Die Erfindung des Fahrrads gegen Ende des 19. Jahrhunderts leistete einen enormen Vorschub zur Emanzipation der Frau. Die ersten Mutigen entdeckten die Freiheit, allein zu reisen und leisteten Außergewöhnliches. Mit ihrer Kühnheit bereiteten die Pionierinnen des Fahrrads anderen Frauen den Weg.
Kaum eine andere Erfindung hat so viel zur Emanzipation der Frauen beigetragen wie das Fahrrad – so sah es 1896 die Frauenrechtlerin Susan B. Anthony. Am Ende des 19. Jahrhunderts sorgte es für einen Wandel in der Lebensweise der Menschen. Unter den Pionierinnen des Fahrrads waren Hélène Dutrieu, Amelie Rother, Annie Londonderry und Alfonsina Strada. Diese kühnen Frauen aus Belgien, Deutschland, den USA und Italien wagten sich auf den Sattel – zu einer Zeit, in der jeder Grund recht war, ihnen das als unschicklich geltende Radfahren zu verbieten. Doch sie wollten sich den geltenden Normen nicht unterordnen. Das Fahrrad bot den Frauen neue Freiheiten: allein unterwegs zu sein, sich von der Kleiderordnung und sozialen Bürden lossagen zu können. Auch als Mittel des Widerstands spielte das Fahrrad eine Rolle, wie sich in der Résistance zeigte. Die Französin Jeanne Bohec und die Belgierin Irma Caldow erzählen von der zentralen Bedeutung des Fahrrads während des Zweiten Weltkrieges: Weibliche Fahrradkuriere erfüllten auch im Widerstand gegen die deutschen Besatzer wichtige Aufgaben. Nach dem Krieg ging der Kampf für die Gleichberechtigung auch im Sport weiter, mit erfolgreichen Rennfahrerinnen wie der Belgierin Yvonne Reynders und der Französin Jeannie Longo. Endlich erhalten die Pionierinnen des Fahrrads ihren gerechten Platz in der Geschichte, untrennbar verbunden mit der Frauenbewegung in Europa.
Dokumentation von Juliette Senik (F/B 2023, 53 Min)
#fahrrad #geschichte #erfindungen
Video verfügbar bis zum 02/06/2025
Link zur Mediathek: https://www.arte.tv/de/videos/116020-000-A/die-pionierinnen-des-fahrrads/
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25 Comments
So ein spannendes Thema, danke euch 🙏
Fahrradfahren ist Freiheit! Bestes Gefühl
Meine Frau hat ein Bikini Attest . Früher machte sie FKK.😊
Danke Arte! ❤❤❤
Hauptsache sie fahren nicht vor dir her und du kannst nicht überholen, gell?
Da nützen dir auch150 PS nichts, bei Gegenverkehr kann man halt nur zu eng überholen, muss der Radfahrer Verständnis für haben, wenn er einen damit provoziert dass er auf der Straße fährt.
Nur kleine Kinder und arme Menschen müssen Fahrrad fahren!😂😂😂
Ich kann mit ein Leben ohne meine Räder gar nicht mehr vorstellen. So viele wunderschöne Orte und Pässe die ich in der Art sonst nie gesehen hätte 🥰🚴🏻♀️⛰️
Beim gendern war ich raus..
Isabel Best hat Recht 👍👍
Eine iranische Freundin beim Fahrradfahren zu begleiten hat mir erst so richtig klar gemacht, dass das Radfahren für Frauen noch immer etwas Revolutionäres ist. Und ein Symbol der Freiheit. Physisch und Mental. Seit dem genieße ich das Radeln noch viel mehr.
Herrje Männer können so hohl sein. Erfinden Probleme nur aus Macht und Egogehabe 😂😂😂
Peinlich!
" Die Pionierinnen " … 🤦🏻♂
danke 🙏 arte. immer eine 10/10.
sehr schönes Video 🙂
Sehr spannende, interessante Doku. Am Anfang war ich als Mann über die Befindlichkeiten damaliger Männer doch sehr amüsiert, sie wirken heutzutage geradezu lächerlich. Aber die Doku zeigt auch, dass das Thema Frauen und Fahrrad selbst in den 80ern noch nicht selbstverständlich war. Und auch heute gibt es noch solche Hinterwäldler. Zum Glück sind nicht alle Männer so. Seid stark, liebe Frauen, lebt eure Träume und lasst euch nicht unterdrücken!
Wusstet ihr, dass die Erfindung des Fahrrads so viel zur Emanzipation der Frauen beigetragen hat?
yeah! Frauen auf dem Rad sind die besten!
Allez les femmes!
Für solche Dokus liebe ich Arte!
Was für eine fantastiche Doku, unglaublich inspirierend. Schon seit vielen Jahren genieße ich im Fernsehenn (eher Streaming von Eurosport/Discovery) sämtliche Frauen Rennen (Rennrad, Bahn, Mountainbike, Cyclocross) und würde sagen, ich kenne mich da gut aus. Dennoch muss ich gestehen, ich habe keinen einzigen der Namen dieser Frauen gekannt und dabei waren ihre Geschichten und Schicksale einfach unglaublich. Danke Arte, dass ihr diese Geschichten erzählt habt. Aber….
Eins würde ich aber noch ergänzen: Auch wenn in den letzten 5 Jahren sich viel im Frauenradsport zum Besseren verändert hat (vor allem können jetzt viele Fahrerinnen von Radsport leben), gibt es nach wie vor keine 100% Gleichheit. Es gibt nach wie vor einige Teams (vor allem auf Continental Ebene), wo Fahrerinnen nach wie vor schlecht oder gar nicht bezahlt werden. Viele Rennen der Frauen werden auch gar nicht im Fernsehen ausgestrahlt (nur im Abo von Eurosport/Discovery und manchmal selbst nicht einmal im Abo), Preisgelder sind nicht immer gleich (im belgischen Cyclocross bekommen Männer und Frauen zumindest seit ein Paar Jahren bei den 3 Großen Cyclocross Serien mittlerweile die gleichen Preisgelder, weiß nicht, ob es in anderen Serien in Italien oder Schweiz das auch so ist), viele Frauen Rennen müssen abgesagt werden wegen Unterfinanzierung, usw. Die UCI selber hat noch komische Entscheidungen, wie z.b dass sie sich bis heute weigern, in den Weltmeisterschaften eigene U23 Rennen der Frauen auszutragen, obwohl es genug U23 und Elite Frauen gäbe und so müssen die U23 Frauen im gleichen Rennen wie die Elite Frauen fahren und ihr Rennen verkommt nur zur Nebensache, usw. Also, es gibt bei der UCI auch noch einiges zu verbessern.
DAS waren noch Taten, heute legen sie nur noch Wert auf ein * 😂
Für Frauen ist wohl auch das Rauchen befreiend gewesen. Der Dienst an der Waffe und die Arbeit in der Fabrik vermutlich auch. Manche sagen, auch das Kacken fühle sich für Frauen befreiend an.
arte ultras
Wunderbarer Bericht ! Vor allem die bewegten alten Bilder und das Material das man damals gefahren ist ! Wenn man selber als Mann Radfahrer ist und dieses Erleben reflektiert und dann Frauen versucht von dieser Gefühlswelt auszuschliessen ist das schon sehr seltsam !
Faszinierende Doku, ich bin begeistert sowas von einem ÖRR-Sender zu sehen. Wohin soll ich eine Spende senden? Als Zahlungsverweigerer würde ich gerne für solche und ähnliche Dokus einen Beitrag leisten.