Die Pyrenäen liegen hinter der Tour de France 2025, auf der 15. Etappe führt ein welliges Terrain mit drei kategorisierten Anstiegen und einer Sprintwertung in den Zielort Carcassonne. Schon vor der Etappe war klar: Das 15. Teilstück der Tour de France 2025 ist wie gemacht für Ausreißer. Und die Gruppe des Tages bildet sich auch direkt. Die Frage am Ende: Sprinten die Ausreißer um den Sieg oder macht es einer im Solo?

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#TourdeFrance #TdF #ARDTour

Es ist ein Tag, der sich garantiert in sein Gedächtnis brennen wird. Florian Lippowitz zum ersten Mal in seinem weißen Wertungstrikot als bester Nachwuchsprofi ganz vorne in Startreihe Nummer 1 bei der Tode France. Für einen Tadepoga so etwas natürlich seit Jahren tägliche Routine für den jungen Deutschen bestimmt ein Erlebnis. Für ihn und alle übrigen geht es aus dem Startort Müree hinaus über die Garon in Richtung Kakasson. 169 km, die es ganz schön in sich haben. Drei Anstiege unterwegs in Dichter Folge. Der letzte etwa 50 km vor dem Ziel. Für reine Sprinter dürfte das alles zu schwierig sein. Angesichts von fast zweieinus Höhenmetern unterwegs. Ein Tag, auf dem in großen Ltern Ausreißeretappe steht. Entsprechend aktiv geht’s los auf den Anfangskilometern. Der erste, der sich wirklich absetzen kann, ist der Amerikaner Nelson Paul aus der Ef Education Easy Postmannschaft. Der fährt in Solofahrt etwa 45 Sekunden Vorsprung heraus in der ersten Rennstunde. Die Durchschnittsgeschwindigkeit mehr als 52 km/h. Hinter Paulus gibt’s diverse Verfolger, die versuchen die Lücken zu ihm zu schließen. Soweit alles so geordnet, soweit alles noch. Dann aber bricht riesige Hektik aus im großen Feld. Ein Sturz am rechten Bildrand. Etliche Fahrer betroffen. Viele müssen stehen, müssen warten. Verletzt ein Julian Aler Philipp, aber der kann weiterfahren. Aus deutscher Sicht. Ganz besonders bedeutsam. Auch Florian Lipowitz musste zumindest anhalten, wird dann hier angeschoben, muss erstmal die Verfolgung aufnehmen. Das Problem, das Renneschehen war zu diesem Zeitpunkt in vollem Gange. Es liefen Attacken, entsprechend kann da auch niemand warten auf den Träger des weißen Trikots. Florian Lipowitz hat zum Glück zwei Helfer, die versuchen, die Lücke nach vorn wieder zu schließen. Jordi Mous und Johnny Moscon. In der ersten großen Gruppe nur etwa 40 Fahrer beieinander. Einer davon der Träger des gelben Trikots Tade Pogasaca. Florian Lipovitz hat mehr als eine Minute Rückstand zu dieser Gruppe. Irgendwo zwischendrin ein weiteres größeres Feld. In dem fährt der zweite der Gesamtwertung Jonas Wingegar und auch Lipows Teamkollege Primo Schroglitch. Das erste Zwischenziel für Florian Lippowitz und seine Helfer zu dieser Gruppe wieder aufzuschließen. Welch eine Hektik. Ganz vorn der nächste Ausreißversuch. Der eingeholte Paulus und mehrere Fahrer reißen die nächste Lücke. Gute Nachrichten für Florian Lipowitz. Teamkollege Johnny Moscon eskortiert ihn an der Verfolgergruppe vorbei. Wieder in eine etwas beruhigendere Position. An der Seite eines Jonas Wingar. An der Spitze zum ersten Mal das Trikot von Matthieu Van der Pool. Der gehört zu den Initiatoren der nächsten Offensivbemühungen. Alles ein riesiges Durcheinander. 15 Fahrer jetzt vorn. Der Mann in gelb rollt im Feld einfach nur mit. Will keinen Vorteil aus den unverschuldeten Problemen seiner direkten Kontrahenten ziehen. Zumindest einer davon ist fast schon wieder dran. Am Ende des Feldes Jonas Lingar. Wenig später hat es auch Florian Lipowitz geschafft. Panik vermieden. Situation bereinigt. Ganz wichtig in dieser eigentlich noch frühen Rennphase. Die Führungsgruppe beim Zwischensprint. Erster dort Matthieu van der Pool. Die Punkte fürs grüne Trikot nimmt der Ex-Weltmeister natürlich gern mit, aber eigentlich geht’s für ihn um den Etappenerfolg. Allerdings ist die Gruppe prominent besetzt. Auch ein Woutfn Art gehört dazu. Im Hauptfeld jedoch gibt es mehrere Teams, die mit dieser Rennkonstellation noch nicht zufrieden sind. Die führen das Piloton wieder an Gruppe Nummer 1 heran. So ergibt sich bald eine komplett veränderte Rennsituation. Neue Gruppe an der Spitze insgesamt acht Fahrer. Teils welche, die schon vorher das Renneschehen bestimmt hatten, teils welche, die nach vorn aufgeschlossen hatten, wie z.B. will ein Quin Simmons oder auch ein Michael Storer. Dahinter eine größere Verfolgergruppe mit Vanol und Waart insgesamt 25 Profis. Ab jetzt läuft an diesem bis dahin doch ar chaotischen Renntag endlich mal alles etwas geordneter. Pogatschaas Team kontrolliert das Tempo. Alle übrigen Favoriten froh, dass die ganz große Hektik jetzt erstmal aus dieser Etappe gewichen ist. Das Hauptfeld in dieser Phase 70 km vor Kakasson mit etwa 3 Minuten Rückstand. In den diversen Gruppen vorn keiner der in der Gesamtwertung weniger als 20 Minuten Rückstand hat. Entsprechend gibt’s auch keinen Grund mit letzter Konsequenz für die Verfolgung zu sorgen. Der letzte Anstieg rund 50 km noch Padson. Relativ kurz, aber ziemlich steil. Die Führungsgruppe inzwischen zusammengeschrumpft auf ein Quartett. Michael Stora, Quin Simmons, Tim Wellens und Victor Kampern oben an der Bergwertung alle vier noch beieinander. Danach allerdings geht’s noch weitere 10 km stetig Berg an. Das gibt Verfolger die Möglichkeit aufzuschließen. Einer davon Red Bull Bohrerans Gruheprofi Alexander Blasov. Nächste Attacke. Dieses Mal ist es der belgische Meister, der versucht ein vielleicht schon vorentscheidendes Loch zu reißen. Tim Wellens, Teamkollege von Poga, unterwegs in rasender Alleinfahrt. Wellen sonst bei dieser Tour im Dauereinsatz als Helfer jetzt einmal mit der Chance auf eigene Rechnung zu fahren. Auch der Mann in Gelb will wissen, wie geht es seine Mannschaftskollegen will wissen, wie dessen Perspektiven sind für einen Erfolg. Wellons direkte Verfolger haben bald eine dreiviertel Rückstand. Das große Feld längst in gebremster Fahrt auf dem Weg Richtung Ziel Rückstand angewachsen auf mehr als sechinhalb Minuten. Was für ein Tag für Tim Wellens. Der hat zwar in seinen 13 Jahren als Profi so einiges gewonnen, unter anderem Etappen bei Giro und Welta, aber bei der Tode France war ihm bis dahin noch nie solch eine Hauptrolle vergönnt. 2025 aber ist alles anders. Nach den Tagen im Bertrikot zu Beginn dieser Rundfahrt jetzt noch mal eine ganz andere Dimension des Feierndürfens. ist doch super sich abklatschen lassen. Da geht’s nicht um die Zeit, da geht’s darum, den größten Erfolg seiner Karriere zu feiern. Ja, zweimal Giro, zweimal Welta, alles super. Aber die allergrößte Bühne, das ist hier. Die Tour derde France. Sein Tag nach 3 Stunden und 34 Minuten im Sattel, der größte Erfolg seiner Karriere. Glückwunsch geht an Tim Balance, den belgischen Meister. Nach vier Etappenerfolgen von Tade Puga jubelt nun also erstmals einer seiner Teamkollegen über einen Etappenerfolg. Platz 2 geht an Wellens Landsmann Victor Kamparz. auch der ja sonst ständig als Helfer in Aktion in seinem Fall von Jonas Winger. Dritter wird Julian Ala Philipp in einem knappen Duell mit Waar [Applaus] interessiert aber nur am Rande, denn fast alle Aufmerksamkeit gehört dem Mann, der sich diesen Etappenerfolg nach mehr als 40 km alleinfahrt mehr als verdient hat. Sprint. Das Hauptfeld mit allen übrigen 6 Minuten nach Wellens angekommen in Kakason. In der Gesamtwertung in den Top 10 gibt’s nur eine Veränderung. Carlos Rodriguez aus der Ausreißergruppe rückt an Ben Hil vorbei von Platz 10 auf Rang 9. Bei Tadepoga dürfen nun also inzwischen auch die Teamkollegen feiern. Keine gute Nachricht für die Konkurrenz. Gute Nachrichten, aber nach all der Hektik in der Anfangsphase des Rennens das weiße Trikot trägt Florian Lipowitz als Gesamtdritter weiter fest auf seinen Schultern. Schüss Flor.

35 Comments

  1. Bin kein Rad-Experte und schaue mir das dieses Jahr das 1. Mal an, wenn auch nur diese Videos. Für das Liverennen fehlt mir die Zeit. Von daher danke an diesen Kanal.

  2. Wer sich über einen dritten Platz freuen kann, der kann kein echter Gewinner sein.
    Als ich das erste Mal nur Zweiter wurde hatte ich mit dem Sport aufgehört, da konnte die Therapie mich auch nicht umstimmen.

  3. Wie immer top – schade dass aber nicht gezeigt wird wie durch das Radio von Roglic gesagt wird wie Tadej das Feld beruhigt um Jonas und lipo dran zu lassen und wie uae das auch dem Team ansagt dass sie es machen sollen

  4. Bin kein Radsport-Freak und ein Dutzend Mal habe ich schon die Tour verdammt und versucht mich abzuwenden. Spätestens in der zweiten Woche hat sie mich dann doch wieder.
    Diesmal haben die heutige Übertragungstechnik , das bewährte sehr gute Kommentatoren-Duo und ein Junge aus Laichingen "Schuld" daran.

  5. Hat er sich auch verdient so wie der immer geackert hat find ich super vom Team das zu machen . Schön für Florian und die anderen das es keine größeren Verletzungen gab und er wieder aufschliessen konnte hoffe das jetzt alle für ihn fahren . Die Zeit von Roglic ist um so hart es klingt

  6. Dann erhole dich morgen gut PATRICK. Damit du uns in alter frische am Dienstag wieder mit Tips und Anregungen zur Verfügung stehst 😶‍🌫😶‍🌫😊😊

  7. Mein Lieblingsfunkspruch heute war bei Tudor:
    Alaphilippe: Yes, I dislocated the shoulder but I put it back.
    sportlicher Leiter: Ah, ok.

    Ansonsten natürlich super Fairplay von UAE. So sollte Sport sein.

  8. Bitte beim nächsten Mal erwähnen das UAE das Feld gebremst hat um die Jungs Vingegaard und Lipowitz wieder ran kommen zu lassen. Wäre schön wenn man fair Play erwähnt

  9. Eine unglaubliche Tour ! Roglic ist das Maß aller Dinge ! Sein Team ist so stark aufgestellt wie kein anderes! Das muss man anerkennen. Bei Bora hat man trotz der Ungeduld von Red Bull durch diese Tour mal einen Plan der noch nicht ganz klar ist aber in den nächsten 3 Jahren Erfolg haben kann! Das heißt halt nicht einen wie Evenepol für viel Geld holen sondern das Team um Lipowitz aufbauen und ihm gute Helfer geben für das nächste Jahr bei den Grand Touren! Ich würde gerne einen Polit und einen Felix Gall als Edelhelfer sehen! Vielleicht noch einen carlos Rodriguez der die letzten Meter macht und auch mal eine Etappe gewinnen darf!🙄😏

  10. schöne Etappe, durch den schönen, immer sehenswerten Südwesten Frankreichs..Wir haben sogar zwei Sieger …Alaphilippe jubelte ja auch…warum wusste so niemand richtig …zuerst hieß es, sein Radio sei kaputt gewesen, darum wusste er nichts von Wellens,…aber den zweiten Belgier, den wird er doch wohl gesehen haben?? Wohl wieder so ein "Loulou-Move"

  11. Warum wird nicht öfter gesagt wo sich der zweite in der gesamtwertung ums gelbe Trikot befindet?
    Abstand Peloton zum führenden oder Ausreißer werden angezeigt aber wo die Verfolger des gelben Trikots genau sind erfährt man fast garnicht.
    Macht das alles für mich eher langweilig anzuschauen.

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