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Der ehemalige deutsche Bundespräsident Christian Wulff chauffierte am Dienstag höchstpersönlich Senior:innen mit der Rikscha durch Celle (Niedersachsen). Wulff unterstützte mit der Aktion ein Angebot des Malteser Hilfsdienstes, was sich gegen Einsamkeit richtet.
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Eine Ausfahrt ins Grüne ist ja schon was Feines. Schaufiert vom Ex-Bundespräsidenten, der Hammer.
Allerdings war vorher während der Einweisung noch nicht klar, dass das alles reibungslos
verlaufen würde. Und es ist viel schwerer als ich gedacht hätte. Sie haben wahrscheinlich noch die
Handbremse drin. Ich habe auch noch nicht gesagt losfahren. Klare Ansage von Michael Acker. Der
ist seit gut zwei Jahren ehrenamtlicher Rickschaf Fahrer bei den Maltesern in Zelle und er wird den
Bundespräsidenten AD begleiten. Schon aufregend. Ja, schon ein bisschen. Ich bin es ja gewohnt,
also ich mache ja auch die Einweisung, also für mich ist es reine Routine, aber der
Fahrgast ist halt schon was Besonderes. Ich denke in meiner persönlichen Vita wird er
wohl immer ganz oben stehen bleiben. Tja, nur ist er da und weiß noch gar nicht so recht,
worauf er sich da eingelassen hat. Bei allem, was man zum ersten Mal macht, sollte man ein
bisschen nervös sein, damit man es gut macht. Ein Fünfjähriger macht 50 mal am Tag was
zum ersten Mal. ein 50-jähriger nur einmal im Monat. Das ist heute z.B. bei mir jetzt
ein Vorgang, den ich zum ersten Mal mach und dann geht’s los. Die spendenfinanzierten
Rickschas gibt es hier schon seit zwei Jahren. Ziel heute ist ein Seniorenheim in Zelle. Da
soll Christian Wolf mit zwei Passagieren eine kleine Tour machen. Mal rauszukommen ist für die
Menschen sehr wichtig. Man lernt neue Kontakte kennen und man baut ein neues Netzwerk auf und die
Einsamkeit kommt dann bestenfalls überhaupt nicht. Heute haben Rolf Dieter Frome und Margarete Kessel
das Glück vom ehemaligen Bundeschef kutiert zu werden. Die nehmen es aber relativ gelassen. Ich
find das toll. Ich find’s schön. Ich sage mir, man gönnt sich ja sonst nichts. Na, dann kann
sie ja losgehen, die wilde Fahrt. Einmal quer durch Zelle. Immerhin eine gute Stunde sind sie
unterwegs, bis sie. Und das ist ganz wichtig, versehrt wieder ankommen. Empfehlenswert. Sehen
Sie zu, dass sie sich den warm halten. Also, ich kann auch nur an Menschen appellieren, sich als
ehrenamtliche Freiwillige zu melden und zu sagen, okay, einmal die Woche fahren wir zwei oder
vier ältere Menschen durch Zelle und zeigen ihnen damit, dass es vieles Schönes zu erleben
gibt und man nicht irgendwie traurig sein muss, dass man vielleicht nicht mehr so gefähig ist
oder so. Am Ende hat Christian Wolf auch noch seinen Ric Führerschein bekommen und er hat
versprochen, das macht er sicher mal wieder.