Auf den Spuren von Jan Böhmermann, der mit seinem E-Roller “Kadmos” von Köln-Ehrenfeld zur Kulturhauptstadt Europas 2025, Chemnitz, unterwegs war, präsentiert dieses Video eine Radtour auf einem Teilstück des Radfernwegs Thüringer Städtekette. Die Tour führt von Bad Klosterlausnitz/Hermsdorf nach Altenburg und zeigt, dass dieser Radweg, im Gegensatz zu manch anderen Strecken, nahezu perfekt ausgebaut ist und sich auch hervorragend für Fahrten mit Brompton Falträdern eignet.
Die Anreise zum Startpunkt ist dank des Deutschlandtickets und der unkomplizierten Mitnahme von Falträdern im Zug problemlos möglich. Falträder gelten zusammengeklappt als Gepäckstück und können daher kostenfrei in Zügen transportiert werden. In Thüringen ist die Fahrradmitnahme in Nahverkehrszügen generell oft kostenfrei, abhängig von der Kapazität
Highlights der Strecke
Die Radtour auf der Thüringer Städtekette, die insgesamt sieben Städte von Eisenach bis Altenburg auf etwa 225-240 Kilometern verbindet, bietet auf dem Abschnitt von Bad Klosterlausnitz/Hermsdorf nach Altenburg folgende sehenswerte Stationen:
* Bad Klosterlausnitz: Bekannt für seine Klosterkirche, die zu einem ehemaligen Augustinerinnenkloster aus dem 12. Jahrhundert gehört. Der Ort liegt an der Bahnstrecke und ist ein guter Ausgangspunkt.
* Eisenberger Mühltal: Dieses idyllische Tal erstreckt sich über ca. 12 Kilometer und beherbergt neun Mühlen, die zur Einkehr einladen, sowie das ehemalige Wohnhaus von Milo Barus, dem “stärksten Mann der Welt”. Auch ein Miniaturpark befindet sich im Mühltal.
* Bad Köstritz: Hier lohnen das Schloss, die schönen Fachwerkbauten, die bekannte Schwarzbierbrauerei und das Rosarium einen Besuch.
* Gera: Die Stadt bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus, die historische Stadtapotheke, die Johanniskirche, die Orangerie und den Tierpark. Der Hofwiesenpark, ein Überbleibsel der Bundesgartenschau, ist ebenfalls ein Highlight.
* Ronneburg: Der BUGA-Park Ronneburg mit seinem Erlebnisbergwerk ist ein interessantes Zwischenziel. Die Strecke in diesem Bereich wurde anlässlich der BUGA aufwendig hergerichtet.
* Schmölln: Die Stadt im Altenburger Land war im 19. Jahrhundert für ihre Knopfherstellung bekannt; ein Knopfmuseum erinnert daran.
* Altenburg: Die ehemalige Residenzstadt ist das Ziel der Tour. Sie ist bekannt als der Ort, an dem 1810 das Skatspiel erfunden wurde. Sehenswert sind hier das Schloss Altenburg und die historische Altstadt.
Der Radfernweg Thüringer Städtekette ist durchgehend beschildert und eignet sich besonders für kulturinteressierte Radtourer. Obwohl der Gesamtzustand des Weges variieren kann, mit Abschnitten auf Landstraßen oder Kopfsteinpflaster, erweist sich die hier beschriebene Etappe als ein Genuss für Radfahrer.
Die Fahrradinfrastruktur in Deutschland ist doch eine echte Katastrophe, oder was? Das ganze mit Jah Böhmermann, der Thüringer Städtekette, zwei Bromtenfalträdern und einem wirklich guten Radweg zu tun hat, das erfahrt ihr in diesem Video auf meiner Joggingrunde rund um den Hasselbacher See und eins gleich vorweg. Das wird heute eine absolute Liebeserklärung an den Radweg durch Thüringen, die Thüringer [Musik] Städtekette. Dass es richtig geniale Radwege in Deutschland gibt, ist sicherlich kein Geheimnis, aber es gibt genauso viele schlechte Beispiele. Also Radwegspassagen entlang von Bundesstraßen mit viel Verkehr oder ganz schlechter Untergrund. Also, ihr wisst, wovon ich rede. Auslöser für dieses Video war nicht etwa der alte Göte, sondern Jan Bömermann, der auf seiner Deutschlanderfahrung von Köln nach Kemnitz auf der Thüringer Städttekette unterwegs gewesen sein muss. habe ich gesehen, das hat mich interessiert und so habe ich sowohl Prompten, Frau als auch gute Laune eingepackt und wir sind bis nach Badkloster Lausnitz gefahren und starten dort auf die Tour bis nach Altenburg. Diese Reise startet, sagen wir mal, eher spontan, also so spontan, dass selbst mein Nabi gefragt hat, wohin soll es denn gehen? Was uns erwartet, keine Ahnung. Vielleicht eine traumhafte Strecke, vielleicht ein Feldweg, der aussieht, als hätte jemand eine Ziege mit dem Linienplan beauftragt. Werden wir den Weg finden? Möglich. Oder landen wir an einer Sackkasse und philosophieren über Sinn und Unsinn von Umleitungen? Schön, dass ihr dabei seid. Während ich also im Hintergrund meine sonntägliche Joggingrunde drehe, versuche ich ein paar sinnvolle Gedanken zu diesem Radweg zu finden. Ihr könnt euch entspannt zurücklehnen, Chips raus, Füße hoch und die Reise genießen. Ich mache hier den sonntäglichen Rahmen. Ihr macht euch einen schönen Tag, damit man auf längeren Touren, egal ob Gravel Bike, Faltrad oder E-Bike nicht so aus der Puste kommt, dafür gibt’s bei mir auch das Lauftraining und ich habe heute das Glück, dass ich so eine Mischung habe aus Lauffasen, Unterholungsphasen und deshalb kann ich euch auch was zu dem Radweg oder zu dieser Tour jetzt während dieser Runde erzählen. Abhöhe Eisenberg fährt man durch das Mühltal, eine Mühle an der Nächsten und dort gibt es nicht nur jäm Gastronomie, sondern sogar noch eine Jugendherberg. Das ist also nicht nur landschaftlich ein Genuss, dort lang zu fahren. Die meiste Zeit geht es leicht bergab und so geht es entsprechend auch schnell voran. [Musik] [Musik] Das Mühltal liegt hinter uns. Die weiße Elster pletschert nebenher und tut so, als hätte sie den Elsteradweg persönlich angelegt. Wir rollen also weiter immer der Sonne entgegen. Inzwischen sind es knapp 25°, was für Radfahrer bedeutet, die Laune steigt proportional zum Sonnenbrand. Natürlich gibt’s einen Abstecher zur Köstritzerbrauerei, weil wer am Schwarzbüer vorbeifährt, ohne wenigstens mal dran zu nippen, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Drinnen riecht’s nach Tradition, draußen nach Abenteuer und nach dem zweiten Probeschlup ist auch Gera plötzlich ein lohnendes Ziel. Also weiter Richtung Gera. Die Beine drehen, der Kopf denkt, warum eigentlich nicht einfach hier bleiben? Aber nein, der Weg ruft, die Sonne brennt und irgendwo da vorne wartet bestimmt schon das nächste [Musik] Abenteuer. Erwartet hier bitte keine Seitsjegentour. Das wäre ja, als würde man im Kino schon vor dem Film verraten, wer der Mörder ist. Die Schätze auf dieser Tour müsst ihr schon selbst entdecken. Nur so viel. Die Passage nach und durchgeher ist deutlich schöner und sehenswerter, als ich es je erwartet hätte. Aber mehr verrate ich nicht, sonst bleibt ja nichts mehr zum Stauen übrig. [Musik] Willkommen in Ronneburg, dem Ort, wo früher die Wissmut Uran aus dem Boden geholt hat, als gebäbe es dafür Treuepunkte. Heute neue Landschaften, soweit das Auge reicht. Wo einst Mondlandschaft und Abraum halten waren, blüht jetzt die Natur. Dank der Bundesgartenschau Kurzbuga ist aus dem alten Bergbaugebiet ein Ausflugsziel geworden. Da, wo früher der Geigerzähler nervös gezuckt hat, stehen jetzt Blumen, Bäume und Bänke zum Ausruhen. Klar, die Natur gibt sich Mühe, alles wieder hübsch zu machen, aber die alten Wunden sind noch da, tief im Boden und in den Erinnerungen der Menschen, die hier gearbeitet haben. Es ist schon erstaunlich, was Menschen schaffen können, wenn sie erstmal richtig aufräumen. Fröhlich grün, bunte Blumen und trotzdem bleibt ein bisschen ernst zurück, denn vergessen ist hier nichts. Also Sonnenbrille auf und ab und zu mal kurz innerhalten. Nur so zur Sicherheit. [Musik] Etwas mehr als die Hälfte der Runde hier um den Hasselbaar See ist geschafft. Also wirklich auch eine schöne Runde zum Joggen oder vielleicht als Ziel, wenn man in Altenburg angekommen ist, am Ende der Städttekette, kann man ja die 15 km hier noch in Kauf nehmen und in das kühle Nass springen. Unsere Radroute führt uns nach dem Mühltal dann Richtung Gera und dort entlang des Weisen Elster Radweges weiter Richtung Ronneburg. Die Promptfalträder haben in etwa die gleiche Übersetzung wie so ein normales Fahrrad und deswegen kommen wir damit auch richtig gut voran und deshalb ist das für mich mein Lieblingsfahrad und weil ich das ganze so gut finde, deswegen gibt’s eigentlich auch diesen kleinen Kanal hier, wo sich einiges um das Thema Technik am Faltratht am Brombten dreht, aber auch kleinere und größere Touren, Mehrtagestouren mit Gepäck und allem was dazu gehört findet hier auf diesem Kanal. stad und wer mag, darf diesen kleinen Kanal natürlich auch gerne abonnieren. Vielen Dank [Musik] dafür. Weiter geht’s auf der Städtekette mit dem Tagesziel Altenburg. Stolzenberg, Posterstein und Nöbtinitz klingt wie eine Anwaltskanzlei für mittelalterliche Rechtsstreitigkeiten ist aber unsere heutige [Musik] [Musik] Route. In Posterstein steht eine Burg, 800 Jahre alt und immer noch kein Fahrstuhl. Von dort oben kannst du bis ins Erzgebirge gucken, falls du vergessen hast, wie Berge [Musik] aussehen. Leider habe ich immer noch nichts zu meckern. Während anderswo Bäume mitten auf Radwege gepflanzt werden, waren hier im Land der Kartoffelklöße und der Bratwurst echte Auskenner am Werk. nennenswerte Steigungen, Fehlanzeige, kaputte Wege mit Schlaglöchern, in denen man ein Tinyhaus parken könnte, auch Fehlanzeige. Es ist schon fast verdächtig angenehm hier. So angenehm, dass ich langsam misstrauisch werde. Aber gut, irgendwer muss ja auch mal alles richtig machen. Entlang des Thüringenweges radeln wir an diesem Bach namens Sprotte, nicht zu verwechseln mit der Fischkonserve. Die schmeckt deutlich salziger und bewegt sich weniger. Der Sprottererlebnisfahrt ist übrigens ein echter Geheimtipp. 9 km pures Wasservergnügen mit 13 Stationen. Für die Kinder gibt’s Hängebrücken zum Balancieren und für die Erwachsenen die Ausrede nur wegen der Kinder über wackliche Seile zu stolpern. [Musik] Ich habe meine Runde um den See fast geschafft und auch auf der Raduh kommt Altenburg immer näher. In Nüpenitz übrigens steht eine tausendjährige Eiche. Die hat’s nicht ins Video geschafft, also müsst ihr die schon selbst erkunden und bestaunen. Die Eiche ist so alt, die hat mehr erlebt als die meisten von uns zusammen und steht immer noch rum, als wä es das normalste Welt. Also Ziel im Blick behalten, aber unterwegs ruhig mal einen Abstecherwagen. Wer weiß, vielleicht flüstert euch die Eiche ja ein paar Jahrhunderte Geschichte ins Ohr. [Musik] eine letzte Erholungspause hier auf dieser Runde. Und bevor ich den letzten Kilometer noch mal richtig Gas gebe und sich dann entscheiden wird, ob ich es schaffe in das Kühle nass zu springen, also lohnt sich bestimmt bis zum Ende dabei zu bleiben, will ich ein kurzes Fazit geben. Die Thüringerstätte Kräte, also diesen Abschnitt, den wir gefahren sind von Badkloster Lausnitz bis nach Altenburg ist eine echte Empfehlung. Ich habe das nicht erwartet, dass das so tolle Strecke ist. Der lässt sich wirklich prima erfahren, bis auf ein zwei Passagen, wo es doch an der Bundesstraße entlang geht oder man etwas klettern muss. Sehr sehenswert, naturnah geführt und auch für Familien echte Empfehlung. So, meine Damen und Herren, wir wären dann quasi durch für heute. Ungefähr 80 km liegen hinter uns, was in etwa der Strecke von meiner Haustür bis zum nächsten funktionierenden Bäcker entspricht. Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen neugierig machen auf die Thüringer Städtekette. Falls nicht, auch nicht schlimm. Gibt ja genug anderes im Internet. Katzenvideos z.B. [Musik] Am Horizont ziehen dunkle Wolken auf. Ein unrückliches Zeichen dafür, dass Petrus entweder seinen Eimer fallen gelassen hat oder gleich mit dem großen Waschen anfängt. Aber keine Sorge, wir haben das Auto erreicht, welches treu am Bahnhof auf uns wartet. Keine Panik, kein Regen, nur geparktes Blech. Und jetzt ab nach Hause, bevor uns noch ein Eichhörnchen wegen überhöhter Geschwindigkeit anzeigt. Das hat sogar auch noch funktioniert. Vielen Dank fürs Zuschauen. Bis zum nächsten Mal heißt es wie immer. Vielen Dank, euer Frank. Macht’s gut und bis dahin. [Musik]
4 Comments
ja, immer wieder schockierend mit den Fahrradwegen, Milliarden für irgendwelchen Quatsch verballern und dann fahren wir daheim über Buckelpisten…. nicht nur fehlende Radwege, die Straßen sind einfach kaputt #Leipzig
Ich bin die Strecke im Herbst 23 gefahren. Die Städtekette einer für mich einer der empfehlenswertesten Radwege in Deutschland. Wegen der besseren Bahnverbindungen habe ich noch das Seenland bis Leipzig und vorher einenAbstecher nach Rudolstadt drangehängt. Besonders positiv haben mich Gotha und Gera überrascht. An schlechte Radwege erinnere ich mich wenig (rund um Leina), die Beschilderung war aber eher ein Problem.
Hallo Frank guten Morgen, ich wollte dir gerne sagen, das ich deine Beiträge wirklich super finde. Ich selbst habe noch kein Faltrad, bin aber da dran. Welches Modell es wird? Kann ich noch nicht sagen. Deswegen such ich gerne solche Vorträge, so wie deine… weiterhin gute Fahrt euch beiden… ein schönes Wochenende..
Danke, dass uns auf dieser Runde begleitest. Besser als gedacht – Viel Freude beim "mitreisen"