Die 2. Etappe der Tour de France Femmes 2025 führt das Feld über 110,5 km von Brest nach Quimper. Auf dem Weg liegen eine Sprint- und vier Bergwertungen vor den Fahrerinnen. Am letzten Anstieg an der Cote du Chemin de Trohéir trennt sich das Feld und eine Ausreißerin probiert ihr Glück auf den Etappensieg.
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Zweiter Tag, Tour de France der Frauen, zweiter Tag in der Britannien. Direkt am Meer geht’s los auf diese Etappe von Brest nach Camp. 110 hügelige Kilometer, ein Profil, ganz ähnlich wie 24 Stunden zuvor. Unterwegs vier Bergwertungen und auch dieses Mal das Finale auf einem Rundkurs. Und erneut geht’s auf der Zielgraden ordentlich Berg auf. Insgesamt rund 2000 Höhenmeter. Und noch etwas ist gleich wie bei Etappe Nummer 1. Franziska Koch ist in der Offensive. Gestern schon als kämpferischte Fahrer in der ersten Etappe geherrt, heißt es heute gleich wieder volle Attacke. Gemeinsam mit der Französin Odbianik hat sie nach etwa 35 Rennkilom einen Vorsprung von etwas mehr als einer Minute vor dem großen Feld um die Trägerin des gelben Trikots, Marianne Foss. Für Franziska Koch und ihre Mannschaft hat sich nach nur 24 Stunden Tour de France sehr vieles verändert, denn Teamsprinterin Charlotte Kohl, sonst eine der schnellsten der Welt, musste das Rennen aufgeben. Folge eines Sturzes im Vorfeld der Frankreich Rundfahrt. Entsprechend das Picknickpost NLT mit deutlich offensiverer Renngestaltung als das sonst der Fall gewesen wäre. So genießt die Frau aus Mettmann viel mehr freihalten als normalerweise im Teamalltag. Für Ausreißerin und Piloton geht’s in Richtung Zwischensprint des Tages. Das ganze etwa 65 km vor dem Ziel in Chatolau. Erste Dort an der Linie Franziska Koch. Einfach durchgerollt, bloß keine Zeit einbüßen. Deutlich spannender der Kampf um die Punkte im Feld. Es gibt ein Duell zwischen Europameisterin Lorena Wiebes in weiß gegen die Frau in gelb Marianne Foss mit dem besseren Ende für Lorena Wiebes. Direkt danach geht’s rein in den längsten Anstieg des Tages Lumenes Kellerk etwa 3 km lang und dort gibt’s berg auf sofort Probleme bei Klara Kopenburg. Die Deutsche eigentlich eine sehr gute Kletterin, aber am Vortag gestürzt und deswegen erheblich gehandicappt fällt zurück. Das Führungsduo weiß, ihre Zeit vorn ist bald vorbei. Zu groß das Interesse im Feld an den Bergbunken Koch und Bianik eingeholt. Das Piloton an diesem extrem gut besuchten Punkt des Rennens ganz weit auseinandergezogen. Oben an der Kuppe sprinten Silkes Mülders und Elise Chab um den Löwenanteil der Zähler. Vorteil: Sickes Mülders. Das Piloton folgt mit ein paar Sekunden Abstand. Eliseab damit virtuell weiter an der Spitze des Bergklassms. Sie und die Niederländerin ziehen gleich mal durch, bilden damit die neue Doppelspitze. Eine weitere Fahrerin nimmt energisch die Verfolgung auf Mod Reinbeg. 50 km vor Compair ist die Niederländerin dran an der Spitze. Jetzt also Führungstrio statt Führungsduo. In Lucron wartet der nächste Anstieg ein echt steiler. Dieses Mal geht das Duell um die Punkte anders herum aus. Erster Platz Elise Chabé. Führung im Kampf um das gepunktete Trikot damit ausgebaut. 7:5 steht’s für Schab jetzt gegen Smülders. Diese Steigung lässt auch das Piloton instantmäßig schrumpfen. Es zersplittert in diverse Grüppchen. Wenig später ist der Tourtross angekommen auf dem finalen Rundkurs. In der ersten Steigung dort gibt’s Probleme bei Kimberley Leurt Pien, die zweitplatzierte der Auftaktetappe. Sie muss sich erstmal zurückkämpfen ins Feld. Während oben an der nächsten Bergwertung Elise Chabe dafür sorgt, dass ihr das Bertrikot heute nicht mehr zu nehmen sein wird. Das Hauptfeld mit der Gelegenheit, sich schon mal einen Eindruck von den späteren Schlussmetern zu verschaffen. Liane Lippard gut platziert, offensichtlich nicht gehandicappt durch ihren Sturz auf der ersten Etappe. Die erste Zieldurchfahrt in Corp, somit sind es jetzt also noch 25 km. Vorn immer ein Trio. Abstand zum Rest knapp 40 Sekunden. Dann der Angriff von Kia Neviadoma im polnischen Meistertrikot. Die Vorjahresgesamtsiegerin kann sich ein bisschen absetzen. Gemeinsam mit Paulin Fer Prevau. Ein absolutes Topduo. Zumindest ein paar Sekunden können die zwei herausfahren. Die beiden aber will die Konkurrenz auf keinen Fall ziehen lassen. Zu gefährlich. Angriff neutralisiert und sofort der nächste Ausreißversuch im Piloton. Es ist Rian Markus aus der Lidl Trackmannschaft, die versucht sich abzusetzen. In dieser Phase macht die Weltmeisterin überhaupt keinen starken Eindruck. Lotte Kopeki am Ende des Feldes war ja zuletzt durch Rückenprobleme ein wenig behindert worden. Ganz anders Rian Markus vorgefahren zur Spitze. Dort jetzt also vier Fahrerinnen beieinander. Fis war Lisebike. Das Team der Frau im gelben Trikot steht so unter Druck, muss erst einmal die Lücke nach vorn schließen. Das gelingt 12 km vor dem Ziel. Jetzt wieder eine große Gruppe an der Spitze, etwa 40 Fahrerinnen. Wer nicht so schnell ist, der muss jetzt noch mal was riskieren, wenn er sich Hoffnungen auf den Tagessieg machen will. So wie Mav Garcia, die Spanierin versucht die Konkurrenz zu überraschen. Noch keine echte Reaktion im Feld, noch aber wartet ja auch noch eine Bergwertung vor dem eigentlichen Finale. Dort knapp 20 Sekunden der Vorsprung für Marvi Garcia. Jetzt aber ist das Tempo richtig hoch im Feld. In der ersten Reihe dabei. Liane Lippert macht einen starken Eindruck. Letzter Kilometer noch liegen 13 Sekunden zwischen Mav Garcia und dem Rest. Das könnte wirklich reichen. Jetzt ist es das Duell der großen Favoritinnen auch, aber Lorena Wiebes ist dran. Marian Boss jetzt an fünfter Position in dieser Gruppe und die unglaublich kämpfende Marvi Garcia so eng wie möglich fahrend am Zaun entlang. Neviadoma anos 2. Vorne ist eine noch allein. Marian Voss im gelben Trikot wird keine Zeit einbüßen. Jetzt geht’s noch mal ein bisschen, aber Liane Lippard ist natürlich auch mit dabei. Wir schauen genau jetzt an vorderer Position Liane Lippard. Jetzt tritt sie an. Komm jetzt erstmal ransaugen gemeinsam mit den anderen an Marvig Garcia, die hat immer noch 570 m, die sich unendlich lang zieht. Mit dabei bleibt Lorena Riebes, bleibt natürlich die große Favoritin, bleibt Marian Boss im gelben Trikot. Dritte Position, das ist Liane Lipper. Die schauen sich ein bisschen an, sie warten ein bisschen, lassen auch mal den Druck raus auf dem Pedal und deshalb steigen diese Chancen für Mari Garcia. Wir schauen links auf die Das reicht. Das reicht für sie. Sie hat nämlich nur noch 150 m zu fahren. Und dann geht’s um die weiteren Plätze. Jetzt rast das Feld dran mit Lorena Wiebes. Die wird den Sprint gewinnen. Das ist klar. Sie ist die beste Sprinter. Aber Mari Garcia wird belohnt für diesen Aufreizversuch. Was für ein Finale. Mavigasia rettet ein paar Meter Vorsprung über die Linie. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit angesichts dieser Verfolgerinnen. Wiebes, Leut Pa, Lippard und Foss alle geschlagen. Das Tagesergebnis aus Camp. Mavi Garcia mit 3 Sekunden vor dem Rest. Starkes Resultat Liane Lipper als vierter. Voller Ungläubigkeit. Die Siegerin Mavigas hier sorgt für riesigen Jubel in ihrer Jo. Alula Mannschaft. Ein echter Kuh der ältesten Tourstarterin mit 41 Jahren. In der Gesamtwertung schiebt sich die Tagesdritte Kimberlele Leur Pien vorbei an der jetzt zeitgleichen Marianne FS. Somit jetzt nun also eine Fahrerin aus Mauritius im gelben Trikot der Tour de France F. de France.
14 Comments
Heute hat sie das Podium nur knapp verpasst, was traut ihr Liane Lippert bei dieser Tour noch zu?
FOX tönende Wochenschau
wo patrick?
Tour de Dope(ing) Femmes
Da hat sich das Feld selbst die Chance auf Etappensieg genommen. Nach der Steigung sind sie so knapp vorne dran, taktieren dann aber lieber, als direkt mehr Tempo zum einholen zu fahren. Glückwunsch an die Ausreißerin!
Also was sich da die letzten 700m abgespielt hat war nicht wirklich nachvollziehbar. Erinnert ein bisschen an das olympische Straßenrennen vergangenes Jahr, als die Favoritinnen im Breakaway sich auch ewig angeschaut haben und Kristen Faulkner einfach vorbei gefahren ist und Gold geholt hat😅
Umso schöner für die Überraschungssiegerin🎉
Bei 7:48 ist zu sehen, dass Marianne Vos als fünfte über die Ziellinie fährt. In den Top 10 der Etappe bei 8:04 ist sie gar nicht aufgeführt. Okay, es steht drüber, dass es provisorisch ist, aber da ging's doch eigentlich nur darum, ob sie auf Platz 4 oder 5 reingekommen ist.
Leider wie so häufig bei den Frauen Taktisch eine Katastrophe und nur mit großen Schmerzen anzusehen.
Wie kann man das als Peloton nur so versauen. Als ob da keine gewinnen möchte.
Warum fahren Männer und Frauen nicht gemeinsam?
Sehr seltsam, was dort in der Verfolgung zu sehen war. Gucken sich in der Gruppe alle nur Gegenseitig an, obwohl die Führende immer wieder in Sichtweite war. Da bräuchte es ja nicht mal das Kommando aus dem Auto. Es war nur noch ein Sprüngchen für die Gruppe, wenn man die Schwankungen im Abstand verfolgt hat. Dann war es auch kein klassischer Sprint mit der Steigung auf den letzten Metern und alle warten trotzdem auf irgendein Hinterrad mit etwas Windschatten. Kurios. Einerseits war es unterhaltsam, besser lustig, andererseits war es fast schon peinlich, weil die berüchtigte Rennintelligenz war irgendwie abwesend in einer Gruppe mit mehreren Top Fahrerinnen. Mal schauen wie es in den nächsten Rennen weitergeht. Natürlich liegt es nahe mit den Männerrennen zu vergleichen, aber es ist einfach unfair und macht wenig Sinn. Viele Unterschiede werden so schnell auch nicht verschwinden, wenn überhaupt.
Hey, wäre sehr schön, wenn ihr im Titel und Thumbnail nicht schon den Tagessieger spoilert. Danke !
kaum ist die TdF der Herren vorbei, schon schiebt die ARD die Tour der Frauen zurück auf den livestream 🥶
Ich muss leider gestehen, dass die sportliche Leistung der Frauen verdächtig nach an die kommentatorische Leistung vom Naß herankommt.