Es ist einer der ganz großen Tour-Mythen: Mont Ventoux – der Gigant der Provence wartet auf der 16. Etappe der Tour de France auf das Peloton. Vom Start in Montpellier geht es erst einmal gemächlich in Richtung des dominanten Bergs, ehe der über 20 km lange Anstieg beginnt und das große Etappenfinale jenseits der XXX auf ca. 1.600 Meter beginnt und auf knapp 2.000 Höhenmeter hinaufführt. Wer gewinnt diese Prestigeetappe der Tour de France 2025 in der kargen “Mondlandschaft” des Ventoux?

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#TourdeFrance #TdF #ARDTour

Es ist ein Berg, der Angst machen kann. Ein Berg, der herausragt nicht nur geographisch, sondern auch in der Tourgeschichte der MVU, Gigant der Provence. Ein Berg, auf dem der Mann im gelben Trikot Tade Pogacia bei der Tour France noch nicht gewonnen hat. Das könnte durchaus entscheidend sein für die Motivation des Slowenen und seiner Mannschaft. Auch im Kampf um Grün spielt Pogada inzwischen eine Hauptrolle. Jonathan Milan muss fürchten, es vielleicht schon bald nur noch stellvertreten zu tragen. Nach der heutigen Etappe von Montpellier auf den Morbant über 171 kmte Pog schon an ihm vorbeigezogen sein. Die allermeisten der Kilometer heute sind flach, aber das Finale hat es dafür umso mehr in sich. knapp 16 km Anstieg hinauf auf 1910 m über dem Meeresspiegel. Alle, die nicht Poga heißen, wissen, sie werden höchstwahrscheinlich mit größerem Vorsprung in den finalen Anstieg einfahren müssen, um ihre Hoffnungen auf einen Etappenerfolg zu konkretisieren. Entsprechend sind die ersten Kilometer geprägt von unendlich vielen Attacken. Nachdem sich die erste Hektik ein wenig gelegt hat, kann sich ein Trio ein wenig absetzen. Die beiden TDorp Profis Marco Halla und Mark Hirschi. Sandro Müris. Der fährt für die Alpezin Decoining Mannschaft das Team, das nach dem zweiten Ruheetag erst einmal den Ausstieg ihres Topstars Matthieu van der Pool verkraften muss. Der Ex-Weltmeister leidet an einer Lungenentzündung. Da Tempo in der Anfangsphase mal wieder immens. Das Ganze wird noch verstärkt durch den Rückenwind, der alles anschiebt. Wann immer es im Feldversuche gibt, das Spitzentriophor zu vergrößern, klebt Nils Polit am Hinterrad der Verfolger als Aufpasser als rollende Kontrollinstanz. Die Strecke der ersten Rennstunden kommt dem Hürter dabei ziemlich entgegen. Das Trio investiert unendlich viel, kommt aber einfach nicht weg. Maximal beträgt ihr Vorsprung rund eine Minute. Der schrumpft dann aber immer wieder extrem zusammen, wenn hinten die nächste Attacke geht. Und wie frustrierend muss es in der Verfolgung sein, einen Nils Polet als Schatten am Hinterrad zu wissen, der garantiert nicht für Unterstützung sorgen wird. Für die Klassfahrer heißt es heute unterwegs vor allem lange zu warten auf den Schlussanstieg. Tepogache auch deswegen im entspannten Gespräch mit Pascal Ackermann, weil seine Jungs alles unter Kontrolle haben. Zeit auch mal für einen künstlerisch angehauchten Blick zum Streckenrand. Die drei vorn auch deswegen mit Chancen im Niemandsland, weil hinter ihnen Nils Polit auch mal verbal auf die Kontrahenten einwirkt, die das Renngeschehen so gar nicht zur Ruhe kommen lassen wollen. So nach dem Motto, ihr hatte nun wirklich lange genug Zeit auszureißen. Unterwegs gäbe es mit ein wenig mehr Muße die Durchfahrt durch die ehemalige Bischofsstadt Üs als herausragende Kulisse zu genießen. Für die drei an der Spitze wird das allerdings eher als der Ort in Erinnerung bleiben, an dem sie durch das große Feld wieder geschluckt worden sind. Von daher nach 70 Flottenkilom alles wieder auf Anfang. Sofort beginnen die nächsten Attacken und jetzt sind es nicht nur drei Fahrer, die sich vom Feld absetzen können, sondern gleich etwa 25. Keiner dabei, der Tade Pogac gefährlich werden kann im Gesamtklassm. Von daher bekommt die Gruppe einigen Vorsprung zugestanden. Und weil es so schön ist, noch mal ein weiterer Flug ein wenig abseits der Strecke durch die Pont DA. Es gibt eine Menge gute Gründe, warum alljährlich jede Menge Touristen in diese Gegend reisen, nicht nur die Tourde France. Nächste Tempoverschärfung an der Spitze. Die große Gruppe zerfällt in zwei Teile. Erneut ist es die heute sehr aktive T-Door Mannschaft, die dafür verantwortlich ist. Der Mann in gelb noch immer im Entspannungsmodus weiß er ja sein Mann für alle Helferangelegenheiten hat alles im Griff. Nils Polit quasi als menschlicher TGW auf zwei Rädern. In Sachen Ausdauer und Tempo liegt der Hürter da gefühlt gar nicht so weit entfernt. Zwischensprint in Chatonöf. Schnellster dort aus der Ausreißergruppe Jonas Abrahamsen vor dem Italiener Simone Velasco. Die sechs vor das sind im Detail Matteo Trentin aus der Tudormannschaft, Henrik Mass von Mobistar, Simone Velasco, der Italiener, Simon Arensmann von Ineos Grenades, Julian Aler Philipp und eben Jonas Abrahamsen. Immerhin zwei davon haben bei dieser Tour schon eine Etappe gewonnen. Jetzt aber genug des langen Anlaufs. Rein mit der Spitzengruppe in den MV Tour. Schluss mit lustig. Ab jetzt geht’s knapp 16 km lang. Nur noch Stehberg auf im Durchschnitt mit 8,8%. Knapp 6inhalb Minuten dahinter das große Feld. Die Anspannung dort fast schon greifbar. Jeder will sich eine ideale Ausgangsposition sichern. Die ehemalige Sechsergruppe fällt schon in den ersten Kilometern des Anstiegs auseinander. Julien Ala Philipp und Tim Arensmann in der Verfolgerrolle ganz vorn der Spanier Enrik Mass. Alle übrigen bereits deutlich abgehängt. Genauso spannend, was passiert im Piloton. Wisma Lisebike. Das Team von Jonas Wingeger mit Höchstempo rein in den Berg. dafür verantwortlich in dieser Rennphase. Vor allem Waart, sie wollen Tadepoga Gata unter Druck setzen. Harensmann und Ala Philipp weiter vorn bemüht das Loch zu Henrik Ma nicht allzu groß werden zu lassen. Das klappt allerdings nicht gut. Henrik Ma erwiesenermaßen einer der weltbesten Kletterer. Entsprechend wissen das auch die dänischen Fans am Anstieg zuwürdigen. Dieser Berg ist so fordernd, das lässt auch die Favoritengruppe schnell auf 12 Fahrer zusammenschrumpfen. Weiter ist es Wiesebe, dass die Geschwindigkeit bestimmt. Fast alle Topfahrer im Klass dabei, auch Florian Lipowitz und Primo Schrauglit. Einzig fehlt der Österreicher Felix Gall. Jetzt kommt der Angriff von Jonas Wingergau und Poga setzt nach. Ruhe behalten bei Red Bull Bohrer Hans Grohe, aber na Roglit Rogl ft das zu. Lipovic schaut sich kurz nach hinten um. Der muss natürlich vor allem erstmal Onley und W im Griff behalten. Es geht ja nicht um diese zwei für Florian Lippowitz. Es geht um seinen dritten Platz. Roglic fährt ran und das ist natürlich diese zusätzliche taktische Option in der Verfolgung Florian Lipitz und Oscar Onle der dritte und der vierte in der Gesamtwertung. Aus der ehemaligen Spitzengruppe kommt Teno zurück, spannt sich vor seinen Kapitän Jonas Winger als Unterstützung. Primo Schrauglit in Problemen. Kann Florian Lipowitz und Oscar Onley nicht mehr folgen. Weiter vorn hat Tispenot alles aus sich herausgeholt. Bingeger und Pogadaca nun als Duo unterwegs. Florian Lipowitz etwa 40 Sekunden dahinter. Doch zu zweit bleiben die beiden Topfahrer nicht allzu lang. Nächste Unterstützung für Wingeger in Person von Victor Kampat. Auch den hatte sein Team ja in der Führungsgruppe platziert. Taktisch brillant gemacht. Auch für Florian Lipowitz gibt’s noch mal frische Hilfe. Primo Schroglit hat wieder aufgeschlossen von vorne zurückgekommen. Mick Van Deik. Neues auch von der Spitze Enrik Mass wird eingeholt von Ben Hili und Valentin Paris Pantre. Beide hatten zur ersten Verfolgergruppe gehört. Henrik M offensichtlich in einer Krise. Hilis Attacke kann der Spanier nicht folgen, anders als der Franzose. [Musik] Gleiches Bild auch bei den Topfahrern. Auch hier Attacke wieder durch Jonas Wingekaar. Noch 4 km für Florian Lipowitz. jetzt ohne Helfer, aber an der Seite seines schärfsten Kontrahetten, um einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung. Inzwischen haben Wingega und Pogacia im Anstieg zum Morvant fast schon 5 Minuten im Vergleich zur Spitzengruppe gut gemacht. Die kriegt erneut Zuwachs auf dem Schlusskilometer Paris Poundres Teamkollege Van Wilder kann aufschließen. Dazu der Colombianer Buitrago. Die fahren den Sieg untereinander aus und rein aus taktischen Gründen muss man sagen, bei zwei gegen zwei andere aus unterschiedlichen Mannschaften wäre es natürlich für die Mannschaft zu der Quickstep sehr ärgerlich, wenn sie diesen Tagessieg nicht holen. Ich bleibe dabei. Der Mann dritter Position bleibt mein Favorit. Behili hätte es genao verdient Drago aus dem Sattel ist. [Applaus] So, jetzt kommt Bili Par setzt nach Vanil hat seinen Job getan. Buitrago mit Mühe. Ben holt er seinen zweiten Etappensieg. Es ist so spannend. Es ist so knapp. Jetzt diese letzte rechte Kurve, jetzt wird richtig steil. Jetzt kommt noch mal ein Hammer, mit dem man vielleicht ohne Kenntnis gar nicht so rechnet. Har Perre, er ist der bessere Mann in diesem Abschnitt. Er geht nach oben. Tagessieg für die Franzosen. Parel gewinnt am Morbontu Ben Heli toller zweiter. Und jetzt kommt die zweite Attacke von Tade Poga. Der will hier noch eine bessere Platzierung und er will vor allem noch ein paar Sekunden abnehmen, nämlich Jonas Wingu. Aber der bleibt dran. Das ist die letzte Kurve. Jetzt haben sie das Ziel im Blick und das sind keine Abstände. Henrik wird noch überholt. Sie kommen zeitgleich ins Ziel. Pogacia weiter in gelb, ne? Vielleicht geben sie ihm noch eine Sekunde. Na ja, gut. Darauf kommt darauf kommt auch nicht mehr an. Die nächsten Verfolger sind Primo Schroglit und Florian Lipowicz. Super Job der Slowenen für den Deutschen. Tolle Unterstützung, denn so kann Florian Lippowitz seinen Rivalen Oscar Onle abschütteln, kann seinen Vorsprung im Kampf um Platz 3 ausbauen. Die beiden erreichen den Gipfel 153 nach Tagessiger Paris Poundre. So sehr sich der Schotte Onle auch bemüht, er kassiert auf dem Morvant erheblichen Rückstand, verliert 36 Sekunden im Vergleich zu Lippowitz. Welch ein packendes Finale auf dem Riesen der Provence. Der hat mal wieder nicht enttäuscht. Parantre bejubelt dort den größten Tag seiner Karriere, welche Genugtung auch für sein Team nach dem Ausstieg von Remco Evenpool. Die heutige Tageswertung, eine bunte Mischung aus Ausreißern und Spitzenfahrern. Pugaca nimmt Wingeg 2 Sekunden ab. Florian Lipz Minute 10. Der junge Deutsche wird trotzdem sehr zufrieden sein. Für den Mann in Gelb gibt’s ein Küsschen seiner verlobten Urschieert. Das hat sich Pogi definitiv verdient. Auf Kurs Gesamtsieg hat er jetzt einen Vorsprung von 4 Minuten und 15 vor seinem Rivalen Jonas Wingegar. Dort Florian Lipowitz als dritter 9 Minuten und 3 zurück, aber der Deutsche hat jetzt den Abstand zu Platz 4 auf mehr als 2 Minuten ausbauen können. Primo Schroglitch vorgerückt auf Platz 5. Ein toller Tag auf dem mystischen Tourgipfel Monu.

22 Comments

  1. Vingegaard könnte auch mit einem E-Bike oder mit einem Moped hochfahren. Pogacar bliebe dran. Eine Anstrengung ist ihm nicht anzumerken. Er könnte noch viel schneller klettern.

  2. Wir alle wissen wie Pogacar die ersten Etappen gefahren ist, wenn er gewinnen will, will er gewinnen und der Mont Ventoux stand mit Sicherheit auf seiner Liste. Warum lässt man dann eine Gruppe weg, bzw. 7 Minuten weg? Taktischer Griff ins Klo? Wohl kaum, ich denke, dass das eine bewusste Entscheidung im Rennverlauf war. Polit wie immer Polizist und Lokführer, aber alle anderen von UAE sahen nicht gut aus, kaum zu sehen und waren am Berg auch ganz schnell weg. Auch Pogacar sah nicht gut aus, das wird sich Visma genau anschauen. Er ist Jonas zwar hinterher gefahren, aber in seinem Gesicht sah man das erste Mal sowas wie Anstrengung. Das könnten noch 2 spannende Tage in den Alpen werden.

  3. Perfektes Rennen von Visma was die Renntaktik angeht (kann kaum glauben dass ich das sage…bisher war das nicht so gut).

    Aber Pogacar ist einfach nicht zu schlagen. Vingegaard hat alles versucht. Geht halt nicht

  4. Liebes ARD, hört bitte auf die gleiche Masche mit Lipowitz durchzuziehen wie damals mit Ulle. Der Junge ist noch ein Welpe und muss erstmal wachsen, bevor ihr wieder so einen Hype lostreten. Es macht echt keinen Spaß mehr die Tour bei Euch zu gucken, weil es nur noch 1 Thema gibt. Florian Naß redet 4 Stunden über Lipowitz und am Ende der Etappe "So, können wir jetzt auch mal bitte über Lipowitz Leistung sprechen?“ Nein, können wir nicht, weil er 160 km hinterherrollt und dann 1 Minute am Berg verliert. Aber wir Deutschen sind ja mittlerweile so weit, dass nur "mithalten" schon ein großartige Leistung ist.

  5. Kann sich noch jemand an die Attacke von Armstrong 2000 erinnern? Dagegen wirken die Attacken von Pogacar und Vingegaard wie moderates Intervalltraining 😂

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