Weißen war es, gell? Ja. Wie wichtig sind denn hier lokale Erzeuger in dieser Stadt für für die Stadt? Ja, also sie sind total wichtig, denke ich. Das hat ja zu tun mit Identifikation. Die Leute haben einfach auch Freude dran. Das ist ja wie bei mir. Ähm meine Kunden können ja an die Weinbergehen und da spazieren laufen und sehen, wie wir arbeiten. Und wenn sie das dann in der Gastronomie oder in dem Laden wiederfinden, dann stiftet das Identität und Vertrauen und regionale Verbundenheit. Das einzigartige zur Schaustellenische Zeitung, die Lokalzeitung, das ist Programm. Danke schön. Herzlich willkommen. Ich treffe einen, der hier jeden und alles kennt. Wo gehen wir lang? Joachim Röderer hat seit 24 Jahren als Lokalreporter nur ein Thema seine Stadt. Hab es gerade eben neue Untersuchung, dass in Freiburg 33% der Wegstrecken mit Fahrrad zurückgelegt werden. Das ist irgendwie Deutschlandrekord von den untersuchten Städten und nur 24% der Wegstrecken mit dem Auto. Das heißt eine eine Mehrheit fährt Fahrrad einfach hier. Fahrad BNV sieht man ja gut genutzt. haben wir auch schon früh anfangen, glaube ich, Anfang der 90er Jahre mit so einer Verbundkarte. Wir können mit einer mit einer mit einer Regiokarte, so heißt die Regio Umweltkarte hieß s am Anfang, äh kann man bis hoch in den Schwarzwald bis auf dem Feldberg fahren sozusagen, ne? Das ist schon geil. Das heißt, es ist eine Mischung aus günstiger Ausgangslage, sage ich jetzt mal, aber auch richtigen Weichenstellungen würden Sie sagen. Absolut, absolut. sehr Freiburg hat man sehr hat man sehr früh hat man sehr früh damit angefangen zu einer Zeit, als ÖBNV eigentlich gar nicht groß war überhaupt nirgends hier nicht und anderswo nicht und wir merken es ja jetzt auch hier ist gerade eine abgefahren, hier ist die nächste und wenn wir uns jetzt einmal kurz hier umdrehen, ist hier gleich schon wieder eine Straßenbahn. Also hier kreuzt es sich wirklich im wahrsten Sinne des Wortes. Und da kommt schon die nächste Straßenbahn übrigens. Ein kluger Mensch hat man gesagt, Freiburg ist das einzige Dorf mit Straßenbahn. Mit über 230.000 Einwohnern ist Freiburg längst kein Dorf mehr. Doch in den Gassen der Innenstadt sieht man kaum große Ketten, dafür lauter Inhaber geführte Geschäfte. Die Stadt lässt keine Shoppingcenter zu, um die kleinen Läden zu schützen. Wirich gut. Es riecht nach Eisenwaren. Sowas sucht man in den meisten deutschen Städten mittlerweile vergeblich. Der Laden ist schon 100 Jahre alt. Exakt. Wahnsinn. 1925 und jetzt, sie würden mir jetzt auch eine einzelne Schraube verkaufen. Ja, klar. Und wie kommt es, dass es so selten in Deutschland geworden ist, dass es so einen Laden noch gibt? Das ist so, dass natürlich aufgrund der Konkurrenz Baumärkte und natürlich auch auf dem, was so eine Innenstadt bietet an auch an Logistik, an überhaupt an Lagermöglichkeiten und so, das können Sie heute gar nicht mehr in so eine Innenstadt packen. Und jetzt ist es aber so, dass das Haus gehört der Stadt. Korrekt? Genau. Das heißt, ist es auch hilfreich, wenn Sie jetzt nicht einen Investor haben, der jeden Monat mehr Miete will? Die Stadt ist fair. Wir haben natürlich einen viel ruhigeren Vermieter, als wir, wenn wir es auf dem freien Markt hätten alle Wahrscheinlichkeiten. Mhm. Und nee, ist ist ein gutes und faires miteinander, ganz sicher. Mhm. Das heiß haben auch Glück einfach, oder? Ja, es ist eine Wertschätzung gegenüber uns, dass wir das betreiben. Freiburg, eine Insel der Glücklichen. Auch hier kommen viele Faktoren zusammen. Die Kaufkraft der Besucher aus der nahen Schweiz hilft aber auch ein Blick in die Geschichte, als die Freiburger einen großen Plan wahrmachten und haben solches Münster selber gebaut als Bürgerkirche. Haben jetzt keine Artigen gebaut, sondern schon eine Bürgerkirche und das ist schon so ein Punkt, ne, mit dem Turm. Ähm, das hat das zieht sich so ein bisschen durch so eine Bürgerstadt, ne, dass die Bürger wir packen selbst ein, schon im Mittelalter. Wir bauen unsere Kirche selbst. Genau. Die Geschicke in die eigene Hand nehmen, damals wie heute. Und nie vergessen, schon kleine Details zählen. Und dann gibt’s hier mitten in der Stadt ein paar Stühle. Es ist ganz einfach und macht doch einen riesen Unterschied. Einfach hier sitzen und die Stadt genießen. Genießen, wenn es etwas zu genießen gibt. Und wenn nicht, hilft nur noch eins. Weg damit. [Musik] Ich bin ready. Waren Sie denn hier auch mal einkaufen? Ähm, also als es noch ein Shoppingcenter war, meine ich, also ich kenn es noch ganz früher, wie es eröffnet wurde. Da war ich vielleicht so 15, 16 Jahre. Ja. Und da war es nlich ein Highlight. Sowas kannte man bei uns früher nicht. Ich komme vom Dorf und da war so ein riesig Einkaufsmall. Das war schon was ganz besonderes, ne? Und dann den Turm noch und jetzt reißen sie es ab. Jetzt reiß ich es ab. Ja. Das war früher P Klopenburg, das ganze der ganze Bereich hier. Das war Pick und Kloppenburg. Ja. Und äh Ja, sieht nicht mehr aus wie Pick und Klopenburg, ne? Irre mal Foto machen. Da, wo mal das Rathaus stand und das Marode Einkaufszentrum entsteht jetzt eine Chance. Zumindest das. Vielleicht grüner, vielleicht weniger Beton, hoffentlich mehr Leben. Ludwigshafen könnte nachholen, was in Jahrzehnten verpasst wurde. Sch. Okay. Ja, danke. Ja, wir haben es geschafft. Ist ja ein Hammerblick. Wann würden Sie ihn sagen, ist hier alles weg? Denkt man in einem Jahr ist das ganze Geschichte. Okay, ich glaückgebaut haben bis ins EG das letzte Stück und dann sind wir, denke ich mal, im Mai bis Juni fertig. Und würden Sie sagen, dann hat Ludwigshafen eine Chance schöner zu werden? Ach, die Chance schöner zu werden ja mit Sicherheit. Es ist eine Chance. muss halt gut gemacht werden. Es müsste mal gut gemacht werden, denn eins ist klar, fast dreiviertel der Deutschen leben in Städten. wie es denen geht, den Städten und ihren Menschen, kann uns nicht egal sein. เฮ
31 Comments
Den Tippfehler im Thumbnail haben wir behoben. Vielen Dank für eure wachsamen Augen!
Deutsche Städte sind einfach nach dem Krieg so schlimm rekonstruiert worden. Mit einigen Ausnahmen. Ihr müsst euch das neue Zentrum Potsdams anschauen. Schön.
Dönerladen, barber shops, shush’s bars – dann weis man genau welche Personen Gruppen hier die Innenstadt dominieren
Es geht doch kaum noch jemand im dunklen raus, warum !! Das weis ZDF. Das ist. Erst der Anfang. Abklatsch von Links, Grün.
Sich die USA als Vorbild zu nehmen, mit den grauenhaften Zuständen in manchen Innenstädten, wie zB Flint/Michigan – darauf muss man erstmal kommen. Das Problem in den deutschen Städten ist doch, dass man jahrzehntelang nur wenig tun musste um die Betonklötze zu erhalten. Jetzt wo sie zerbröseln müsste die halbe Stadt auf einmal restauriert werden. Das ist das Problem LUs…..
Beschweren über Dönerläden anstatt selber was anderes aufzumachen genau mein Humor.
Warum man jetzt auf Kosten der Rundfunkbeitragszahler unbedingt in die USA fahren musste? Lieber mal positive Beispiele in Deutschland raussuchen! Das spart auch Geld.
Was wir derzeit in Ludwigshafen sehen ist linker Faschismus anno 2025. Die politische Opposition wird konsequent diffamiert und von den Wahlen ausgeschlossen.
Tja, wir retten Ludwigshafen jedenfalls nicht, indem wir zulassen, dass die Altparteien rechtswidrig und verfassungsfeindlicherweise Herrn Joachim Paul von der Wahl zum Oberbürgermeister ausschließen!
Als er zu Minute 28 in das Fleisch biss war das Schwein im Angesichte! Ban meat in media!
Und selbstverständlich hat sich auch hier die rechtsradikale bubble Versammelt um gegen Migranten zu hetzen . Wahrscheinlich darf man sich auf YouTube keine dokus mehr ansehen, wenn man keine Hetzer sehen will und deren dumme Aussagen .
Die Rhein Galerie war ein Fehler die hätten vom Rathaus bis zum Berliner Platz eine schöne Einkaufsstraße bauen können
Städte müssten so kleine Boutiquen finanziell entlasten und fördern, auch so kleine Cafes mit gutem Konzept, wie selbst geröstetem Kaffee usw. gehören irgendwie gefördert, weil sie das Stadtleben aufwerten und die Bürger einladen. Das Ordnungsamt müsste größere migrantische Männergruppen in attraktiven Fußgängerzonen auflösen (ich bin selber Türke), damit sich ganz normale Familien wieder etwas wohler fühlen. Es sollte in jeder Innenstadt relativ günstige Parkhäuser geben, damit die Autos nicht alles am Straßenrand zuparken müssen, wo eigentlich gemütliche Fußgängerzonen und Sitzmöglichkeiten von Läden sein sollten. Ach es gibt einfach Tausend Möglichkeiten, aber die meisten Städte können es einfach nicht, einfach zu inkompetent.
Minute 25: die Frau hat recht! Am Ende ist es immer eine Umverteilung. Bzw eine falsche Verteilung…
Wir haben hier sehr wohlhabende Menschen-dieser Satz sagt doch alles aus.Wo Reiche wohnen und leben ist es sehr schön,wo der Rest wohnt und lebt ist es ein wenig gewohnheitsbedürftig geworden. Und es wird immer besser und schöner für uns Otto Normalbürger.😊
Finde es lustig dass hier in den Kommentaren vor allem Staat, Städte und Ausländer dafür verantwortlich gemacht werden.
Aber dabei sind es deutsche Bürger die nicht ganz unbeteiligt sind. Jammern wegen Lautstärke wenn eine Bar aufmacht, verlangen hohe mieten für Geschäfte, und und und…. Aber immer die anderen
Aha nur wegen der Autos werden Städte wie Ludwigshafen zu Ghettos, 😂, was wir brauchen sind noch mehr Bürgergeld Armutsflüchtlinge, diese Städte sind einfach pleite wegen der hohen Sozialkosten, deswegen kein Geld für Grünanlagen und Personal, aber auf diesem Auge ist das ZDF schon lange blind
Mach in Berlin ne Fußgängerzone und du hast nach spätestens 3 Tagen den größten Pennerzeltplatz Europas. Junkietown Berlin ist und bleibt ein versifftes Drecksloch.
Die Bürgermeisterin von Ludwigshafen bringt es auf den Punkt:
Wenn alles Handeln auf Co 2 Einsparungen ect. konzentriert wird, ohne auf die wirtschaftlichen Konsequenzen zu achten, geht's irgendwann schief.
Ganz einfach. In Deutschland fahren Autos auf ALLE Straßen!!!
Durch REMIGRATION.
Das Land verändert sich und laut Göring-Eckardt ist das toll. Wir werden ärmer und dementsprechend entwickeln sich auch unsere Innenstädte. Höhere Steuern und höhere Sozialabgaben werden das bestimmt nicht besser machen sondern die negative Entwicklung eher beschleunigen.
Kennt der Moderator keine Grillstellen in deutschen Parks? 😀
Typische deutsche Idee in Monheim. Wir schaffen uns ein Steuerparadies und pushen damit unsere eigenen Finanzen. Davon hat nur Monheim und die Unternehmen, die Steuern sparen, etwas. Warum nicht einfach eine einheitliche Gewerbesteuer und gerechte Umverteilung schaffen?
Konntet ihr keine ehemalige Industriestadt finden, die sich OHNE einen privaten Mäzen erfolgreich neu erfunden hat? So war das etwas deprimierend, weil man das Gefühl hat, die Städte seien vom guten Willen einiger Milliardäre abhängig…
Bedingte Bürgergeld,
Der Dreck und der Müll siedelt sich am liebsten in hässlichen Städten an. Städte mit schöner historischer Architektur haben diese Probleme nicht…….der Typ, der durch die Sendung eiert, ist sowas von schlecht, der ganze Beitrag segelt so dermaßen am Thema vorbei. Das TV Team wollte eben mal nach Spanien fahren
Die Großstädte können aufgegeben werden, da ist nichts mehr zu retten.
Ist in der Schweiz ähnlich
Omaha = Steril.
Für mich wirkte Freiburg als die Stadt mit dem größten Charme, weil es organisch gewachsen scheint. Lokale Anbieter, Läden mit Tradition und ein Miteinander, hoher Fahrradanteil. Aber auch hier würde mich interessieren, wie die Mieten für Wohnen und Läden entwickelt haben in letzter Zeit.
Film war an manchen Stellen nicht kritisch genug (Omahas Boom). Wie wird z.B. mit Ressourcen umgegangen. Wer hat ein Mitspracherecht? Auch wenn es z.T. länger in Deutschland dauert, ist ein nachhaltiger und sozialer Umgang mit Räumen in Städten wichtig.