Das zweite Einzelzeitfahren der Tour de France 2025 steht an. Im Gegensatz zum ersten ist die Distanz mit weniger als der Hälfte deutlich kürzer. Doch dafür geht es nach dem flachen Beginn rund 8 km bergauf und endet mit einer schweren Schlussrampe. Pogacar, Vingegaard, Evenpoel, Roglic, Lipowitz oder ein anderer – wer jubelt am Ende in Peyragudes?

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#TourdeFrance #TdF #ARDTour

Es ist ein Tag der ganz großen Unterschiede. Bergzeit fahren hinauf nach Peragüt. Für so manchen wie einen Binjam Gemai ein halber Ruhetag mit der Möglichkeit sich unterwegs feiern zu lassen. Aber auch ein Tag voller Steigungsherausforderungen. Vor allem die Schlussmeter extremsteil. Eine echte Gemeinheit. Die Strecke von Ludonel zum Ziel ist zwar insgesamt nur 10,9 km lang, aber acht davon gehen stehl nach oben. Mit fast 8% Steigung im Mittel, das ergibt 650 Höhenmeter. Eine Menge im Vergleich zur Länge oder besser Kürze der Etappe. Schon mehrfach war der heutige Zielort Peragyt die Kulisse für spannende Bergankünfte heute. Nun also eine der ganz besonderen Art Bergzeitfahren bei der Tour de France ja eine echte Seltenheit. Extra wegen der schweren Sprinter wie z.B. einem Jonathan Milan haben die Organisatoren kurzfristig das Zeitlimit auf 40% über der Siegerzeit hinaufgesetzt geplant und eigentlich nur 33. Einer, der diesen Tag erkennbar richtig ernst nimmt, ist der Australier Luke Plepp. Der Zeitmeister seines Heimatlandes liegt bei der ersten Zwischenzeit bereits knapp in Führung. Doch je schwieriger die Strecke wird, desto besser wird Luke Plepp von 2 Sekunden bei der ersten Zwischenzeit wächst der Abstand zum Belgier von Edfeld bis zum zweiten Messpunkt auf eine ganze Minute. Luke Pap, einer der wenigen im Feld, der mit einem aerodynamisch günstigeren, aber schwereren, vollverkleideten Hinterrad ins Rennen gegangen ist. Das scheint sich auszuzahlen. Der Mann aus Melbourne haut wirklich alles raus, was drin ist in seinem Körper. Beeindruckende Bestzeit nach 10,9 km. Beiner 3 Minuten trennen ihn und den bis dahin führenden Lennard Vanetfeld. Ebenfalls gut unterwegs Jonas Rotsch. Das ist deswegen ein bisschen überraschend, weil der Deutsche mit seinen 1,97 m und mehr als 80 kg ja ein ziemlich schwerer Fahrer ist. Also alles andere als perfekte Maße für einen Tag wie diesen. Vor allem die 16% steilen letzten Meter sind dann noch mal eine echte Überwindung. Jonas Rutsch mit ordentlicher Leistung, besser als es Platz 64 am Ende letztlich aussah. Auch für Nils Polit ist ein Bergzeitfahren ja nicht gerade seine Spezialdisziplin. Er mag es lieber flach oder maximal hügelig. Dennoch der Hirter profitiert von seiner aktuell brillanten Form, die ihn scheinbar unbeindruckt unendlich viele Kilometer für seinen Kapitän Tade Pogadaca an der Spitze des Feldes fahren lässt. Ein Tag zum Abhaken und morgen dann wieder im Witz. Wer wirklich alles aus sich herausholt, das ist Lenny Martinez. Der junge Franzose mit Hoffnungen auf das Bergtrikot. ist lange der einzige, der im Ziel an den Topwert eines Lukplap herankommt. Doch die Schlussmeter ziehen sich gefühlt unendlich. So sind es schließlich doch 23 Sekunden Abstand zwischen den beiden. Zeit auf den deutschen Meistern diese Disziplin zu blicken auf Maximilian Schachmann. Es gilt praktisch das gleiche wie bei Nils Polit ohne an die Grenzen zu gehen. Eine ordentliche Leistung. Ab jetzt gehört auch all seine Konzentration wieder seinem Kapitän Remcoepol. Wer ein Toppergebnis an diesem Tag will, der muss schon beim Warmup den Körper voll ausbelasten. So wie hier Florian Lipowitz. Flott unterwegs ist auch einer, der bei dieser Frankreich Rundfahrt bisher eher dezent aufgetreten ist. Hochgebirge Adam Jates. Der Tour Dritte von 2023 zeigt, dass mit ihm als wichtige Unterstützung für Tad Pogada in den letzten Renntagen wohl noch zu rechnen sein dürfte. Der Brite schiebt sich zunächst auf Rang 2. Dann wird es ernst für Florian Lipowitz, der möchte natürlich seine starke Leistung vom Tag zuvor bei der Bergankunft in Otterkamp weiter veredeln, Rang 4 in der Gesamtwertung verteidigen oder vielleicht sogar verbessern. Beim ersten Zeitfahren in dieser Tour konnte Lipovitz ja voll überzeugen. War da rund um K sechster geworden. Direkt nach Florian Lipowitz geht Remco Wendepol auf die Strecke. Der Sieger im Kampf gegen die Uhr von K. Am Tag zuvor hatte der Berger in den Anstiegen ja Schwächen gezeigt und Berg hoch geht’s ja auch heute fast die ganze Zeit. Was hat Jonas Wingegard drauf? Schafft er es dieses Mal Konkurrent Pog mehr zu fordern? Der Slowene im gelben Trikot ist natürlich der letzte, der dieses Bergzeitfahren aufnimmt. Angesichts seines Vorsprungs von 3 Minuten 31 in der Gesamtwertung, muss sich der Titelverteidiger sicher keine allzu großen Sorgen machen, aber wer seinen Ehrgeiz kennt, der weiß, Pugaca will natürlich erneut gewinnen. Florian Lippowitz bei der ersten Zwischenzeit zunächst mal fünfter, drei kommen noch nach ihm. Der Blick zur zweiten Messstelle. Blick zu Primo Schorg der Slovene mit einem Topwert. Aller Fahrer bis dahin und wie hat 30 Sekunden Vorsprung. Fremco Wpol der Doppelolympiasieger zunächst mal mit einem Bestwert an Durchgangspunkt Nummer 1. Sekunden dahinter an dieser Stelle Jonas Wingar. Nicht ganz überraschend ist einer aber noch etwas schneller dort. Pugaca undpol trennen 5 Sekunden. Die zweite Zwischenzeit und wir blicken auf Florian Lepitz offensichtlich mit guter Krafteinteilung Berg auf nur einer liegt dann noch vor dem Tourdebutanten sein Kollege Roglitch. Die gleiche Messstelle. Remco Venepol, der Blick auf die Uhr eröffnet. Extrem überraschendes Berg hoch tut sich Vepol schwer. Hat 18 Sekunden Rückstand auf Florian Lipowitz. Primo Schrogl und seine letzten Meter. Der Slow hat voll abgeliefert. Was für eine Bestzeit. 37 Sekunden vor Luke Flap. Das sind Fen. Die Frage nach der Verfassung von Jonas Wingegar findet ihre Antwort an Zwischenzeit Nummer 2 noch mal 28 Sekunden schneller als der bis dahin dort führende Primor Schrauchlitch. Jetzt allerdings kommt das aber in Person von Tade Pogac gefühlt noch mal in einem anderen Leistungsuniversum unterwegs mit 23 Sekunden vor dem Den. Technische Probleme der Weil bei Remcoepol. Es scheint als sei die Kette wohl abgerutscht. Der Belgier tritt kurzzeitig ins Neder. Florian Liptz kommt auf seine letzten steilen Meter hinauf nach Peragüte. 24-Jährige kommt nicht ganz an den Wert seines Teamkollegen Roglitch heran. Ein Topresultat wird es trotzdem Platz 2 für Lipowitz. Alles abgerufen, was er sicher auch von sich selbst erwartet hat. Dahinter als nächster Bremco Veppol, der spürt Jonas Wingar schon im Nacken. Der Däne ist 2 Minuten nach dem Belger gestartet und schafft es trotzdem den Konkurrenten zu überholen. Ja, da gab es wohl technische Probleme bei Evenepol, aber das ist eine herbe Demütigung. Jonas Wingel distanziert Roglit um 44 Sekunden. Venepol sogar um mehr als 2 Minuten. Zum Sieg sie ahnen, es reicht es trotzdem nicht, denn der Dominator liefert erneut und wie Tade Pog gewinnt dieses Bergzeitfahren mit 36 Sekunden Vorsprung vor seinem schärfsten Konkurrenten. Der Blick auf das Tagesresultat. und Lipowitz auf den Räen 3 und 4 direkt hinter den beiden Überfliegern. Remco Evenpool nur 12 an diesem Tag. Der bringt nach 13 Renntagen bereits Etappenerfolg Nummer 4 für den Mann im gelben Trikot. In der Gesamtwertung trennen Pugaca und Wingar jetzt schon 4 Minuten und 7 Sekunden. Dritter bleibt der Vennepool, aber Florian Lipz ist bis auf 6 Sekunden an den Berg herangerückt. Das woll spricht eine Menge Spannung, wenn auch vielleicht nicht mehr unbedingt im Kampf um das gelbe Trikot.

22 Comments

  1. Sorry aber eure Berichterstattung ist so schlecht. Weder zeigt ihr am Anfang mal das Gesamtclassement, noch geht ihr in irgendeiner Weise auf Details ein wie, wer hat ein straßenrad, wer ein sprintrad, noch wird irgendwie kommentiert oder erläutert wer warum welche taktik verwendet. Dafür, dass wir Zwangsgebühren dafür zahlen, könntet ihr doch mal ein bisschen was investieren um uns den sport näher zu bringen. Stattdessen macht ihr nur auf Pseudospannung und hechelt die Einzelzeiten runter. Das kanns doch nicht sein, es gibt dutzende Fahrad Channels die tolle Perspektiven auf den Sport bringen und sich gut am freien Markt tragen können, und ihr liefert absolut gar nichts an irgendeiner Art von Originalität oder Transferleistung.

  2. 0:14 genial wie der eine Fahrer jeweils nach Links und Rechts einbiegt, um Kraft zu sparen.

    An dieser Stelle mal mein Dank an die Sportschau für diese allumfassenden Zusammenfassungen. Es mangelt weder an Spannung, Infos zur Etappe noch an Kultur.

  3. Frage: Kann man ohne Doping die Tour de France gewinnen ? Antwort: Ja, wenn alle anderen Fahrer auch sauber sind.Wieso hatte einer der Fahrer eine Bettpfanne auf dem Kopf? Die tour ist entschieden und das Fußvolk streitet sich um die Krümel. Spannung raus so wie im letzten Jahr.

  4. Ihr habt die Daten dieser Etappe, man kann es ganz einfach umrechnen und zu meiner Überraschung lediglich knapp 460 Watt für 23 Minuten hat für Platz 1 gereicht also das schaffe ich auch mit e Bike.

  5. Pogacar hat das Einzelzeitfahren dominiert und auf der 12. Etappe in Hautacam hat er die zweit schnellste Zeit aller Zeiten gefahren. Nur Bjarne Riis war 1996 schneller. In den Top 20 fast nur Fahrer aus den 90ern – der Hochzeit des Dopings. Vielen äußeren hier den Verdacht, dass auch bei Pogacar nicht alles mit rechten Dingen zugehen könnte. Es wird aber vergessen, dass 30 Jahre zwischen diesen Leistungen liegen. 30 Jahre, in denen sich in Material, Training und Wettkampfverpflegung extrem viel getan hat. Von externen Faktoren wie Asphaltqualität und Windverhältnissen mal ganz abgesehen. Würde heute genauso viel gedopt werden wie damals – die Zeiten würden alle pulverisiert werden. Dies ist aber nicht der Fall.

    Und eins darf man nicht vergessen und dies ist meiner Meinung nach das beste Argument von allen: Jeder Fahrer weiß, dass alle Dopingproben jahrzehntelang aufgehoben werden. Falls einer dopt und damit heute durchkommt, wird er micht hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann überführt werden. Meiner Meinung nach macht es dies extrem unwahrscheinlich, dass noch immer in großen Stil gedopt wird.

    Aus Respekt vor einem Mann, der sein ganzes Leben seiner Profession unterstellt hat und somit sicherlich fleißiger ist als die meisten von uns, halte ich es daher für ganz schlechten Stil ohne Beweise Doping zu unterstellen.

  6. Ich zahle keine Gebühren dafür, dass mit den Inhalten Google subventioniert wird! Es ist nicht der Auftrag, der ÖR, private Videoplattformen mit Inhalten zu versorgen!

  7. Ihr könnt auch gerne mal andere Helden außer merckx zeigen der hat Genauso Doping betrieben wie lance,Ulrich,pantani usw 😂 ist auch nicht schlimm für mich die Leistung muss man trotzdem erstmal bringen.
    Nur bisl mehr Abwechslung bei den Rückblenden der Etappen von früher wäre geil

  8. Sorry, wenn ich sehe wie Pogaca die Tour dominiert muß ich doch stark an Lance Armstrong denken. Das der so viel stärker ist ist doch wirklich bedenklich. Zumal auch viele Betreuer und Teamleiter im Tross schon mit Doping zu hatten .

  9. Ich frage mich wirklich, wohin sich dieser Sport entwickelt. Klar hatten die Fahrer vor ein paar Jahrzehnten ganz andere Räder und Aerodynamik, aber hier wäre ja mindestens das halbe Feld von früher vom Besenwagen geschluckt worden. Besteht in Zukunft immer noch so ein starkes Steigerungspotential. Kann ich mir kaum vorstellen.

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