Nach dem Bergspektakel am Mont Ventoux geht es auf der 17. Etappe der Tour de France wieder flacher zu. Auf dem Teilstück von Bollène nach Valence warten zwei einfachere Bergwertungen der Kategorie 4 auf das Feld. Die Frage des Tages: Kann die Ausreißergruppe genug Vorsprung rausfahren, um den Etappensieg unter sich auszumachen oder kommt das Feld an und entscheidet im Massensprint die Etappe?

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#TourdeFrance #TdF #ARDTour

Nach den Bergen ist vor den Bergen, aber es gibt ein kleines Zeitfenster dazwischen, wo alle, die nicht so toll klettern, ihre Hoffnungen drauf konzentrieren. Ein Tag wie heute. 160 weitgehen flache Kilometer von Bullen nach Valce. Ein Tag, der sowohl Sprinter als auch Ausreißer glücklich machen könnte. Für Tadepoga und Florian Lipowitz ein Tag, an dem es vor allem darum geht, problemfrei durchzukommen. Anders als an so manch anderem Tag ist es heute auch nicht allzu schwer, seinen Platz in der Ausreißergruppe zu ergattern. Vier Profis wollen dabei sein. Vier Profis schaffen es praktisch im ersten Versuch sich abzusetzen. Findet das Hauptfeld prima, denn ein Quartett ist ja zumist ohne größere Probleme zu kontrollieren. Von daher zunächst mal gebremster Schaum bei der Nachführarbeit. Die vier Form, das sind Jonas Abrahamsen, Matthieu Burgodau Canton Pet und Vincenzo Albanese. Ein Fahrer allerdings wäre gern auch noch Teil der Spitzengruppe, würde das Quartett zu einem Quintet erweitern wollen. Axel Laurence ist allerdings ein wenig spät dran, muss jetzt versuchen, das Loch in Alleinfahrt zu schließen. Waden jedoch kommt für die vier vorn nicht in Frage, wenn sie zumindest entfernte Hoffnungen auf einen Erfolg in Valence haben wollen. Ihr Vorsprung wächst in dieser Phase an bis auf knapp 3 Minuten. Von daher ist Axel Laurence in ziemlich bedauernswerter Lage. Zwischen Baum und Bork. Schlechte Nachrichten für den Profi vom Team Inneos Greners. Der Abstand nach vorn wird nicht kleiner, sondern größer. Von daher bleibt ihm und seiner Mannschaft irgendwann einfach nur die Notbremse zu ziehen. [Applaus] Im großen Feld sind es vor allem zwei Teams, die sich an die Spitze spannen. Little Track und Sud Quickstep. Das bedeutet eine Menge Arbeit für Maximilian Schachmann in der Verfolgung. Die Alpen heute nur am Horizont, die sind erst morgen dran. Von daher Platz und Zeit jemandem zum Geburtstag zu gratulieren, der ihn heute bei der Tour France verbringt. Bon Anniversaire. Wer weiß, welche Begeisterung ein solcher Besuch am Streckenrand in den Köpfen der kleinsten Tourfans hinterlassen kann. Die vier vorn spüren schon in dieser frühen Phase des Rennens, so richtig ziehen lassen mag sie das große Feld nicht. Schließlich hat erst einen Tag zuvor ein Ausreißer gewonnen. Das muss reichen. Ein wenig Sorgen macht der Blick an den Himmel. Regen zum Finale. Kein abwegiger Gedanke und es könnte noch mehr davon drohen in den nächsten Tagen. Für die vier geht’s in Richtung Zwischensprint. Wieso häufig in Ausreißergruppen ist dort mal wieder Jonas Abrahamson der schnellste, kann sich durchsetzen im Duell mit Matthieu Dogodo. Spannender ist der Kampf um die verbleibenden Punkte im Peloton. Jeder Zähler ist willkommen bei Jonathan Milan, dem Mann im grünen Trikot, denn der Italiener weiß genau, dass ihm Tade Pogacia in dieser Wertung knapp im Nacken sitzt. Im Mittelteil der Etappe wird das Profil ein wenig anspruchsvoller. Im Feld jetzt Eneos Granades besonders aktiv die Mannschaft, die ja mit Axel Laurence unbedingt noch in die Spitzengruppe wollte. Die Tempoverschärfung lässt im Anstieg auch einen Jonathan Milan zurückfallen. Der Mann in Grün muss abreißen lassen. Das steigert die Motivation aller Konkurrenten an der Spitze noch mehr auf Tempo zu drücken. Ausicht der Ausreißer ist das keine gute Info, denn so sinken ihre Erfolgschancen noch weiter. Sie hängen jetzt komplett davon ab, wie sich das Rennen an der Spitze des großen Feldes entwickeln wird. Zeigt für einen kleinen Auftritt am Rande der Strecke. Wer die Aufmerksamkeit der Kameras will, der muss sich so einiges einfallen lassen. Im Hauptfeld versuchen die Teams von Alpezin, de Coining und Touor in Gemeinschaftsarbeit zu verhindern, dass Topsprinter Milan noch mal aufschließen kann. Es ist ein CS Ringen über etliche Kilometer. Doch weil neben Milan auch Tim Merlier von hinten zurückkommen will, setzen sich zunächst mal die Sprinterteams durch. Merlier und Milan zurück im Feld. Ein Anstieg, aber der kommt ja noch und ein Schreckmoment kommt auch bald danach. Sturz im großen Feld betroffen große Namen. Julian Aer Philipp landet im weichen Gras ist trotzdem maximal angepisst. Nicht ganz so weich. Offensichtlich Carlos Rodriguez aufgeschlagen, der zehnplatzierte in der Gesamtwertung. Keine perfekte Vorbereitung für die beiden super schweren Alpetappen, die in den nächsten beiden Tagen auf dem Rennprogramm stehen. Julian Aler Philipp noch immer mittendrin in den Herzen der französischen Fans. Dort würden sich die vier Ausreißer des Tages auch gern ihren Platz sichern. Etwas mehr als eine Minute ihr Vorsprung vor Bergwertung Nummer 2. Dort im Anstieg attackiert Waffenart. Der Belgier wartet ja ebenfalls noch auf einen Etappenerfolg bei dieser Tour. hinterher fährt er das mal keiner. Der Teamkollege von Jonas Wingegar schafft es die Lücke nach vorn bis auf rund 20 Sekunden zu schließen, weniger aber nicht. Es geht ihm genauso wie Axel Laurence Kilometer zuvor. Auch der Belgier muss einsehen, dass das mit ihm und Siegerjubel mal wieder nichts wird bei dieser Tour. Noch rund 30 km los geht das mit dem Regen. Aussicht der Ausreißer ist das ein wenig lästig, mehr nicht. Noch lästiger ist, dass das jagende Feld näher und näher heranrückt. 16 km vor Balance sind noch etwa 30 Sekunden Vorsprung übrig geblieben. Noch immer an der Spitze des Feldes Maximian Schachmann gefordert im Auftrag seines Sprinters Timelia. Noch 11 km. Jonas Abrahamsen mit seinem Versuch die restlichen drei Mittausreißer abzuschütteln. Versuch erfolgreich. Der Norweger hatte seine Tempofestigkeit ja schon als Etappensäger in Toulouse unter Beweis gestellt. Dieses Mal aber wird das nichts. Zu viele Verfolger, 4inhalb km vor Balance wird auch der letzte der Ausreißer eingeholt. Und damit ist der Weg frei für den Massensprint, auf den alle gewartet haben. Bauhaus ist drei Positionen weiter vorne mit der Startnummer 52. Da ist er direkt neben Milan eben gewesen. Lian Milan im grünen Trikot gerade an Phil Bauhaus vorbei. Bauhaus etwa 10 11 Position festbeißen. Position von Bauhaus ist gut. Ist jetzt bei dein Nesaad die Flamusch 1000 m und ein Sturz. Oh Merlier picknick. bremst. Mer ist ausgebremst, ist raus. Hoffentlich nicht zu viel passiert, aber es wird natürlich diesen Sprint mit beeinflussen. Jord Milan Jordi M von Red Bull Borans Gro ist mit dabei. Der ist jetzt auf der linken Seite genau neben m gewesen. Der ist dann fünfter Position, hat noch ein Stückchen, aber er hat den Windschatten von Mö. Eröffnet wird das Ganze von Lotto. Wir schauen auf Milan, der ist jetzt an vierter Position, der muss noch ganz schön viel wegmachen, aber Jordi Meus, der ist jetzt an zweiter Position. Jetzt Milan an dritter Position. Wann tritt er an? Für die letzten Meter. Jetzt kommt der Antritt von Johnny Milan. Eine Etappe hat er schon. Deli wahrscheinlich hinten dran. Milan ist der stärkste, reißt jetzt gleich die Arme hoch und gewinnt hier. Was für eine Geschichte. Jonathan Milan zwischendrin schon abgehängt am Ende. Doch noch der Sieger. [Musik] Zweiter wird der Belgier Jord Meus vom Team Red Bull Boher Hans Gruhe. Dritter Tobias Lund Andresen. Phil Bauhaus aufgehalten durch den Sturz heute 12. Wir blicken noch einmal auf den entscheidenden Moment. 1000 m vor dem Ziel. Da geht einfach der Platz aus dem Kampf Schulter an Schulter. Heil durchgekommen. Glücklicherweise die Top 3 in der Gesamtwertung. Tad Puggaata, Jonas Wingegar und Florian Nippowitz. In den Top 10 gibt’s deswegen keine Veränderungen. Erhebliche Schmerzen hat offensichtlich Binjam Gemai, aber alle Sturzopfer können die Etappe zumindest einmal beenden. Von elementarer Bedeutung der zweite Etappensieg für Jonathan Milan, denn damit kann der Italiener seinen Vorschwung im Kampf um das grüne Sprintertrikot auf 72 Zähler ausbauen. Im Vergleich zur Verfolger Tade Pugaca.

29 Comments

  1. Danke auch dafür, dass im Titel nicht mehr gespoiltert wird.

    Dennoch schwer, auf dem Weg zur Sportschau Zusammenfassung in YouTube nicht irgendwo bei anderen Kanälen eine ungewollte Info aufzuschnappen.

  2. Mich würde interessieren, warum in der Tabelle die meisten mit ein und der selben Zeit gewertet werden??? Habe davon noch nicht so die Ahnung

  3. Allerhöchste Zeit hier mal nen fettes Lob da zulassen. 💛
    Die ganzen Zusammenfassungen, Übertragungen im TV, Streams, Dokus wie die Doping Doku von Hajo Seppelt im Vorfeld oder Mythos Tour und auch Deine Tour mit Rick Zabel sind einfach alle super geil!
    Vielen Dank!! ✌

  4. Wieso steht da im Titel von diesem Beitrag "Letzte Chance für die Sprinter"? Ist da nicht noch die Schlussetappe in Paris auf dem Champs-Élysée, wo doch eigentlich gerade da immer die Sprinter den Sieg unter sich ausmachen?

  5. Die live Übertragung der ARD ist klar besser als die von Eurosport. Das Team ist vor Ort präsent, nicht nur im Studio zuhause. Das macht sich bezahlt mit vielen Detailinformationen und der Vermittlung einer authentischen Rennatmosphäre.

  6. Tolle Zusammenfassung. Wie immer 🙂 kann mir trotzdem mal jemand erklären, warum Pogi so viele Sprintpunkte hat? Allein von seinen Etappensiegen? Geben Etappen in den Bergen sprintpunkte am Ende? Gruß 😊

  7. 8:23 Also ich finde nicht, dass da "einfach der Platz" ausgeht.
    Der Fahrer links im blauen Trikot fährt ohne ersichtlichen Grund und vor allem ohne zu gucken nach rechts und kollidiert dadurch mit dem Fahrer neben ihm, der keinen Platz zum Ausweichen hat.
    Für mich liegt da klar die Schuld beim Fahrer in Blau.

  8. Ich finde die wiederendeckten weißen fast Kniestrümpfe echt geil. Es gibt keine weißen Tennissocken mehr zu kaufen. Und die neuen schicken Radbrillen sind echt der Hammer. Letztes Jahr konnte man die Dinger noch als Taucherbrille zum schnorcheln auf Malle kaufen. Ich lerne gern dazu.😂

  9. Auch wenn ich eure Berichtserstattung der Tour seit zig Jahren sehr schätze, muss ich doch etwas Kritik los werden: Ich persönlich favorisiere eindeutig die Übertragung im Live-Stream. 1.) Warum wird dieser immer wieder durch die TV-Übertragung abgebrochen? Sehr schade. Ich mag sehr die ruhige und fachlich sehr gute Moderation von Florian Kurz und Gästen. Bei der anschließenden TV-Übertragung ist mir viel zu viel "Drumherum", an der ich persönlich keinerlei Interesse habe. 2.) Warum wird der Beginn der Übertragung im Live-Stream nicht genannt sondern immer nur der Begin der TV-Übertragung? Das halte ich nicht für besonders zukunftsorientiert. Selbst auf der HP ist der Start der nächsten Übertragung nicht ersichtlich, bzw. viel zu spät. Auch das war früher deutlich besser.

  10. Ich verstehe das nicht: man sagt immer xy hat nur noch einen oder garkeinen Helfer mehr dabei. Ist es nicht egal ob ein uae oder Lease a Bike Fahrer vor mir fährt? Also real, ist es nicht unerheblich wer vorne vor Pogacar fährt,solange er nicht selbst im Wind fährt? Verzeiht die laienfrage

  11. Wenn schon fast 10 Etappen vor dem Ende in Paris abzusehen ist wer der Gesamtsieger der Tour wird ist das schon fast irgendwo langweilig u. die sind seit Jahren immer die Gleichen. (Pogacar, Vingegaad)
    Wie wenn in der Formel 1 einer nach 2 oder 3 gewonnenen Rennen schon Weltmeister ist. Eigentlich sollte derjenige die Tour gewinnen der die meisten Siege aufzuweisen hat u. nicht der der am längsten das gelbe Trikot an hat. Vielleicht wird's dann spannender.
    Das auch mal seit längerer Zeit ein Deutscher (noch) auf dem Dritten Platz liegt ist mal beachtlich.
    Ich meine die einzelnen Etappensieger wechseln sich ja z.T. ab. Die Sprinter haben aber in hügligen Gelände u. in den Bergen so gut wie keine Chance.
    Die Berichterstattung ist ja ansich ganz OK u. man sieht was von der Landschaft. Die Tour gleicht aber inzwischen fast mehr einer besseren Radrundfahrt durch Frankreich.

  12. Roglic oder Bora oder beide einfach komplett verloren. Wenn Roglic gestern einfach mit Lipo gefahren wäre, hätte Platz 3+4 gut sein können.

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