Nach dem ersten Ruhetag der diesjährigen Tour de France steht auf der 11. Etappe ein insgesamt flaches Profil an, das aber kurz vor dem Ende mit einem kurzen knackigen Anstieg mit bis zu 20 % Steigung wartet.

Vor dem Finale mit der gefürchteten Rampe an der Cote de Pech David sind mehrere Gruppen vor dem Feld mit Ambitionen auf den Tagessieg unterwegs. Doch wie immer kann es auch auf der 11. Etappe der Tour de France nur einen Sieger geben. Und bei den Favoriten kommt es zu einem überraschenden Sturz.

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#TourdeFrance #TdF #ARDTour

Wenn ein Land 38 Jahre lang auf ein gelbes Trikot hat warten müssen, ist die Freude natürlich riesig, wenn es endlich damit geklappt hat. Ben Hey hat für einen echten Feiertag des irischen Radsports gesorgt. Darf das Mayo schon heute erstmals auf dem Rad genießen auf den 156 km rund um Tulus. Welliges Profil, ein Tag, der nach hinten raus aber immer schwieriger wird. Vor allem die allerletzte Steigung hat es in sich. Die Cote Pavid zwar nur 800 m lang, aber bis zu 20% steil. Es könnte ein perfektes Finale sein für einen Woutfart. Wahrscheinlich eher zu schwer für den Träger des grünen Trikots Jonathan Milan. Der heutige Start und Zielort Toulouse. Eine Stadt an der Garon im Süden Frankreichs. Tou ein Dauerbrenner der Tourgeschichte. Schon 1903 bei der Premiere dabei. Stadt des Gorilen, Stadt der Technikpioniere, vor allem im Luftfahrtbereich. Heimat des Airbuskonzerns, pass und dazu auch Heimat eines riesigen Museums der Luftfahrtgeschichte. Heute die große Frage: Ist es auch eine Stadt für Ausräuser oder eher eine Stadt für kletterstarke Sprinter? Diese drei Fahrer, ganz eindeutig der Meinung, dass es ein Tag für Ausreißer sein sollte, versuchen ab Kilom 0 sich abzusetzen. Davide Ballerini, Mauro Schmidt und Jonas Abrahamsen können relativ bald einen Vorsprung von einer knappen Minute herausfahren. Das Tempo in der ersten Rennstunde aber ist immens, teilweise mehr als 52 km/h im Schnitt. Entsprechend ist im Trio nie auch nur das geringste bisschen durchatmen vergönnt. Auch bis zur ersten Bergwertung sind es immer noch nur rund 45 Sekunden Vorsprung für sie. Viel Arbeit auch in dieser Phase für die Mannschaft des gelben Trikots, alles zu kontrollieren, den Überblick zu behalten, wer jetzt gerade wieder versucht sich abzusetzen. Zwischenzeitlich geraten Ben Hili und seine Helfer sogar mal kurz ins Hertreffen. Das Trio Abrahamsen, Ballerini und Schmied kann eigentlich nur abwarten, bis sich die Situation hinter ihnen beruhigt. Ein Tag absolut im Vollgasmodus auf und abseits der Strecke alle Erholung des Ruhetags in Blitzeschnelle wieder verflogen. Das Hauptfeld pürscht sich wieder bis auf weniger als 30 Sekunden an die Führungsgruppe heran. Zeit für die nächste Attacke aus dem Peloton. Fredright und Matthieu Burgodo. Das scheint für das Feld mit allen Favoriten ein Signal zu sein, endlich mal die Beine ein wenig hochzunehmen. Schließlich läuft diese Tempojagd inzwischen schon rund 70 km. Kurz danach können die Verfolger aufschließen zum Führungstrio. Damit nun also eine Fünfergruppe an der Spitze. Mit genießen hat das für Ben Hil diesen Tag herzlich wenig zu tun. Tadepogacha garantiert highfoh, dass er und seine Mannschaft nicht so in der Verantwortung stehen, denn es herrscht gefühlt Anarchie im großen Tourtross. Wieder versucht eine größere Gruppe sich abzusetzen. Ben Heili muss in Solofahrt die Lücke schließen, denn vorne ist die Besetzung extrem prominent. Wingeg dabei, Poga, Even Pool bei Red Bull. Bora Hans Gruhe hat nur einer aufgepasst, Florian Lipitz. Wer diese Feldteilungen verpasst hat, ist Boer Kapitän Primo Schrauglit, ebenso der Franzose Kevin Wokler. Die liegen zwischenzeitlich etwa 30 Sekunden dahinter. Lange Bestand hat auch diese Rennsituation aber nicht. Attacke aus der Gruppe der Klassementfahrer heraus. Fünf Fahrer, fünf große Namen, allam perfekt für das anspruchsvolle Finale. Der Zwischensprint 60 km vor Tulus, schnellster in der Führungsgruppe der Norweger Abrahamsen, der setzt sich durch im Duell mit dem Italiener Ballerino. Eine knappe Minute dahinter, die Verfolger angeführt von Quin Simons. Mit Ausreißer Matthieu van der Pool. offensichtlich ohne größeres Interesse an den Punkten. Der hat den Etappensieg im Kopf und nichts anderes. Die Konkurrenz in seiner Gruppe ist aber groß. Waut gehört dazu, ebenso Arno Deli, Axel Laurence und eben auch der amerikanische Meister Quin Sims. Keiner aus den beiden Gruppen eine Gefahr für das gelbe Trikot. Entsprechend reihen sich Ben Heli und seine IFK Kollegen weiter hinten ein, überlassen Israel Premiere Tech die Arbeit, die offensichtlich noch nicht zufrieden sind mit dieser Situation. So geht das bis etwa 35 km vor Toulouse. Die Verfolgergruppe, so Prominenz ja auch besetzt ist, muss feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, das Quintet an der Spitze einzuholen. Die Führungsgruppe verteidigt C etwa 30 Sekunden Vorsprung. Noch 15 km, noch immer 20 Sekunden zwischen den Gruppen. Dann aber die Attacke aus der Verfolgergruppe heraus durch den Amerikaner Quin Simons. Der reißt ein fettes Loch. Oben an der vorletzten Bergwertung ist die Führungsgruppe zu einem Duogeschumpf. der Norweger Abrahamsen und der Schweizer Schmidt. In der Verfolgung Quin Simmons und Fred Wght aus der ehemaligen Spitzengruppe. Erst dahinter die ganz großen Namen Funderpool, Fanart, Delie und Lorence. Rein in die letzte Steigung. Nur 800 m ist die lang, aber super steil. Abrahamsen und Schmied noch immer mit Vorsprung, dahinter aber eine Attacke. Matth Van der Pool dahinter Waff van Art noch mal. Das sind die besten in dieser Verfolgergruppe, aber Matthieu Van der Pool ist noch mal den Tick stärker. Schauen Sie mal, wie der da vorbeigeht, wie der nach oben fliegt an Quin Simmons vorbei. Boah, Abrahamsen und Schmied an der Kuppe weiter vorn. Was passiert im Peloton? Die Gruppe im Anstieg extrem zusammengeschrumpft. Ganz oben noch mal eine Tempoverschärfung durch Jonas Wingegar. Pugaca und Iepol, aber kleben an seinem Hinterrad. Florian Lipowitz direkt dahinter und dann geht’s für alle rein in die rasende Abfahrt. Auch ein Ben Heili, der Mann in gelb ist noch mit dabei. Dann ein großer Schreckmoment. Der Weltmeister, der Titelverteidiger Tade Pogaca kommt zu Fall bei etwa Tempo 60. Das hat richtig weh getan. Ein unglücklicher Kontakt mit dem Norweger Johannessen. Die Kette ist ab. Der Ellbogen aufgeschirft, aber Tade Pogacia kann das Rennen fortsetzen mit einem Rückstand von etwa 30 Sekunden. Der Slowene hat noch zwei Helfer an seiner Seite und das Glück, dass seine Kontrahenten keinen Vorteil aus dem Pech des Weltmeisters ziehen wollen. Sie warten auf Pogaca. Wer aber gewinnt diese super spannende Etappe? Es sind noch 650 m. Das ist ne zu viel. Normalerweise ist das zu viel an Rückstand für Matth Van der Pool, aber sie müssen es durchziehen. Schmied bleibt von vorne. Ganz kurze kleine Welle 450 m vor dem Ziel. Wann kommt der Antritt von Jonas Abrahamsen aus der Mannschaft Uno X? Da ist er. Vanpol Jungs, wenn ihr euch weiter anschaut, wird nichts mehr, aber normalerweise geht der Sieg an einen von beiden. Jetzt kommt der Antritt von Jonas Abrahamson. Mauro Schmied mit einem tollen dagegenhalten. Mat von der Ful ist raus, aber der Sieg geht an Jonas Abrahamsen und da kommt Schmied noch einmal ein Schlitzer. Was hat er da zu suchen? Abrahams gewinnt vor Mauro Schmied und dann Matth Vanerpol seine ganze Aufhooljagd umsonst. Erster Sieg aber überhaupt für die Uno X Mannschaft bei der Tour der France. Jonas Abrahamsen gewinnt das super knappe Duell mit Mauro Schmied. Dreieinhalb Minuten später die Favoritengruppe. Heli ist dabei, Wingeger, Vennepool, Roglitc, Lipovitz und auch Tade Poga. Der aber wirkt nach der Ziellinie durchaus ein wenig angenockt. War ja auch ein heftiger Abflug. Auch die Handteilnahme von Teamkollege Nils Polit und der gefühlt nur am Rande war. Ganz anders die Stimmungslage bei Ben Hi, der verteidigt souverän das Mayoon. Keine Veränderungen in den Top 10 der Gesamtwertung. Noch besser ist die Laune bei Jonas Abrahamsen. Der erste Ausreiser des Tages gewinnt auch die Etape. Ganz großer Tag für ihn und seine Mannschaft. [Applaus]

37 Comments

  1. Der Vordermann von Pogacar zieht plötzlich sehr stark nach innen, ( Pogacar hat das auch so beschrieben ) ist super gefährlich in der Gruppe! Solche plötzliche Richtungswechsel sollten reguliert werden, nicht zuletzt wegen der vielen Stürze!!
    Der Radsportverband muss diesbezüglich aktiv werden!

  2. Ich will wieder 100 km zeitfahren sehen und keine Etappen bei denen die Favoriten 200 km an Hinterädern lutschen um ausgeruht die letzten 50 km zu bewältigen

  3. Also wenn ich das Profil der morgigen Etappe so sehe, Almeida raus und Pogacar heute gestürzt glaube ich dass Visma morgen richtig Alarm macht. Morgen testen die ihn an. Isolieren, am besten vor dem letzten Berg und dann angreifen. Ich glaube wenn Pogacar morgen keine Zeit verliert ist der nicht zu schlagen.

  4. Paris Roubaix war in alten Zeiten ein "normales radrennen" – mit üblichen strassenbelag – heute nennt man es die Hölle des Nordens- ein Witz – eine verweichlichung des Radsports und der Fahrer.
    Heutige Strecken für Gravel Bikes waren früher Tour de france Strecken, die marketingindustrie hat Menschen zu verweichlichten idioten gemacht, uns unfähig gemacht mit nem rennrad durch den Wald zu fahren

  5. Ihr seid so Pfeiffen. Ich habe extra nach „eurosport highlights“ gesucht, um nicht gespoilert zu werden und ihr werdet mir trotzdem angezeigt. Auch dieses Thumbnail und der Titel spoilern. Zeit euren Laden dicht zu machen.

  6. Die WW hängt sich ja an jedem Faden auf, um Russland als Sieger zu sehen 😂…so neutral und unabhängig sie und Koebbels sind…🎉

  7. Sorry aber so langsam sieht es aus als ob die anderen die Topfahrer absichtlich kreuzen und crashen lassen
    Wie kann man da nicht drauf achten wenn man rüberzieht

  8. Bitte bitte liebes Sportschau Team Spoilert doch bitte nicht im Titel oder im thumbnail die Etappe 🥺
    Ansonsten einfach immer die besten Zusammenfassungen aber das wäre echt noch super wenn ihr darauf achten könntet!

  9. xy, aktuell der mvp? Im Prolog gibt es noch keinen mvp.
    4:48 Gutes Zeuch; temperaturregulierend und trinkbar.
    Da ist jmd überrascht, daß z die Attacke nich' halten kann. Der Zuschauer weiß Garr Nixx. Nur der Fahrer selbst und die Teamleitung wissen … . Irgendwann (im Hochgebirge) müssen die Karten dann op 'n Disch. Das ist schließlich der A-ha Effekt für die Zuschauer, incl Experten.
    Lassen wir Sturz, Defekt, Erkrankung wech; die Leistungsfähigkeit iss janz eenfach meßbar.
    Det iss ne janz eenfache Sportart, Wah.
    1 76 m 66 kg kann Allemagne auch; der ist nur noch nicht gefunden.
    by the way: China hat n paar mehr davon; die spielen jedoch alle …

    Monsieur Geschke oder andere; Sie sind doch wirklich Experte. Sagen Sie doch bitschei voraus* (und verdienen damit Millionen); treiben Sie die bookies in den Ruin.
    *idealiter on air; dann setzen alle. So viel an €/$ haben die nicht auf Malta, Cayman Islands oder sonst wo liegen.
    Funktioniert nicht; A-ha.

  10. Jahrelang die Tour nicht verfolgt. Aber irgendwie dieses Jahr durch diese Berichterstattung wieder das interesse geweckt.
    Starkes fair Play zum Schluss, kam hier gar nicht so rüber, dass da regelrecht gewartet wurde.

  11. +1 Tag, pre-race Interview
    -Pog: Heute ist ein neuer Tag; … wir werden sehen. AAAA-ha
    -Monsieur Politt: "Ein Sturz ist nicht immer optimal". Sooo So; würden Sie das bitschei präzisieren?

    conclusio: Einfach nur Radeln; das reicht. Rest kann sich … .

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